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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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fallen aber meist bald ab. Audi freiwilliges Abwerfen ganzer Zweige kommt z. B. bei A. Pseudoplatanus vor.Die Achselknospen der Johannistriebe treiben z. B. bei A. platanoides, A. campestre und A. Tataricum ohneBildung von Knospenschuppen nicht selten noch im selben Jahre aus (vgl. H. L. Späth in Mitteil. Deutsch,dendrol. Gesellsch. 1915). Durch solcheverzweigte Johannistriebe" (sylleptisdie Triebe) erhalten besondersgewisse Gartenformen (A. platanoides f. globösum Nicholson und die erst 1910 in einer ostpreussischen Baum«schule entstandene f. globösum Geelhaar von A. Pseudoplatanus) sehr dichte, kugelige Kronen. Die Knospensind nur bei A. Negundo und Verwandten nackt, von besonders zahlreichen Schuppen in der Sektion Litho«carpa umhüllt. Die Knospenschuppen entsprechen der Verbreiterung des Blattgrundes. Uebergänge zwischenKnospenschuppen und Laubblättern kommen meist nur an den Johannistrieben vor, können aber durch Ent»fernen von Laubblättern an den Achselknospen leicht experimentell erzeugt werden (Fig. 1840f). Das Laubbildet bei den grossblätterigen Arten (besonders schön bei A. Pseudoplatanus und A. platanoides) ein auf«fallendes Blattmosaik, das einerseitsdurch Drehungen am Grund derBlattstiele und ± wagrechte Stellungder Spreiten, andererseits durch eineauffallende Anisophyllie zustandekommt: die Laubblätter der Spross.

Unterseite sind viel länger gestieltund grösser als die seitlichen unddiese grösser als die oberen (Fig.

1841). Nach W. Figdor (Berichteder Deutschen Botan. Gesellschaft,

Bd. XXII, 1904) und Wiesner ver«mögen sowohl einseitige Belichtungwie die Schwerkraft diese Ungleich«blättrigkeit zu erzeugen, wogegennach A.Weisse und Nordhausendie Schwerkraft allein massgebendsein soll. In der Knospenlage sind dieBlattspreiten meist gefaltet (Fig.

1840 m), bei den Campestria konvexgekrümmt. Lieber die Entwicklungdes Laubblattes von A. Pseudopla«tanus vgl. O. Schüepp in Viertel»jahrsschr. der Naturf. Ges. Zürich. Bd.

LXIII, 1918.

Gefiederte Laubblätter wiedie von Dipteronia haben die Arten der Sektionen Negundo und Trifoliata, immergrüneLorbeerblätter" dieder Sektion Integrifolia (z. B. A. oblöngum Wall.). Die Gesamtblattfläche ist an der Sonne grösser als imSchatten, z. B. an jungen Bäumen von A. platanoides im Schatten 1466 bis 2677, an der Sonne 3412 bis 4435 cra'(nach v. H ö h n e 1). Andererseits haben die vorwiegend an sonnigen Standorten wachsenden Arten und Indi«viduen durchwegs kleinere Spreiten als die an schattigen Standorten. Alle unsere Arten gehören zu den Halb«schatthölzern, A. Negundo zu den Lichthölzern. A. campestre und A. Opalus stimmen in ihrem Liditgenussetwa mit der Wintereiche überein, A. Pseudoplatanus und A. platanoides mit der Buche. Nach Boysen«Jensen lässt A. Pseudoplatanus im freien Bestand 2°/o, im Wald nur 7 bis 20°/o des Tageslichts durch dieKrone durch. Nach Knuchel sind die Schattenblätter z. B. bei A. platanoides nicht nur dünner, sondernauch weniger tief zerteilt als die Sonnenblätter. Andererseits steigt das Lichtbedürfnis mit abnehmender Tem=peratur; es liegt z. B. das Minimum des Lichtgenusses für A. platanoides nach Wiesner in Wien bei '/'s,in Drontheim bei 'he, in Tromsö bei '/« des Gesamtlichts. Spaltöffnungen sind bei unseren Arten nur auf derBlattunterseite ausgebildet, bei A. Pseudoplatanus 75 bis 160 pro cm'. 100 g Blattsubstanz verdunstet nachBüsgen bei A. Pseudoplatanus 58,6kg, bei A. platanoides 53,1 kg Wasser. Mit demBluten" des Stammesim Frühling steht die Wasserausscheidung aus den Knospen (Tränen") in Verbindung. Stahl machte darauf auf«merksam, dass die Arten regenreicher Gebirge (wie A. Pseudoplatanus, A. platanoides und A. saccharum)deutlich ausgebildete Träufelspitzen zeigen, während solche z. B. bei den wärmeliebenden Campestria fehlen.Nach Riegler wurden an einem Baum von A. Pseudoplatanus 77,5°/o Wasser eines gefallenen Regens demBoden zugeführt, davon 5,96°/o längs dem Stamm, 74,5°/o durch die Krone. Ueber die Blattanatomie vgl.G. War so w, Systematisch.anatomische Untersuchungen des Blattes bei der Gattung Acer mit besonderer

Fig. 1840. Acer platanoides L. a Knospe mit 2 Blattanlagen. Querschnitte durch eineKnospe» b am Grund, c höher oben, d Laubblattanlage, e Knospenschuppe. /Knospen-schuppe mit später verdorrender Spreitenanlage. Querschnitte durch den Blattgrund, gnahe der Basis, h etwas höher. Querschnitte durch den Blattstiel, i am Grunde, k naheder Mitte, / gegen die Spreite zu. m Querschnitt durch die junge Spreite, n Quer-schnitt durch Spaltöffnung des Laubblattes (a bis c nach Deinega, d bis m nachGoebel, n nach Hryniewiecki).