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In Laubwäldern und Buschweiden, seltener auch Nadelwäldern der Westalpen und des Jura, in dercollinen und montanen Stufe, im Jura bis 1200 m, im Unterwallis bis 1450 (angeblich bis 1600) m, in Savoyenbis gegen 1500 m, in den Sevennen bis 1360 m, in den Pyrenäen bis 1760 m.
Im Schweizer Jura von Genf bis in den Solothurner Jura sehr verbreitet und stellenweise häufig,vereinzelt bis Basel (Dornacherberg, Arlesheim, Birsegg [hier zirka 70 Stämme], Gobenrain) und in den Aar«gauer Jura (Rohrerfluh und Zwylfluh ob Obererbisbucb, Grat ob Friedheim, Krummulte, angeblich auch amMartinsberg und Geissberg bei Baden). Vielleicht kam die Art früher auch im Elsass vor (nach Mappusangeblich auf dem St. Ottilienberg und bei Hochfeld, nach Montandon und Friche bei Pfirt und Sonders»dorf), doch wurde sie dort in neuerer Zeit nicht mehr beobachtet. Vom Genfersee bis in die Waadtländer» undFreiburger Alpen, ganz vereinzelt bis zum Saanetal, im Wallis nördlich der Rhone bis gegen Leuk, südlich
der Rhone bis gegen Charrat. — Die Angaben ausTirol (Monte Baldo und Vorarlberg) beziehen sich"if?7\ jedenfalls nur auf grossblätterige Formen von A.
campestre, diejenigen aus Krain (Südhänge desNanos) wohl auf verkahlende Formen der folgenden
Allgemeine Verbreitung! Sfidspa»
nische Gebirge (A. Hispänicum Pourret, = A. toraen.
S a tösum Dulac, = A. Italum var. Valentinum Pauund
') ÄSöHly subsp. Hispänicum Pax), Mallorca, Algerien (sehrselten, wohl dieselbe Rasse), das typische Ilalicum(= subsp. variäbile Pax) im östlichen Frankreich (im'j d Rhonetal von der Provence bis in den Jura [etwa
WYX bis Pontarlier] und von den Seealpen bis Savoyen,
~ M\ ® n ^ er Westschweiz, im Tal von Susa und im nörd»
,f ^ 1 r liehen und mittleren Apennin, Sizilien, Korsika. Fossil
® \ .^O. ; in den interglazialen Ablagerungen von La Perle
Al Sy»' (Aisne, dort mit Cercis), Resson bei Paris (mit Buxus).
. Mf^ V . ' 'J 1 Die Laubblätter variieren in der Form und
VL*\V-' ' 1 / / ^ Grösse ausserordentlich. Als Hauptformen kann
man f. nemoräle Chabert (= A. Italicum var.
opulifölium Pax, = A. opulifölium Vill. s. str.) mit
am Grund gestutzten bis schwach keilförmigen und
schärfer gezähnten Spreiten und f. rotundifölium
(Lam.) Chabert (= var. Öpalus [Alt.] Pax) mit am
Grund herzförmigen Laubblättern (Fig. 1861 a) unter«
b h scheiden. Nach P ax soll erstere Form auf das Rhone»
j <ji N j tal und den Jura, letztere, der er aufgerichtete Blüten»
> stände zuschreibt, auf Italien beschränkt sein. In der
Westschweiz kommen jedoch beide Formen so häufig
Kig. 1862. Acer Opalus Miller subsp. obtusatum (Waldst. et Kit.) nebeneinander und mit so vielen Uebergängen vor,Gams. a Laubspross. b Blütenspross. c Männliche, d Weibliche , , « . < n i • , 711_
Blüte, e Fruchtstand. dass kaum geographische Rassen vorliegen. — Ab
und zu trifft man auch, besonders an Johannis»
trieben, einzelne atavistische Laubblätter mit 3 tiefer geteilten, fast ganzrandigen Lappen (Fig. 1861 b). Hieher
dürfte wohl auch die aus Savoyen als A. Martini Jordan bezeichnete Form gehören, die Pax zu der aus«
schliesslich ostmediterranen subsp. Hyrcänum stellt. Das bei Genf gefundene A. Martini Jord. wird dagegen
bald als Rasse von A. Monspessulanum, bald als Bastard Opalus x Monspessulanum gedeutet.
— Eine Form mit Korkwarzen beschreibt L. Raemy in Schweiz. Zeitschr. f. Forstwesen. Bd. LXVI, Heft 7/8, 1905.
Die subsp. Italum wird sowohl für den Jura wie für Italien als kalkhold und kalkstet bezeichnet,
wogegen sie im Rhonetal ebensogut auf kalkarmer (freilich nur neutraler, nicht saurer) wie auf kalkreicher
Unterlage wächst. Sie tritt meist ähnlich wie A. platanoides und oft mit dieser Art zusammen in Eichen« und
Buchenwäldern eingestreut auf, ist jedoch wärmebedürftiger. Im Jura wächst sie an den warmen Südhängen
mit Quercus pubescens, Sorbus Aria und S. torminalis, Prunus Mahaleb, Coronilla Emerus, Buxus sempervirens,
Ilex Aquifolium, im Südjura auch mit Acer Monspessulanum und Laburnum anagyroides, im Wallis mit den genannten
Arten (ausser Buxus und den beiden letztgenannten) und besonders auch mit Cornus mas, Tilia platyphyllos,
Acer campestre, Corylus Avellana, Rubus ulmifolius usw. In den trockeneren Teilen des Mittelwallis ist sie wie die
Buche, Weisstanne, Eibe und Laburnum alpinum auf den Gürtel von zirka 900 bis 1400 m ü. M. beschränkt,