+ behaarten Stielen in an Kurztrieben seitenständigen, doldig verkürzten, hängenden Trauben(Fig. 1863 a), klein, ohne Kronblätter und ohne Diskus, mit meist 5= (4=)blätterigem Kelch und4 bis 6 langen, bespitzten Staubblättern, ohne Fruchtknotenrudiment. Weibliche Blüten in anbesonderen Kurztrieben endständigen, armblütigen, hängenden Trauben (Fig. 1865 b), mit 4=oder 5=teiligem, kleinem Kelch und behaartem, später bald verkahlendem Fruchtknoten mit2 langen völlig getrennten Narbenästen (Fig. 1863 d), ohne Kronblätter, Staubblätter undDiskus. Teilfrüchte länglich=walzlich, vortretend gerippt, mit den spitzwinklig spreizenden oder^ bogenförmig gegeneinander gekrümmten, vorn
etwas verbreiterten Flügeln i 3 cm lang. -— IV, V.
Die aus Nordamerika stammende Art wirdim Gebiet als Alleebaum und in Gärten häufig ge=pflanzt (im Bayerischen Wald z. B. bei St. Oswald nodibei 830 m) und ist mancherorts in Fluss» und See»niederungen, Auengehölzen, an Gräben usw., auchauf sandigen Flügeln in Kiefernwäldern verwildertund eingebürgert, so z. B. bei Lauffen (Württem»berg), bei Frankfurt a. Main, bei Basel und Lenz*bürg in der Schweiz, bei Meran in Tirol, beiRadkersburg in Steiermark usw.
Allgemeine Verbreitung: Nord»amerika von Vermont über New=York bis Nord»Florida, der Typus westlich bis zum Ostabhangdes Felsengebirges und Neu=Mexiko, südlich bisMexiko; in Arizona, Utah, Texas usw. übergehendin die subsp. Californicum der pazifischen Küstevon San Franzisko bis zu den San Bernardino»Mountains.
Fig. 1863a. Acer Negundo L. a Spross mit männlichenund b mit weiblichen Blütenständen, c Männliche und dweibliche Bliite im Längsschnitt ( c und d nach Pax). eFruchtspross. / Junge, g reife Frucht, h Laubblatt einerkrausblätterigen Weissrandlorm. i Chlorophyllfreie Keim-pflanzen aus weissen Samen.
Der Eschen«Ahorn wurde 1688 nach Europa ge»bracht und erfreute sich durch sein ausserordentlichschnelles Wachstum — Jahrestriebe von 1 bis 1 */a m,Hochstämme schon in 3 bis 4 Jahren — rasch grosserBeliebtheit. In besonderer Menge wurde er z. B. im Ober»rheingebiet (im Elsass seit 1770, als Alleebaum seit 1811)und in den Donauländern angepflanzt. Das Wachstumnimmt jedoch nach einigen Jahren rasch ab, bleibt baldhinter dem der einheimischen Ahorne zurück und hört mitdem 40. bis 50. Jahre ganz auf; auch erreichen die Bäumekein hohes Alter. Die recht ungünstigen forstlichen Er-fahrungen, die sogar zu einer allgemeinen Verachtungdes Baumes führten, beruhen Jedoch nach dem Grafen Fritz v. Schwerin (Zur Ehrenrettung des Acer Ne«gundo. Mitteil, der Deutsch, dendrolog. Gesellsch. 1919, pag. 146/150) zum guten Teil auf unrichtiger Kultur,vor allem auf zu trockenem Boden, was die sehr feuchtigkeitsliebende Art schlecht erträgt. Das Holz ist gelblich,hart und spröde, schwer», aber glattspaltig, leicht (spez. Gewicht frisch 0,84 bis 1,00, trocken 0,55 bis 0,60),wenig dauerhaft und daher auch in der Heimat des Baumes wenig geschätzt, höchstens zu billigen Hausgeräten,Papiermasse usw. geeignet. Schwerin empfiehlt die Art für den Niederwaldbetrieb auf nassem Boden. Sie hatden Vorteil, dass sie fast gar nicht unter Schmarotzern zu leiden hat und dass die sehr bittere Rinde vomWild weniger als die aller unserer Laubhölzer benagt wird, lieber eigenartige Wildbeschädigungen vgl. Grafv. Schwerin, Wirkung der Veränderlichkeit chemischer Eigenschaften auf den Wildschaden, Mitteil, der Deutsch.Dendrolog. Gesellsch. 1920. Der Saft wird in Amerika gelegentlich zur Zuckergewinnung gewonnen. DasLaub hat als Teeersatz Verwendung gefunden. Als Zierbaum hat der auffallend hell belaubte Eschen.Ahorn denVorteil, dass er die Stadtluft sehr gut erträgt. Beschneidung der Krone ist zu unterlassen, da sie zu argen