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Schwerin, sind in Kultur. — var. Semenöwii (Regel et Herder) Nicholson (= A. Semenöwii Regel et Herder).Laubblätter 3» bis 5>lappig, ^ 3 bis 6 cm lang, schwächer gesägt als bei voriger var. Fruditflügel ± 2 cmlang, fast rechtwinklig spreizend. Mittelasien von Turkestan bis zum Alatau. Diese und die folgende Rassesind erst seit 1879 in Kultur. — var. ginnala Maxim. (= A. ginnala Maxim, var. euginnala Fax, = A.Tataricum L. var. laciniätum Regel, = var. acumindtum und Aidzuönse Franch., = A. azinätum hört.). Fig. 1846 gbis i. Die meisten Laubblätter deutlidi dreilappig, i 4 bis 8 cm lang, am Grund seicht herzförmig. Fruchtflügel ± 2 1 /« cmlang, fast parallel, schwach einwärts gekrümmt. Ostasien vom Amurgebiet, der südlichen Mongolei und demUssurigebiet bis Japan und Korea.
Die als Typus geltende Rasse des asiatischen Formenkreises, der dem aralokaspischen Florenelementzugezählt werden kann, ist sicher eine der abgeleitetsten. Sie ist eine sehr wenig wählerische, doch recht lichtbe.
dürftige Holzart, die besonders gut inNiederwäldern (auch Auenwäldern),aber auch im Unterholz lichterEichenhochwälder gedeiht, z. B. amRand der Ungarischen Tiefebene insolchen aus Quercus Robur, Q.pubescens und Q. Cerris, Ulmusscabra, Carpinus Betulus, Tilia cor.data und T. tomentosa, Acer cam»pestre, Evonymus verrucosa, Pru«nus Padus and P. Mahaleb, Cratae»gus monogyna, Corylus Avellanausw. Tonangebend wird sie dortallerdings nur in den Alluvial»wäldern des Banats, wo sie sichbesonders an Waldrändern 2-malim Jahre, nämlich zur Zeit derroten Verfärbung der Früchteund der des Laubes, sehr deko»rativ und weithin bemerkbarmacht (Graf J. Ambrözy.Mig»gazzi). Ihr Holz dient dort zurHerstellung vonDredislerwaren, be-sonders von Pfeifenrohren. Ueberdie Begleitpflanzen in der Bukowinavgl. Cotoneaster melanocarpa(Bd. IV, 2, pag. 685). In der Ukraine,z. B. nördlich von Odessa, wird derBaum in der baumlosen Ebene indichten Hecken längs der Eisen-bahnen gepflanzt, um diese bei den
dort häufigen Schneestürmen vor Verwehung zu schützen. In Mitteleuropa wird die Art nur sehr wenig vonparasitischen Pilzen befallen (z. B. von Taphrina polyspora [Sorok.], dagegen anscheinend nicht von Rhytisma).
— Tataricum VI/V Pseudoplatanus IIIIIIIII platajioides cäm pestre
Fig. 1847. Verbreitung von Acer Tataricum L., A. Pseudoplatanus L., A. platano-ides L. und A. campestre L. in Mitteleuropa (die Nordgrenzen beziehen sich nur auf daszweifellos wilde Vorkommen). Teilweise nach Koppen von H. Garns.
1871. Acer Pseudoplatanus 1 ) L. (= A. procerum Salisb., = A. montänum Lam., = A.opulifölium Thuill. non VilL). Berg* Ahorn, Urle, Weiss*Ahorn, Wald» Ahorn. Franz.: Erable»sycomore 2 ), faux sycomore, erable de montagne, grand erable, erable blanc; in der West»Schweiz: Ayer, plane (aus platane verkürzt), pline oder plene; engl.: Sycomore, greater orscottish maple; dän.: Aer, valbirk (= welsche Birke, weil eingeführt); ital.: Platano falso o selva»tico, acero di montagna, bianco o stucchio, acero fico, acero tiglio, loppone; im Tessin: Acer,agher, agra bianca, agar, violun, im Bergell und Puschlav Ase ; rätorom.: Ascher, aschier,ischir, ischier. Taf. 180, Fig. 1; Fig. 1841, 1842, 1847, 1848, 1849 und 1850.
*) Aehnlichkeit mit der Platane, griech. nldtavog [pldtanos], besteht hauptsächlich nur in der Beschaffen-heit der Borke. Die Art scheint in Deutschland zuerst von Valerius Cordus als „Acer major" nähercharakterisiert worden zu sein. C. Bauhin nannte sie A. montanum candidum.
! ) Nach entfernter Aehnlichkeit mit der Sykomore (Ficus Sycömorus L.).