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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Verunstaltungen führt. Ueber die Zytologie vgl. Mottier in Ännales de botanique, Bd. XXVIII,1914, pag. 115. Die Art wird vielfadi als Typus einer besonderen Gattung (Negundo) angesehen.

Für forstliche Zwecke ist einzig die var. ps eud o callf ör nicum Schwerin (= var. CaliförnicumKirchner non A. Califörnicum Torr, et Gray) mit grünen, dicht weiss bereiften Zweigen brauchbar. Bezüglichder zahlreichen Gartenformen mit kahlen, behaarten oder weiss bis violett bereiften Zweigen, grünem, krausem,oder weiss», gelb» und rot.buntem Laub muss auf die Zusammenstellungen von Schwerin und Pax (inEnglers Pflanzenreich, pag. 42/44) verwiesen werden. Die 1903 beschriebenen 39 Gartenformen haben sichseither beträchtlich vermehrt. Besonders beliebt sind die weissrandigen Periklinalchimären (f. argenteo»variegdtum Bonamy u. a.); doch kommen auch Sektorialchimären und grünrandige Periklinalchimären vor.Bei allen werden häufig rein grüne und rein weisse Zweige beobachtet. Vgl. Lakon, G. Die Weissrand»Panaschierung von Acer Negundo L. Zeitschr. für indukt. Abstammungs« und Vererbungslehre, Bd. XXVI, 1901 jüber den Stoffwechsel der Chimären: Timpe, H. Panaschierung und Transpiration im Jahrb. Hamb. Wissensch. Anst.Bd. XXV, 1906. Das Laub ist bei dieser Art ganz besonders variabel. DieLaubblätter des ersten Paares sind ungeteilt und ganzrandig, die des zweitengezähnt, die des dritten dreizählig. Eine abnorme Form mit mehrzählig ge»fingerten Laubblattern beschreibt G. Lakon (Zeitschrift für Pflanzenkrank«heiten. Bd. XXVII, 1917, pag. 100/102). An ihrer Entstehung sollen kalteNächte schuld sein. Die echte subsp. Califörnicum (Torrey et Graysub Negundo, Dietrich als Art von Acer, Wesmael als var. von A. Negundo)mit jung dicht behaarten Zweigen und anfänglich beiderseits, später unterseitsfilzig behaarten Blättchen ist erst 1860 nach Europa gelangt. Sie ist wenigerwinterhart als die Stammart, überdauert jedoch noch z. B. in Breslauund in Dänemark. Die Samen, die nur in milden Gebieten regelmässigkeimen (z. B. in München nur ausnahmsweise, am Bodensee dagegen regel-mässig), sind von einer spelzenartigen Endokarphülle eng umschlossen.

Diese schützt sie, wie Kinzel gezeigt hat, gegen Schädigung durch be»schleunigte Atmung und Frost, die nach Entfernung dieser Hülle und beiLichteinwirkung die meisten Samen zugrunde gehen lassen, wogegen die be«hüllten Samen trocken selbst ziemlich hohe Kältegrade ertragen.

Bastarde von Acer sind in grösserer Zahl bekannt, werdenjedoch nur sehr selten und anscheinend in Europa nur innerhalb der SektionCampestria spontan angetroffen. Von diesen kommen alle binären Kombi«nationen vor: A. campestre L. X A. Monspessulanum L. (= A.

Bornmüll6ri Borbds, = A. Perrieri Chabert?). Mit Sicherheit nur ausder Herzegowina und Frankreich (nach H. de Boissieu in Bulletin de lasoci£t£ botanique de France, LIX, 1912) bekannt, angeblich auch in Griechenland. A. campestre L. x A.Opalus Miller subsp. Italum (Lauth) (= A. Guy öti Beauverd). An der Tournette in Savoyen, bei Martignyund La Balme im Wallis. A. Monspessulanum L. X A. Opalus Miller (= A. Hyrcänum Fischeret Meyer). Anscheinend überall, wo beide Arten zusammen vorkommen. A. Monspessulanum L. X A.Opalus Miller subsp. Italum (Lauth) (= A. Perondi Schwerin, = A. Perrieri Chabert sec. Maly, = A-Italum subsp. Hyrcänum Pax p. p. non Fisch, et Mey.). Mehrfach in Ostfrankreich (z. B. in Savoyen, an derSchweizergrenze bisher nur beim Fort de l'Ecluse gefunden) und in Italien. A. Monspessulanum L. XA.Opalus Miller subsp. obtusatum (Waldst. et Kit.) (= A. Hyrcänum Fisch, et Mey. s. Str.). Besondersin Formen mit lang und spitz gelappten Laubblättern vielfach im östlichen Mittelmeergebiet. Wahrscheinlich gehörthiezu auch das nur in Kultur bekannte A. rotundilobum Schwerin mit auffallend schwach gelappten Laubblättern.

Von Bastarden zwischen Vertretern verschiedener Sektionen werden besonders folgende angegeben undz. T. kultiviert: A. Opalus Miller X A. platanoides L. ? (= A. Sabaüdum Chabert). Pointe d'Orgevazin Savoyen (vgl. Chabert, A. Les Erables de la Savoie. Bull. Soc. bot. de France. Bd. LVI, 1909, pag. 383/89).

A. campestre L. X A. platanoides L. subsp. 1 a e t u m L. (= A. D i i. c k i i Pax, = A. platanoides (C. A.Meyer) var. integrilobum Zabel), vgl. Fig. 1852b. A. campestre L. X A. platanoides L. subsp. Lobein(Tenore)(= A.Zoesch£nse Pax). A. Opalus Miller subsp. Italum (Lauth)? X A. Pseudop 1 atanus L.(= A. hybridum Spach). A. O p a 1 u s Miller subsp. obtusatum (Waldst. et Kit.) ? XA. PseudoplatanusL. (= A. Dur^ttii [hört.] Pax). A. MonspessuIanum L. X A. Pseudoplatanus L. (= A. Cr^ticumSchmidt non L., = A. hybridum Baudriller non Spach, = A. barbdtum hört, non Michx.). A. Monspes«sulanum L. X A. Tataricum L. (= A. pusi'llum Schwerin, = A. Böscii Koch non Spach). A.Pennsylvanicum L. X A. Tataricum L.? (= A. Böscii Spach). Weiteres über Ahornbastarde inden pag. 264 angeführten Werken von Pax, sowie bei Camus in Journal de Botanique. Bd. XIII, 1899 undbei Simonkai in Ungar. Botan. Blätter. Bd. VII, 1908.

Fig. 1863b. Acer campestre L. beiGundelshausen (Württemberg). Umfangunter der Teilung 4,i dm. Phot. Forst-amtmann O. Feucht, Bad Teinach.