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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Staubblattkreises. Frucht eine fachspaltige, 1=, seltener 2= oder 3=fächerige (Fig. 1866 k, o), glatteoder stachelige Kapsel. Samen gross, rundlich, braunglänzend, mit derber Schale, grossem, hell»graubraunem, mattem Nabelfleck; Keimling gross, mit dicken, halbkugeligen Keimblättern.

Die etwa 16 Arten der Gattung verteilen sich auf 4 Sektionen und werden etwa zur Hälfte in un«seren Gärten oder Anlagen gezogen. Von diesen zählen nach der Darstellung von C. K. Schneider zur1. Sektion Hippocästanum K. Koch (= Sektion Euaesculus Pax) mit klebrigen Winterknospen, i 5«tei=ligem Kelch und behaarten Staubfäden und Staubbeuteln; A. turbinäta Bl. Bis 30 m hoher Baum vonder Tracht des A. Hippocastanum, aber einjährige Zweige behaart, hellbraun. Laubblätter anfangs unter»seits deutlich behaart, erst spät verkahlend, ziemlich regelmässig gekerbt. Kronblätter nur etwa 10 mm lang,weiss, mit rotem Saftmal, Frucht stachellos, rundlich, etwa 5 cm breit, leicht warzig. Heimat: China undJapan. Nicht selten in Kulturund ziemlich winterhart.

A. Hippocästanum L. vgl.unten. Die 2. Sektion C a»lothyrsus K. Koch zeichnetsich durch glatte, nur leichthöckerige Früchte, kleberigeWinterknospen, kahle Staub«blätter und ± leicht ge«spaltenen, 2«lippigen Kelch aus.

Zu ihr gehören: A. IndicaW. I. Hook. Bis 20 m hoherBaum mit kahlen oder raschverkahlenden, ± rot» oderhellgraubraunen, einjährigenZweigen. Blättchen 5 bis 7 (9),oberseits sattgrün, unterseitsleicht bereiit, nur auf den Ner«ven fein behaart oder ganzkahl, am Grunde spitz.keilig,bis über 23 cm lang und 6 cmbreit. Blütenstand schmalrispig,bis 45 cm lang, fein behaart.

Kelchblätter ungleich lang, dieseitlichen etwa 25 mm lang. Kronblätter weiss mit roter und gelber Zeichnung. Staubblätter 7 bis 8. Frucht un«regelmässig rundlidi.eiförmig, über 6 cm lang, braun, etwas rauh. Heimat: Indien. Seit 1828 in Kultur, aber nochwenig verbreitet. A. Chin6nsis Bunge. Der vorigen Art ähnlich, aber Kelchblätter ± gleich. Kronblätter seltenüber 10 mm lang. Blättchen wenigstens jung unterseits behaart, am Grunde stets rt deutlich rundkeilig oder rundlich,länger (bis 17 cm lang), gestielt. Blütenstand sehr schmal, rispig, bis 22 cm lang. Frucht mehr spitz eiförmig. Heimat:China. Der Baum soll 1889 eingeführt worden sein. A. Califörnica Nutt. Hoher Strauch oder bis 13 mhoher Baum mit glatter, hellgrauer Rinde und kahlen Zweigen. Winterknospen ziemlich spitz. Laubblätter 4. bis7«zählig; Blättchen etwa 8 bis 10 mm lang gestielt, länglich lanzettlich, fein kerbig gezähnt, am Grunde spitzoder stumpf keilförmig, etwas lederig, unterseits ganz oder fast kahl. Blüten in dichten, weichhaarigen, bis25 cm langen Rispen. Kelchblätter zweilippig. Kronblätter gleich lang, etwa 15 bis 17 mm lang, weiss oderblassrosa. Staubblätter 5 bis 7; Staubbeutel orangefarben. Griffel weiss behaart. Frucht verkehrt-eiförmig,bis 9cm lang. Heimat: Kalifornien. Seit 1850, auch als Kübelpflanze, in Kultur; doch nur in warmen Lagenbrauchbar, nicht winterhart (in Darmstadt z. B. fast jeden Winter zurückfrierend). Durch nicht klebrigeWinterknospen, unterwärts behaarte Staubblätter von etwa der Länge der Kronblätter und ± kurz 5<zähnigenKelch ist die 3. Sektion Pävia K. Koch kenntlich. Zu ihr gehören: A. gläbra Willd. (= Pcivia OhioönsisMichx.). Meist kleiner, von unten auf verästelter Baum mit flachrunder Krone und meist graubrauner, nurwenig rissiger und festanliegender Rinde. Einjährige Zweige kahl, rundlich, glänzend olivgrau bis fast silbergrau,an der Sonnenseite ± gebräunt. Knospenschuppen graubräunlich, am Rande gewimpert, nicht klebrig. Blättchengestielt, unterseits längs der Mittelnerven ± behaart und bebärtet, bis 18 cm lang. Kelch i kurz 5=zähnig.Kronblätter 4, i gleich lang, gelb oder rötlich, drüsenlos bewimpert. Staubblätter so lang oder nur weniglänger als die Kronblätter. Fruchtknoten meist weichstachelig. Frucht kugelig, hödcerig«warzig. Heimat: Kon«'Mentales Nordamerika. Seit 1822 (1711?) in Kultur. A. octändra Marsh. (= A. lutea Wangenh., = A.

Fig. 1865. Aesculus PaviaL. a Blühende Zweigspitze, b und c Fruchte, d und e Samen(Schale entfernt). / Querschnitt durch den Samen, g Bliltendiagramm.