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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fig. 1872. ZusammengesetzterHolzkörper einer Sapindacee.

Weltmarkt. Zu den Eisenhölzern werden die Stämme von Stadmännia Sideröxylon DC. aus Mada»gaskar und Hypeläte trifoliäta Sw. (weisses Eisenholz) aus Westindien gezählt, zu den Quebrachohölzernverschiedene Thouinia« Arten. Zu Wagner« und Drechsler»Arbeiten können Arten der Gattungen Sapindus 1 ; L.,Erioglössum Bl., Aphänia Bl., Xerosp6rmum Bl. usw. herangezogen werden. Als Nahrungs» undGenussmittel besitzen die Früchte, bezw. Arillusbildungen oder Samen einer Reihe von Arten meist lokale Be»deutung. Erwähnt seien die ostindisch, malayischen Khussambinüsse (von Schleichera trijüga Willd.), aus derenKeimblättern das Macassar.Oll stammt, die Mittel» und Südamerikanischen Honigbeeren (von Melicöcca bijügaL.), und namentlich die braunroten, gelelderten Litchi»Pflaumen, auch Chinesische (Long.yen) oder Japanische Hasel»nüsse genannt (Fig. 1873), die von Litchi Chinensis Sonn, aus China stammenund ihres an Muskateller.Trauben erinnernden Geschmadces wegen halbgetrocknet jetzthäufiger nach Europa gelangen. Die Samenkerne sind geröstet sehr angenehm essbar Inden Tropen ist ferner der fleischige Arillus von Blighia®) sdpida Kön. (aus demtropischen Westafrika, anderwärts namentlich in Westindien [Akee, vegetablemarrow] auch kultiviert) eine beliebte Speise. Aus den Samen von Serjänia»,

Paullinia»*), Cardiospdrmum», Sapindus., S ch 1 eich 6r a«Arten usw.wird Oel gepresst. Dasjenige der letztgenannten Gattung dient seines Blausäure»gehaltes wegen als Haaröl gegen Ungeziefer. Das häufige Auftreten von Glykosiden(z. B. dem Saponin C««H<«Oi& [Sapindus.Sapotoxin], einem cyanogenen Glykosid inSchleichera Willd.) gestattet die Verwendung verschiedener Teile (besonders derSamen und Früchte als Fischgift (Serjänia er6cta Radlk., S. nöxia Cambess., S. lethälis St. Hil.,Paullinia» und Magönia»Arten, Harpüllia thanatöphora Bl.). Seifenartige Stoffe stammen vonder Gattung Sapindus, von Pom6tia pinnäta Forst, usw. Für Heilzwecke kommt in Europa nur denFrüchten und Samen der Brasilianischen Paullinia') Cupäna H. B. et Kth. (= P. sörbilis Mart.) einigeBedeutung zu, in 3°/o Coffein (= Guaranin), ferner Gerbsäure, Katechin, Stärke, fettes Oel, rotes Harz, Saponin,

in Spuren Cholin usw. finden und die als Pulver von Kakao.artigem Ge«schmack zur Bereitung der in der Pharm. Austr. et Ph. Helv. offizineilenPästa Guaränae (P. s^minum Paulliniae) dienen. Diese findet alstonisches, geschlechtlich anregendes Mittel, ferner als Nervenheilmittel beiMigräne, Kopfweh, sowie bei Chlorose, verschiedenen Darmkrankheiten,zum Ertragen allerlei Strapazen (Nachtwachen, Hunger) usw. Anwendung.Die zerstossenen, gerösteten, schwarzen Samen werden in Form vonTeig zu dicken, wurstähnlichen Stangen gepresst. Guaranä enthält vonallen Genussmitteln am meisten Coffein (mindestens 2,6 bis 3, vielleichtbis 5°/o). Der Name Guaranä, Uarana, Querana usw. bedeutet in derSprache der Tupi.Indianer einfach Schlingpflanze. In der Heimat gehörendie Samen ausserdem zu den bekanntesten Nahrungs» und Genussmitteln(z. B. als Limonade), die alltäglich genossen werden; sie liefern auch einen schönen gelben Farbstoff. AlsRosenkranzperlen werden in Südamerika auch die hartschaligen, kugeligen, schwarzen Samen von Sa«pindus Saponäria L. (dem Arbol de las cuentas del Xabon der Spanier) und von Llagunöanitida Ruiz et Pav. (dem Arbol de las cuentas, de rosario oder Arbol precatoria), in Ostasien auch diejenigenvon Koelreut^ria paniculäta Laxm. benutzt. Eine geringe Zahl von Sapindaceen werden auch alsZiergewächse gehalten. Sie entstammen beiden Unterlamilien (Ensapindäceae mit nur 1 Samenanlagein jedem Fruchtfach und Dyssapindäceae mit 2 oder mehreren Samenanlagen in jedem Fruchtfach). Zurersteren Linterfamilie (mit 9 Tribus) gehört in die Tribus der Paullinleae (meist lianenartig-strauchige,selten krautige Arten mit Ranken und Nebenblättern, sowie Laubblättern mit vollkommen entwickeltem End»blättchen) die in Botanischen Gärten anzutreffende, amerikanische Gattung Cardiosp6rmum L., krautige oderhalbstrauchige, kletternde Pflanzen mit symmetrischen, roten Blüten und aufgeblasenen, unvollkommen S.fächerigenund ± geflügelten Früchten. Davon befand sich C. Halicacdbum L. bereits im Hortus Eystettensis unterdem Namen Pisum cordätum (Herzerbse") und zur Renaissancezeit in Schlesien im Garten von Schwenk»feld als Pisum corddtum Adversariörum in Kultur. Eingeschleppt bei der Oelfabrik in Mannheim. Die übel»

Fig. 1873. Litchi Chi nensis Sonn, a Frucht.b Querschnitt durch die Frücht (Fig. b nachBaillon).

') Gebildet aus lat. säpo = Seife und Indicus = indisch; weil die Früchte in Indien als Seife be»nützt werden.

') Benannt nach dem Kapitän Bligh, der 1793 den Baum auf dem Kriegsschiff Bounty nach West»Indien führte.

*) Benannt nach Simon Paul Ii, gest. 1680 zu Kopenhagen als Professor der Botanik und könig»lidier Leibarzt.