riedlenden Wurzeln dienen in der Volksmedizin als magenanregendes und harntreibendes Mittel. — Zur nämlichenUnterfamilie, aber zur Tribus der Sapind6ae gehörig (gegenüber der vorigen Tribus leicht dadurch kenntlich, dassdie fast ausnahmslos gefiederten Laubblätter kein eigentliches Endblättchen besitzen) zählt die Gattung Sa«pfndus L., von deren 11 asiatisch=amerikanischen Arten S. Drummöndi Hook, et Arn. aus den östlichenVereinigten Staaten von Nordamerika neuerdings in Mitteleuropa für das Freiland eingeführt worden ist. Bis13 m hoher, sommergrüner Baum mit rötlichbrauner, kleinschuppiger, längsrissiger Rinde und schwachkantigen,gelblichgrünen, jungen Zweigen. Laubblätter 8« bis 18»zählig gefiedert; Fiedern ziemlich derb, 4 bis 7 cm langund 1 bis 2,5 cm breit, am Grunde schief, oberseits kahl, unterseits schwach behaart, gelblichgrün. Blütenstrahlig oder ± einseitig symmetrisch, gelblichweiss, in reichblütigen Rispen. Frucht (d. h. das sich entwickelnde
Fruchtfach) kugelig, bis 1,5 cm im Durchmesser,gelblich, zuletzt schwarz. (V) VI. — Die in 4Tribus zerfallende Unterfamilie der Dyssapin«d ä c e a e hat 3 Zierpflanzen geliefert und zwar dieTribus der Koelreuteri6ae (Laubblätter mitvöllig entwickelten Endblättchen ohne Nebenblätterund mit aufgeblasenen, häutigen Kapselfrüchten):Koelreutdria 1 ) paniculäta Laxm. Blasen,esche (Fig. 1874). Sommergrüner Hochstrauch oderBaum mit in der Jugend behaarten Zweigen.Laubblätter gefiedert, mit Einschluss des Stieles bis35 cm lang j Fiedern am Grunde oft fiederschnittig,am Rande ungleich gekerbt bis lappig. Blüten ingestielten Wickeln an gestreckten Aesten in end«standigen, aufrechten, bis 40 cm langen Rispen,symmetrisch, gelb. Kelch 5=teilig, mit eiförmigenAbschnitten, die beiden äusseren kleiner. Krön«blätter 4, genagelt, mit linealischer, nach oben zu«rückgeschlagener, am Grunde mit einer kleinen,2«teiligen, fleischigen, höckerig»krausen (aus 2 ge«wöhnlich aufwärts gebogenen Läppchen des herz«förmigen, etwas schildartig angehefteten Spreiten«grundes gebildeten) Schuppe versehenen Platte.Diskus schief sockeiförmig, am oberen Rande ge«kerbt. Staubblätter (5 bis) 8, nach abwärts gebogen.Kapsel fachspaltig aufspringend. Dieser in Nordchinaheimische und in Ostasien seit alter Zeit gepflanzte,lichtbedürftige, in der Jugend frostempfindliche Hoch«Strauch wurde 1763 nach Europa gebracht und istgegenwärtig in Anlagen und Gärten (in Chur, in Col-mar z. B. sehr gut fruchtend, in Neustadt a. Haardt einBaum von 1,90 m Stammumfang) ziemlich verbreitet.Verwildert bei Kolberg. — Zu der durch Laubblättermit reduziertem Endblättchen und aufspringende Früchte kenntlichen Tribus der H a r p u 11 i 6 a e zähleni Xan.thöceras sorbifölium Bunge. Sommergrüner Strauch oder kleiner, bis 8m hoher Baum mit aufrechten Aesten.Laubblätter 9«bis 17«zählig, 15 bis 30 cm lang; Fiederneiförmig «länglich, gesägt, oberseits sattgrün, unterseits bleicher,kahl, 4 bis 5,5 cm lang. Blüten in aufrechten, bis 25 cm langen Trauben oder Thyrsen, weiss. Kelchblätter 5, kahn.förmig. Kronblätter 5, benagelt, ohne Schuppen. Diskusscheibe in 5 mit den Kronblättern abwechselnde, gelbeHörner auslaufend. Staubblätter 8. Kapsel länglich.eiförmig, bis 5 cm lang, stumpf, 3=fächerig, grünlich, kastanienartig.— V (VI). Heimat s Nord=China (Tschili). Diese monotypische Art wurde 1866 nach Europa eingeführt, eignetsich aber nur für wärmere Lagen. Im Treibhaus lässt sie sich, wenn auch nicht leicht, bereits im Januar zurBlüte bringen. — Zur selben Tribus gehört Ungnädia speciösa Endl., ein Endemismus des südlichen,zentralen Nord«Amerikas. Strauch oder bis 10 m hoher, sommergrüner Baum mit anfangs hellorangebraunenund weich behaarten, später rotbraunen und kahlen Zweigen. Laubblätter 5« bis 9»fiederig, bis 35 cm lang;Fiedern derb, oberseits tiefgrün, glänzend, unterseits heller, zerstreut behaart, bis 15 cm lang und 6 cm breit.
Fig.
1874. Koelreuteria paniculata Laxm. ab Blüte, c Längsschnitt durch die Blüte.
Blühender Zweig.d Frucht.
*) Benannt nach Johann Gottlieb Koelreuter, geb. 1733 zu Sulz am Neckar, Professor der Natur-geschichte zu Karlsruhe, gest. daselbst 1806 als Direktor des Botanischen Gartens.