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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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275
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Im östlichen Deatsdiland heisst die Art Urle, in Böhmen Weissärle, im Gegensatz zur Blutärle(A. platanoides). Auf der Schwäbischen Alb gilt die Benennung Weissböm. Zu Fläder, Fläderbaum[auch für A. campestre und A. platanoides] (Niederösterreich) vgl. mhd. vlader = Maser, geädertes Holz. Diein den östlichen Schweizeralpen stellenweise gebräuchlichen Namen Aescher oder Bergesche dürftenwohl aus dem romanischen aschfer an Esche angeglichen sein. Im Elsass heisst die Art Bucheschern oderMilchbaum [wegen des Blutens im Frühling], Vom Berg.Ahorn leiten sich zahlreiche Orts, und Flurnamenab, so Ahorn, vielfach in den Schweizer und Oesterreichischen Alpen [im Oberwallis auch als Familienname],Ahornwies (Bayerischer Wald), Ahornsäge bei Eisenstein (Tschechoslovakei), zum Ahörnli (bei Lungernin Obwalden), Orn (mehrfach in Deutschland und in der Nordostschweiz), Ornau, Ornet, z'Oro, z' Oron,welche Namen nach Höfler besonders auch germanische Kultorte bezeichnen, an denen alte Ahorne ähn.lieh wie Eichen verehrt wurden. Brandstetter führt 74 von Ahorn abgeleitete Orts» und Flurnamenaus der Nordschweiz an. Ebenso leiten sich viele von dem westschweizerischen Ayer ab, wie Ayer (viel«

fach, das Dorf Ayer im Eifischtal soll seinen Namen jedoch von dem deutschen Acker, Ägerten haben),Ayert, Ayerne, Agarn usw., auch die Tour d'Ai in den Waadtländer Alpen. Ebenso häufig finden sichAbleitungen von dem romanischen ascher, aschier, wie Nassereit (Tirol), Aschara (vielfach in Graubünden,z. B. im Unterengadin), Ascharina in St. Antonien, Pradaschier (= Ahornwiese) bei Churwalden, Vald' Assa oder Val d' Ascherina beiRemüs, Schiers usw. Im slavischen Sprachgebiete heisst der Berg» Ahorn(und wohl allgemein der Ahorn) javor (jawor). In Schlesien sind darnach die Orte Jacoor (= Ahornwald) und Jauer( Ahornstadt) benannt worden. In den Karpaten gehören hierher etwa die Orts« und Gebäudenamen: Javora,Javornok, Javornetz, Javorina (= Ahornwald), Javorova, in Böhmen der Bach Javornice, an der böhmisch«mährischen Grenze der Berg Javorcia, in Kroatien die Ortsnamen Javoranj und Javoraica. Ungarische Um«formungen des indogermanischen Wortstammes dürften Jhar, Juhar, Igar, Jahori und Jämborfäcika sein. Auchder Name des ungarischen Botanikers Adam Javorka leitet sich von dem Ahorn ab.

Bis 40 m hoher Baum mit bis 1 1 h m dickem, meist geradem, mit abschuppender Borkebedecktem Stamm und regelmässig gewölbter Krone (Fig. 1849). Zweige kahl. Knospen»schuppen olivgrün mit dunkel gewimpertem Rand (Fig. 1848 b). Blattnarben eines Paaresnieist sich nicht berührend. Laubblätter mit i V» bis 17* dm langem Stiel und ± 1 bis

Fig. 1848. AcerPseudoplatanusL. a und b Winterknospen, c Diagramm, d Weibliche und e männliche Blüte im Längs-schnitt (c bis e nach Pax . / Fruchtzweig, g Querschnitt durch den Samen, h und i Keimung, k und l normale Keim-pflanzen, m eine trikotyle.