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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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267
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Fig. 1842. Acerrhynchus Nal.

Pseudoplatanus L. a Blattflecken von Rhytisma acerinum (Pers.) Fries, b Gallen von Eriophyes macro-c Desgl. auf der Blattoberseite, schwach vergrössert. d Desgl. im Längsschnitt, e Desgl. auf der Blattunterseite.

der Flügel spitzen bis stumpfen Kegelmantel. Um 1 m zu fallen, braudien drehende Früchte von A. plata.noides und A. Pseudoplatanus nach H. Dingler (Die Bewegungen der pflanzlichen Flugorgane. München 1889)im Durchschnitt 0,9 Sekunden. Beauverd beobachtete, dass Ahornfrüchtchen 4 km weit fliegen und dabei Höhen«differenzen von 1000 m überwinden können. Eine Folge der Anemochorie ist das häufige Vorkommen der Ahornein Gesellschaft von den durch Vögel verbreiteten Beerenfrüchten an Felsen und auf anderen Bäumen. So fandR. Stäger A. Pseudoplatanus auf Nussbäumen und Robinien, A. platanoides auf Robinien, A. campestre aufEichen. Ueber den Bau der Samenschale vgl. Magen, K. Beiträge zur vergleichenden Anatomie der Samen»schalen einiger Familien aus der Englerschen Reihe der Sapindales. Diss., Zürich 1912. Am Aufbau dermeist dünnen, aber oft recht derben Samenschale sind beide Integumente beteiligt. Bei den meisten unsererArten sind beide Epidermen kahl, bei A. Pseudoplatanus die innere, bei A. campestre subsp. hebecarpum dieäussere dicht filzig behaart. Der dicke Nucellus wird von dem grossen Embryo bis auf wenige Reste resorbiert.Endosperm fehlt. Bei A. Tataricum ist der Embryo gerade, bei den meisten anderen Arten gekrümmt. DieMediane der Keimblätter liegt bei A. Pseudoplatanus und A. Monspessulanum in der Ebene der Flügel, beiden meisten anderen Arten senkrecht dazu. Die Keimblätter sind im Samen meist gefaltet (besonders stark bei A.Pseudoplatanus, A. rubrum und A. saccharum), selten (z. B.bei A. Pennsylvanicum) flach. Ein Durchwachsender Pollenschläuche durch das Integument bei Acer Negundo beschreibt W. Rössler (Berichte der DeutschenBotanischen Gesellschaft. Bd. XXIX, 1911). DieZahl der auf Acer auftretenden P a r a s i t e n ist fast so grosswie die der auf Quercus und Salix. Die Mistel (Viscum album) tritt allenthalben vereinzelt auf allen Arten,nach v. Tubeuf auch auf den kultivierten auf j dagegen gelingt die künstliche Infektion verhältnismässig schwer.Der weitaus auffallendste Schmarotzer ist der Ahornrunzelschorf (Rhystisma acerinum [Pers.) Fries), dessenStromata im Herbst als meist kreisrunde, bis 2 cm im Durchmesser haltende, tiefschwarze Flecken auf der Blattober»Seite erscheinen, gelegentlich bei A. platanoides zu 30 bis 50 pro Blatt. Der oft sehr reichliche Befall erklärt sich

stellen. Bei A. Monspessulanum scheinen sie ganz zu fehlen. Auch Verdoppelung der Flügel an einer Teilfruchtund andere Unregelmässigkeiten sind festgestellt worden. Alle Arten zeigen Neigung zur Bildung eingeschlechtigerBlüten, die bei A. Negundo zu völliger Diözie geführt hat. Doch lassen sich nach Ch. G. Fräser (in Torreya,1912) bei letzterer Art ausnahmsweise auch Zwitterblüten beobachten. Meist kommen neben zwitterigen Blüten(oft im selben Blütenstand) solche mit verkümmertem Fruchtknoten und solche mit verkleinerten, unfruchtbarenStaubblättern vor. Näheres über die zeitliche Verteilung der männlichen und weiblichen Blüten bei V. Br. Witt»rock in Botan. Centralbl. Bd. XXV und P. Vogler in Jahrb. St. Gall. Naturw. Ges. 1905. Bei den weitausmeisten Kulturformen sollen nach Schwerin die weiblichen Blüten stark überwiegen. Die Pollenkörner sindfast kugelig und weisen drei längsgeriefte Falten auf (Fig. 1850 g bis k). Der Nektar wird auf dem recht verschiedenentwickelten, bei den meisten unserer Arten ausserhalb der Staubblätter sitzenden Diskus frei ausgeschieden.Die Blüten mancher amerikanischer Arten (besonders von A. rubrum) entsenden einen eigentümlichen Heliotrop«geruch ; sie werden von zahlreichen Apiden und Fliegen besucht. Zuerst blüht von unseren ArtenA. Opalus, bald darauf A. platanoides (etwa gleichzeitig auch A. Negundo und A. rubrum), diese meist schon vordem Laubausbruch, später und erst mit der Laubentfaltung A. campestre, A. Pseudoplatanus und A. Tataricum.

Die Früchte zerfallen bei der Reife in die beiden Teilfrüchte, die als typische Schraubenflieger ent«wickelt sind. Beim Fall geraten sie bald in Drehbewegung und beschreiben einen je nach Form und Grösse