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auct. (an L.?), beide in Griechenland und auf den Griechischen Inseln. Bis Nordafrika (Atlasländer) reichennur A. campestre, A. Monspessulanum und A. Opalus. Den Aequator überschreitet einzig A. niveumBlume auf Java und Sumatra. Mehrere der aus Europa durch die diluvialen Vergletscherungen verdrängtenSektionen konnten sich in Asien und Nordamerika erhalten. Die Endemen der südeuropäischen und asiatischenGebirge sind nach P a x teils Reliktendemen, teils Neoendemen. Näheres über die einzelnen Sektionen undihre Verbreitung bei F. Pax in Englers Botan. Jahrbüchern. Bd. VII, 1886 und in Englers Pflanzenreich. Bu. IV, 163,Leipzig, 1902. — Reliktartigen Charakter haben auch die Ahornwälder und die aus Eichen, Ahornen, Linden undUlmen gebildeten Mischwälder, die in ähnlicher Ausbildung fast über die ganze Nordhemisphäre verbreitetwaren, in Europa Jedoch grossenteils durch die Buche und im Süden durch die Edelkastanie, sowohl unterklimatischen, wie auch unter menschlichen Einflüssen stark zurückgedrängt worden sind. Interglaziale Ablagerungenbeweisen, dass in diesen Wäldern auch Arten wie Laurus Canariensis, Philadelphus coronarius, RhododendronPonticum, Vitis vinifera und Buxus sempervirens viel weiter nach Norden reichten als dies heute der Fallist. — Die meisten Arten sind entschieden wärme» und feuchtigkeitsliebend, mit Bezug auf den Kalkgehaltindifferent bis (A. Monspessulanum und A. Opalus) etwas kalkhold. Bei A. Pseudoplatanus enthält die Asche desHolzes 21 bis 44°/o, die der Rinde 70 bis 76°/o Kalk, bei A. campestre die der Aeste bis 82°/o- — Die Keimungerfolgt epigäisch, nur bei A. saccharinum hypogäisch. Die Keimblätter (Fig. 1848 k, 1, m, 1851 e bis g, 1863 i) sindmeist lineal und 3=nervig, die Erstlingsblätter einfacher gestaltet als die Folgeblätter. Die Keimblätter ergrünenwie z. B. die der Citrus=Arten schon in den Samen, womit wohl in Verbindung steht, dass grüne Keimpflanzen vonAcer Pseudoplatanus mehrfach in Höhlen, angeblich sogar in völliger Dunkelheit, gefunden worden sind.Das Wurzelwerk besteht hauptsächlich aus reich verzweigten Seitenwurzeln. Wurzelhaare bleiben oft nochmehrere Zentimeter von den Wurzelspitzen entfernt erhalten. Wurzelbrut wird nie gebildet; auch das Aus»schlagvermögen ist bei den meisten Arten gering. Das Holz ist meist weiss, hart, an den Spaltflächen glänzendund besonders an den höchstens 4 'Zellreihen breiten, scharf abgegrenzten Markstrahlen und den zerstreuten,feinen, nur einfache Tüpfel aufweisenden Gefässen kenntlich. Vgl. Herrmann, Alice. Ueber die Unterschiedein der Anatomie der Kurz» und Langtriebe einiger Holzpflanzen. Oesterr. Botan. Zeitschr. Bd. LXVI, 1916.A. Pseudoplatanus, A. platanoides, A. Negundo u. a.'sind Splintbäume, A. Tataricum, A.platanoides subsp. laetum, A.Pennsylvanicum, A. rubrum, A. saccharinum u. a. Kernholzbäume, A. campestre u. a. Reifholzbäume. Das spezifischeGewicht des Holzes schwankt bei unseren Arten zwischen 0,53 und 0,81. Im Herbst wird Stärke als Reserve»Stoff gespeichert. Am Sprossgipfel von A. Pseudoplatanus folgt (nach B e r t h o 1 d) auf eine stärkeführendeZone eine gerbstofführende (der Gerbstoffgehalt ist Jedoch durchwegs gering) und dann eine rohrzuckerführende.Der Gehalt an Rohrzucker (Saccharose) im Frühlingssaft beträgt bei A. campestre bis über 1 °/o, bei A. platanoides1,1 bis 3,5°/o, bei A. Pseudoplatanus 1 bis 3,7°/o, bei A. Negundo 2,4°/o, bei A. rubrum 2,81 °/o und bei A.saccharum bis 5,15%. Ausserdem enthält der Blutungssaft auch etwas Kalium» und Calziumsalze, Spurenvon Eiweisskörpern, bei A. platanoides etwas Vanillin, bei A. saccharum auch etwas Dextrose, Lävulose,Apfel», Malon», Weinstein» und Tricarballylsäure (Näheres über den Säuregehalt bei O. v. Lippmann inBer. Deutsch, ehem. Ges., Bd. XLVII, 1914).
Im Rmdenparenchym und im Mesophyll der Laubblätter treten häufig Einzelkristalle oder Drusenvon CalziumOxalat auf. Im Kernholz von A. rubrum u. a. sind die Gefässe mit Calziumkarbonat ausgefüllt.In den Leitbündeln der Stengel und Laubblätter entstehen durch Verschmelzung übereinanderliegender Zellen ander Aussenseite des Leptoms Sekretschläuche, die bei A. platanoides und A. campestre echten Milchsaft führen,wogegen sie bei anderen Arten, wie A. Pseudoplatanus, A. Opalus, A. saccharinum und A. Negundo nurmilchsaftähnliche Sekrete enthalten. Die Annahme von Olbrich (Vermehrung und Schnitt der Ziergehölze,1910), dass sich Gehölze mit milchendem Safte niemals mit solchen mit wässerigem Safte veredeln Hessen unddass aus diesem Grunde eine Verbindung des milchsaftführenden Acer platanoides mit A. Pseudoplatanusunmöglich sei, ist von Fritz Graf v. Schwerin auf experimentellem Wege untersucht worden. Es hat sich dabeigezeigt, dass sich beide genannten Acer»Arten, ferner auch A. saccharinum unschwer aufeinander veredelnlassen und dauerhafte Verbindungen ergeben. Ohmann hat auch A. platanoides und A. Negundo zu dauern»der Verwachsung gebracht. Die Borke ist bald längsrissig (z. B. A. platanoides), bald schuppig (z. B. A. Pseudo-platanus, A. campestre und A. Platanus). Der Kork wird meist oberflächlich gebildet (bei einer Form vonA. campestre schon in grosser Mächtigkeit nahe den Sprossspitzen), nur bei den Arten mit Wachsausscheidungwie A. Pennsylvanicum und A. Negundo 3 bis 6 Lagen unter der Epidermis (vgl. Uloth in Flora 1867, pag. 385und 421). — Das regelmässige Vorkommen entwicklungsfähiger Endknospen (wie bei den Nadelhölzern, Buchenund Eichen im Gegensatz zur Mehrzahl der Laubhölzer) bedingt zusammen mit der dekussierten Blattstellung einenrecht charakteristischen Ast» und Zweigbau. Die Bildung von Johannistrieben ist z. B. bei A. platanoides, A.campestre, A. Opalus, A. Tataricum und A. saccharum recht auffallend, wenn auch meist durch eine nurwenig ausgeprägte Ruhepause vom Laubausbruch getrennt („verkappte Johannistriebe"). Die ersten Blätter derJohannistriebe weichen oft durch bleiche oder rötliche Färbung, geringere Grösse und Zerteilung stark ab,