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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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In Laubwäldern und Buschweiden, seltener auch Nadelwäldern der Westalpen und des Jura, in dercollinen und montanen Stufe, im Jura bis 1200 m, im Unterwallis bis 1450 (angeblich bis 1600) m, in Savoyenbis gegen 1500 m, in den Sevennen bis 1360 m, in den Pyrenäen bis 1760 m.

Im Schweizer Jura von Genf bis in den Solothurner Jura sehr verbreitet und stellenweise häufig,vereinzelt bis Basel (Dornacherberg, Arlesheim, Birsegg [hier zirka 70 Stämme], Gobenrain) und in den Aar«gauer Jura (Rohrerfluh und Zwylfluh ob Obererbisbucb, Grat ob Friedheim, Krummulte, angeblich auch amMartinsberg und Geissberg bei Baden). Vielleicht kam die Art früher auch im Elsass vor (nach Mappusangeblich auf dem St. Ottilienberg und bei Hochfeld, nach Montandon und Friche bei Pfirt und Sonders»dorf), doch wurde sie dort in neuerer Zeit nicht mehr beobachtet. Vom Genfersee bis in die Waadtländer» undFreiburger Alpen, ganz vereinzelt bis zum Saanetal, im Wallis nördlich der Rhone bis gegen Leuk, südlich

der Rhone bis gegen Charrat. Die Angaben ausTirol (Monte Baldo und Vorarlberg) beziehen sich"if?7\ jedenfalls nur auf grossblätterige Formen von A.

campestre, diejenigen aus Krain (Südhänge desNanos) wohl auf verkahlende Formen der folgenden

Allgemeine Verbreitung! Sfidspa»

nische Gebirge (A. Hispänicum Pourret, = A. toraen.

S a tösum Dulac, = A. Italum var. Valentinum Pauund

') ÄSöHly subsp. Hispänicum Pax), Mallorca, Algerien (sehrselten, wohl dieselbe Rasse), das typische Ilalicum(= subsp. variäbile Pax) im östlichen Frankreich (im'j d Rhonetal von der Provence bis in den Jura [etwa

WYX bis Pontarlier] und von den Seealpen bis Savoyen,

~ M\ ® n ^ er Westschweiz, im Tal von Susa und im nörd»

,f ^ 1 r liehen und mittleren Apennin, Sizilien, Korsika. Fossil

® \ .^O. ; in den interglazialen Ablagerungen von La Perle

Al Sy»' (Aisne, dort mit Cercis), Resson bei Paris (mit Buxus).

. Mf^ V . ' 'J 1 Die Laubblätter variieren in der Form und

VL*\V-' ' 1 / / ^ Grösse ausserordentlich. Als Hauptformen kann

man f. nemoräle Chabert (= A. Italicum var.

opulifölium Pax, = A. opulifölium Vill. s. str.) mit

am Grund gestutzten bis schwach keilförmigen und

schärfer gezähnten Spreiten und f. rotundifölium

(Lam.) Chabert (= var. Öpalus [Alt.] Pax) mit am

Grund herzförmigen Laubblättern (Fig. 1861 a) unter«

b h scheiden. Nach P ax soll erstere Form auf das Rhone»

j <ji N j tal und den Jura, letztere, der er aufgerichtete Blüten»

> stände zuschreibt, auf Italien beschränkt sein. In der

Westschweiz kommen jedoch beide Formen so häufig

Kig. 1862. Acer Opalus Miller subsp. obtusatum (Waldst. et Kit.) nebeneinander und mit so vielen Uebergängen vor,Gams. a Laubspross. b Blütenspross. c Männliche, d Weibliche , , « . < n i , 711_

Blüte, e Fruchtstand. dass kaum geographische Rassen vorliegen. Ab

und zu trifft man auch, besonders an Johannis»

trieben, einzelne atavistische Laubblätter mit 3 tiefer geteilten, fast ganzrandigen Lappen (Fig. 1861 b). Hieher

dürfte wohl auch die aus Savoyen als A. Martini Jordan bezeichnete Form gehören, die Pax zu der aus«

schliesslich ostmediterranen subsp. Hyrcänum stellt. Das bei Genf gefundene A. Martini Jord. wird dagegen

bald als Rasse von A. Monspessulanum, bald als Bastard Opalus x Monspessulanum gedeutet.

Eine Form mit Korkwarzen beschreibt L. Raemy in Schweiz. Zeitschr. f. Forstwesen. Bd. LXVI, Heft 7/8, 1905.

Die subsp. Italum wird sowohl für den Jura wie für Italien als kalkhold und kalkstet bezeichnet,

wogegen sie im Rhonetal ebensogut auf kalkarmer (freilich nur neutraler, nicht saurer) wie auf kalkreicher

Unterlage wächst. Sie tritt meist ähnlich wie A. platanoides und oft mit dieser Art zusammen in Eichen« und

Buchenwäldern eingestreut auf, ist jedoch wärmebedürftiger. Im Jura wächst sie an den warmen Südhängen

mit Quercus pubescens, Sorbus Aria und S. torminalis, Prunus Mahaleb, Coronilla Emerus, Buxus sempervirens,

Ilex Aquifolium, im Südjura auch mit Acer Monspessulanum und Laburnum anagyroides, im Wallis mit den genannten

Arten (ausser Buxus und den beiden letztgenannten) und besonders auch mit Cornus mas, Tilia platyphyllos,

Acer campestre, Corylus Avellana, Rubus ulmifolius usw. In den trockeneren Teilen des Mittelwallis ist sie wie die

Buche, Weisstanne, Eibe und Laburnum alpinum auf den Gürtel von zirka 900 bis 1400 m ü. M. beschränkt,