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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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wo häufige Nebel grössere Feuchtigkeit bringen. Mit A. Pseudoplatanus, das sich in höheren Lagen eben»falls beigesellt, gehört A. Opalus zu unseren schönsten Bäumen. Oft schüttet er schon in den ersten April*tagen, stets mehrere Tage vor A. platanoides, seine zitronengelben Blütenbüschel aus, die sich plötzlich überNadit entfalten und die knorrigen Gestalten in einen zarten Blütenschleier hüllen. Bald darauf erscheint dasanfänglich bleichrötlich gefärbte, unterseits gelblichschünmernd behaarte Laub. Die Herbstfärbung ist ein leuchtendesRot, das mit dem Dunkelgrün der Stammoose (besonders Leucodon sciuroides) prächtig kontrastiert und in derFlora der Westalpen an Farbenpracht nur von Cotinus Coggygria und Arctostaphylos alpina erreicht wird. DieBuntheit des unterseits durch Wachsüberzug weisslichen Laubes wird durch das Schwarz des Runzelschorfs (Rhytismaacerinum) und das Weiss des Mehltaus (Uncinula aceris) noch erhöht. Die oft sehr knorrigen Stämme erreichenim Wallis einen Durchmesser von 60 cm. Das Holz wird ähnlich wie dasjenige von A. platanoides zu allerleiGeräten verarbeitet, das ziemlich lederige Laub nur als Viehfutter gesammelt. Das disjunkte Areal im Talvon Susa, wo auch Quercus Tozza ein ganz isoliertes Vorkommen zeigt, wird von G. Negri (LAcer OpalusMill. nel bosco submontano di Valle di Susa. Ann. Accad. Agricolt. Torino, Bd. LXIV, 1921) wohl mit Rechtals Relikt aus der postglazialen Wärmezeit gedeutet. Der Baum wird seit dem Anfang des 19. Jahrhundertsin Gärten gezogen.

2. subsp. obtusätum (Waldst. et Kit.) Garns (= A. opulifölium var. tomentösum Koch, var. obtusa«tum Vis. und var. velütinum Boiss., z. T. = A. Neapolitanern"] Ten.). Fig. 1862 und 1859.

Zweige mehr olivbraun. Laubblätter i 6 bis 8 (bis 12) cm lang und 10 (bis 18) cm breit, mit 5stumpfen, gekerbten oder gesägten Lappen, beim Austreiben orange, unterseits dicht weissseidig-filzig, spätergrau weichhaarig. Blütenstiele erst beim Verblühen hängend, behaart. Kelchblätter deutlich kürzer als die 5bis 10 mm langen Kronblätter. Flügel der Früchte oft in i rechtem Winkel spreizend, stark verbreitert, sonstwie bei voriger Unterart. IV, V.

An ähnlichen Standorten wie die vorige Unterart; im Gebiet nur im Küstenland und in Kram, z. B.auf dem Sissol, Monte Maggiore und an den Südhängen des Nanos, sonst mehrfach als Parkbaum gepflanzt.

Allgemeine Verbreitung: Nördliche Balkanländer, von Krain, Istrien und Kroatien durchDalmatien, Bosnien, die Herzegowina und Serbien bis Rumelien und zum Pindus; in Italien typisch (var.genuinum Pax) anscheinend nur im Süden (Kalabrien und Sizilien), die stärker abweichende var. Neapolitänum(Tenore als Art, Pax als subsp. von A. obtusatum) bei Neapel; die var. Africanum Pax im Atlas (Algerienund Marokko). In Kultur ist diese Unterart auch noch im südlichen Norwegen und Schweden. In einer älterenInterglazialzeit war sie am Südfuss der Alpen weiter verbreitet (bei Pianico Sellere mit Castanea sativa, Vitisvinifera, Rhododendron Ponticum, Philadelphus coronarius usw.).

Das rötlichweisse, zähe Holz eignet sich besonders für die Möbelschreinerei.

Uebergänge zur vorigen Unterart scheinen besonders in Italien vorzukommen. Eine solche ist diein Gärten kultivierte var. malvdceum (Pax) (= A. obtusatum subsp. malvaceum Pax und subsp. glabr^scensSchwerin) mit tief herzförmigen, bald verkahlenden Laubblättern, deren halbkreisförmige Lappen sich oft gegen«seitig decken. Hiezu dürfte auch die vom Nanos als A. opulifolium angegebene Form gehören. Die vonbeiden Unterarten beschriebenen und z. T. kultivierten Bastarde siehe am Schluss der Gattung.

1876. Acer Negündo 1 ) L. (= Negundo aceroides Moench, = N. Virginiänum Medikus, = N.fraxinifölium Nutt., = N. trifoliätum Raf., = N. lobatum Raf. non auet. plur., = N. NegundoKarst., = Negündium fraxinifölium Raf., = Acer Fauriei Lev. et Van., = Rülac negundo Hitch»

cock). Eschen = Ahorn. Fig. 1863 a.

In Amerika heisst die Art B o x. E1 d e r, da sie vorzugsweise zu Einfriedigungen verwandt wird.Bis 6 (selten 25) m hoher, oft mehrstämmiger Baum, mit breiter, locker und unregel»massig verzweigter Krone. Aeste mit gelbgrauer, fein längsrissiger Borke. Zweige öftersüberhängend, meist kahl, glänzend, die 1° bis 2=jährigen oft weisslich oder bläulich bereift.Knospen nackt, nur vom Blattgrund geschützt. Laubblätter unpaarig 3», 5= oder (selten) 7=zähliggefiedert (eschenähnlich); Fiederblättchen sehr verschiedenartig, ± gestielt, meist länglich=eiförmig,spitz, i 5 bis 13 cm lang und 2 bis 7 1 /* cm breit, ganzrandig oder oft eingeschnitten gelappt undungleich grob gezähnt, dünn, fiedernervig, kahl oder unterseits (selten beiderseits) i behaart. Blüten»stände meist lang, vor oder mit dem Laub sich entfaltend, 2=häusig. Männliche Blüten an langen,

') Das indische (malabarische) Wort bezeichnet ursprünglich die Verbenacee Vitex Negundo, dieein ähnliches Laub besitzt.