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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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flava Alt., = Pävia lutea Poir.). Strauch oder bis 30 m hoher Baum mit zuletzt überhängenden Aesten. Dervorigen Art ähnlich, aber Knospenschuppen an der Spitze höchstens ganz leicht zurückgebogen. Kelch kurz5-zähnig.glockig, kahl, gelbgrün. Kronblätter deutlich ungleich, drüsenlos, gewimpert, mit den Kelch deutlichüberragendem Nagel, gelblichgrün. Fruchtknoten glatt, behaart, nicht stachelborstig. Frucht glatt. Heimat iWärmeres Nordamerika. Seit langem (1764) und vielfach in Kultur, verwildert z. B. in Brandenburg bei Bukow.Hiezu var. purpuräscens Schneider (= A. flava Ait. var. purpurascens Gray). Kelch, und Kronblätter schmutzig»rot überlaufen. Blättchen unterseits weich behaart. Die Varietät wurde 1812 eingeführt. A. Pävia 1 ) L.(= Pavia rubra Poir.). Fig. 1865 und 1866 a bis n. Strauch oder kleiner, bis 6 m hoher Baum. Der vorigenArt sehr ähnlich, aber namentlich durch die reichdrüsigen Kronblätter und den mehr röhrigen Kelch unter.

schieden. Blattchen unterseits i lockerbehaart, zuletzt fast kahl, bis 15 cmlang. Blütenstand 10 bis 20 cm lang.Kelch i kurz 5=zähnig, rot. Krön»blätter rot, ungleich, mit den Kelch deut»lieh überragendem Nagel. Staubblätterkahl j Pollen zinnoberrot. Frucht rfcrundlich, 3 bis 5 cm lang, glatt. Heimat:Oestliches Nordamerika. Hieher ge=hören: var. hümilis Voss. Wuchsstrauchförmig, z. T. niederliegend. Blätt-chen unterseits weich behaart, ungleichgesägt. Blüten rot, i gelb überlaufen. var. c ä r n e a Rehder. Kronblätterfleischrot. var. atrosanguineaRehder. Kronblätter dunkelrot. var.Withl6yi Rehder. Kronblatter leuch«tend rot. Völlig winterhart und seit1771 in Kultur. Als A. Pavia röseav a r i e g ä t a werden in Gärten Formenbezeichnet, deren Laubblätter beim Aus»treiben rosarot mit grünen Punkten er«scheinen, dann das Rot in Gelb um»wandeln und zuletzt ganz grün werden.Die Art ist im Gebiet meist völlig win»terhart, zeigt aber in kalten Winternin Westpreussen bisweilen Frostrisse.Der viel verbreitete Baum wird oft inAlleen angepflanzt, eignet sich aber nichtrecht dazu, weil seine Krone namentlichim Alter sparrig wird. Nach Knuthsind die unteren Blüten der Rispenästezwitterig und fruchtbar, die nächstoberen scheinzwitterig oder sämtliche Blüten scheinzwitterig. Die beiden hinteren,grösseren Kronblätter tragen ein gelbes Saftmal, das später intensiv rot wird. Nicht selten finden sich Mistelnauf dem Baume. Die 4. Sektion Macrothyrsus K. Koch unterscheidet sich von der Sektion Pavia durchkahle Staubblätter, die doppelt so lang sind wie die langbenagelten Kronblätter. Kelch i lappenzähnig.Frucht kahl. A. parviflöra Walt. (= A. macrostächya Michx., = Pävia alba Poir., = Macrothyrsusdi'scolor Spach). Fig. 1867 a. Breitbuschiger, 1 bis 5 m hoher Strauch mit anfangs gegen die Spitze zu be»haarten und hellgrauen, später braunen Zweigen und zahlreichen Lenticellen. Knospenschuppen schmal, kegel«förmig; untere Schuppe länger als die halbe Knospe, graugrün bis graubraun, leicht behaart, die Endknospen4» bis 6»schuppig. Blättchen oberseits sattgrün, verkahlend, unterseits ± blaugrün, weich behaart. Blütenrispeährig, bis 30 cm lang. Kelch röhrig, lappig gezähnt. Kronblätter 4 bis 5, etwa 15 mm lang, die seitlichenetwas länger als die oberen, weiss; Nagel den Kelch überragend. Staubblätter 6 bis 7, doppelt so lang wiedie Kronblätter, kahl. Frucht glatt, kugelig, 2,5 bis 3 cm breit. Heimat: Nordamerika von Süd=Carolina bis

') Die Betonung liegt nach Zickgraf auf der ersten Silbe. Der Baum ist zu Ehren des holländi»sehen Gelehrten Peter Paaw benannt worden, der 1617 in Leyden starb. Wie Vollmann hervorhebt, istdie bisweilen verwendete Schreibweise Pawia falsch. Bei Latinisierungen wurden die auf w endenden Eigen,namen häufig in v umgewandelt, wie z.B. aus Panckow der Pflanzenname Panckovia gebildet wurde.

Fig. 1866. Aesculus Pavia L. a Zweig mit Winterknospen, b Winterknospemit Narbenkissen des abgefallenen Laubblattes, c Laubblatt, d und e Junge Früchte./ Längsschnitt durch den Fruchtknoten, g Querschnitt durch den Fruchtknoten.h Querschnitt durch eine 3-fächerige, junge Frucht, i hrucht. k Querschnitt durcheine junote Frucht (ein Fach enthält 1 Samen, die anderen zwei Fächer sind taub)./Längsschnitt durch die Frucht, m und »Frucht geöffnet. Aesculus Hippoca-stanuraL. X Ae. Pavia L. o Querschnitt durch die Frucht, p Frucht, q Fruchtstand.