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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Berücksichtigung der Milchsaftelemente (Diss. Erlangen, Fischer, Jena 1903). Darnach sind die Sektionen auchanatomisch gut charakterisiert. So sind die Seitenränder der Epidermiszellen bei A. Tataricum und A. Pseudo«platanus (Spicata), A. Negundo und A. saccharinum beiderseits gerade oder schwach gekrümmt, bei A. pla»tanoides oberseits gerade bis gebogen, unterseits gewellt (Fig. 1840n), bei den Campestria oberseits ge»wellt (nur bei A. Monspessulanum gerade oder schwach gebogen), unterseits gerade oder schwach (bei A.campestre stärker) gebogen. Epidermispapillen kommen meist nur unterseits (besonders stark ausgebildet beiA. Pseudoplatanus, beiderseits bei A. Tataricum) vor, was gegen die Deutung Haberlandts als Lichtsinnes»organe spricht. Eine dünne Wachsschicht trägt die Cuticula der Blattunterseite von A. Pseudoplatanus, A.Monspessulanum und A. Opalus, eine dickere die von A. saccharinum und A. rubrum. Calziumoxalattritt in den Blättern unserer Arten nur in Form von Einzelkristallen auf. Typischen Milchsaft führen die Leit»bündel von A. platanoides und A. campestre. Die meisten Arten tragen auf der Unterseite wenigstens in der

Jugend und in den Blaltwin»kein einzellige Deckhaareund meist auch kleineDrüsenhaare, Acer pla«tanoides auch mehrzelligeHaare. Ueber die die Haar»büschel in den Nerven«winkeln (Acarodomatien)bewohnenden Milben vgl.Lundström in NovaActa R. Soc. Sc. Upsali«ensis Bd. XIII, 1887. Diebesonders auf der sonstmeist kahlen Blattober»seite und auf den Frucht»fächern sitzenden Drüsen,haare schwitzen bei warmemWetter ein klebriges Exkretaus. Die Herbstfärbungist meist lebhaft, hellgelbbei A. Pseudoplatanus, A.campestre subsp. leiocar»pum und A. Monspessu-lanum, rot bei A. Tataricum, A. platanoides, A. campestre subsp. hebecarpum, A. Opalus, A. rubrum, A.saccharinum u. a. Arten. Auch das junge Laub ist oft i rot gefärbt, bei zahlreichen Gartenformen (von A.Pseudoplatanus, A. platanoides, A. palmatum u. a.) auch das entfaltete Laub. Von den meisten Arten sindMutationen mit panaschiertem Laub bekannt. In vielen Fällen handelt es sich wohl sicher um Chimären (vgl.Crataegomespilus Bd. IV, 2, pag. 742, Laburnum Adami Bd. IV, 3, pag. 1166, Pelargonium Bd. IV, 3, pag. 1666),in anderen (so bei einer weissen Form von A. platanoides nach P. C. van der Wölk, Kultura, 1919) scheintdurch Bakterien hervorgerufene Chlorose vorzuliegen. Nach E. Küster (Beiträge zur Kenntnis der panaschiertenLaubgehölze. Mitteil, der Deutsch, dendrol. Ges. 1919, pag. 85/88) ist sektoriale Panaschierung bei Acer häufiger alsmarginate (Weiss», Gelb» oder Rotrandigkeit, seltener grüner Rand bei bleichem Mittelfeld). Ausser vielen weiss»bunten Formen sind auch gelb» und rotbunte in Kultur. Vgl. über die übrige Variabilität Graf Fritz v. Schwerinin Mitteil. der Deutsch, dendrol. Ges. 1896.

Die meist cymösen Blütenstände (ebensträussig bei A. Tataricum, A. platanoides, A. campestre,traubenähnlich z. B. bei A. Pseudoplatanus und A. Negundo, fast doldig bei A. Monspessulanum und A. Opalus,echt traubig z. B. bei A. Pennsylvanicum) stehen meist endständig an Kurztrieben mit meist zu grossen Hoch«blattschuppen auswachsenden Knospenschuppen und wenigen (bei den Rubra fehlenden) Laubblättern. Dierelative Hauptachse schliesst stets mit einer Blüte ab. Von dem normalen (Fig. 1848 c) Blütenbau (5 Kelch» und 5 Krön,blätter, 4 + 4 Staubblätter, 2 Fruchtblätter) kommen viele Abweichungen vor. Bei A. saccharinum und A. saccha.rum fehlen die Kronblätter, bei A. rubrum ein Staubblattkreis. In allen Kreisen ist Vermehrung der Glieder,zahl nicht selten, am häufigsten in den endständigen Blüten, die oft 3 Karpelle (selten 4 bis 8, z. B. bei A.Tataricum, vgl. Fig. 1846 e und f) ausbilden. Gelegentlich gelangt nur eine der beiden Teilfrüchte zu vollerEntwicklung, während die andere dann einen etwa nur halb so langen Flügel trägt. Am häufigsten lassensich nach L. Geisenheyner (Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, 1918) solche Ab»weichungen bei Acer Pseudoplatanus und A. campestre, selten bei A. platanoides und A. Negundo fest.

Fig. 1841. Acer Pseudoplatanus L. Wagrechte Zweige mit starker Anisophyllie.Phot. f Prof. Dr. Eug. Warming, Kopenhagen.