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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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heterochlamydeischen, zu Rispen vereinigten Blüten. Die Frucht ist gewöhnlich eine einsamige Steinfrucht,seltener eine Beere. Sämtliche 52 Gattungen sind Bewohner der wärmeren Zonen und zwar auf einzelne Floren«gebiete beschränkt; reich an endemischen Gattungen ist Westafrika. Nur wenige Arten gehen in der südlichenHemisphäre auch in die gemässigte Zone hinein. Einige Arten der Gattung Villar^sia dienen in Süd»amerika als Mate=Ersatz (pag. 235), so in Brasilien V. Congönha (DC.) Miers (Gongonha",Yapon",Yerva de palos") und V. mucronäta Ruiz et Pav. (Narongillo",Guilli.patagua") in Chile.

76. Farn. Aceräceae. Ahorngewächse.

tBearbeitet von H. Gams).

Bäume und Sträucher mit kreuzweise gegenständigen, gestielten, ungeteilten oderhäufiger handförmig 3= bis 7= (bis 9=)lappigen und handnervigen oder 3= bis 15=fiederigenLaubblättern, nur ausnahmsweise mit Nebenblättern 1 ). Blüten in end= oder seitenständigenScheintrauben oder Trugdolden, strahlig, zwitterig, monözisch, diözisdi, andromonözisch oderandrodiözisch, 5= oder 4=zählig. Blütenhülle in Keldi und Krone geschieden, selten apetal. Diskusringförmig oder gelappt, selten fehlend, ausserhalb oder innerhalb der Staubblätter. Staubblättermeist 8 (4 bis 10), hypogyn oder perigyn oder in der Mitte des Diskus stehend, frei. Frucht»knoten aus 2 einfädierigen, seitlich zusammengedrückten Fruchtblättern gebildet, auch in denmännlichen Blüten meist als Rudiment vorhanden. Griffel 2, frei oder unterwärts verwachsen,mit langgestreckten Narben. Samenanlagen in jedem Fadi 2 (selten 1), meist übereinanderstehend, anatrop oder orthotrop. Frucht eine Spaltfrucht (samära) mit 2 (seltener 3 oder bis 8)einseitigen (Acer) oder allseitigen (Dipteronia), häutigen, starknervigen Flügeln, geschlossenbleibend. Samen meist nur 1 in jedem Fach, abgeflacht, ohne Nährgewebe. K eimlin g gross.

Ausser der Gattung Acer enthält die Familie nur noch die Gattung Dipterönia Oliv, mit dereinzigen Art D. Sinensis Oliv, in Zentralchina mit gefiederten Laubblättetn und ringsum geflügelten Teil,früchten. Die Aceraceae sind mit den rein tropischen Sapindäceae und den Hippocastanäceae naheverwandt, unterscheiden sich aber von beiden durch die regelmässig strahligen Blüten, von den nächst ver-wandten Sapindaceen ausserdem durch die gegenständigen Laubblätter. Die 3Familien bilden die Sapindineae,die von Engler zu den Sapindäles, von Wettstein und Hallier dagegen zu den Terebinthdlesgestellt werden.

CCCCLX1. Acer") L. Ahorn. Franz.: Erable 3 ); in der Westschweiz Ayer; engl.;Maple, maple-tree, mapulder; dän.: Lön, Navr; ital.: Acero; im Tessin: Agher, ager,agra, agar; rätorom.: Ischi, ischia, ascher, aschier; grödnerisch-ladin.: Aier, acero.

Das deutsche »Ahorn" ist vielleicht urverwandt mit dem gleichbedeutenden lat. acer. Nieder»deutsche Formen sind t Aärn (Stadei Robenburg), Auheuren (Westfalen. Lengerich), Ähören (Göttingen);mitteldeutsche Orn s (Hessen), Ehren (Mosel), Ohre (Nahe), Ihren (Eifel, Thüringen), Oärne (ThüringerWald: Brotterode), Ehrn (Oberharz); oberdeutsche! Ach er (Kärnten), A c h ä n (Niederösterreich), A h o r r a,Ahore, Ahorn (Nordostschweiz). Auch das niederdeutsche Ellhorn (Hannover: Alte Land) scheint hieherzu gehören. Alle diese Bezeichnungen gelten für die einheimischen Ahorn»Arten überhaupt, das schlesischeUrle, Uhrla zunächst nur für A. Pseudoplatanus. Die Früchte der Ahorn»Arten, besonders von A.platanoides, die sich spielende Kinder als Nasenzwicker, Brillen usw. aufsetzen, heissen (in der Kindersprache) .Nasenknieper (Bremen), Nasen (Gotha), Nasenstiefel (Wien), »zwicker (Böhmen, Riesengebirge),

') K. Wilhelm (Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, 1918) beschreibt das Auf-treten von Nebenblättern an einem Acer nigrum Michx., der alljährlich am Grunde der Laubblattstielepaarweise auftretende, lanzettliche, am Grunde häufig von einem Seitenläppchen begleitete Nebenblätter von1,5 bis 2 cm Länge besass, die sich bis zum Laubfall erhielten.

') Ob dieser schon im Altertum (z. B. bei Ovid und Plinius) vorkommende Name mit lat. äcerscharf, griech. äxoog [dkros] = spitz, hoch zusammenhängt, ist sehr fraglich (das a von Acer ist kurzl). Mit demlat. acer sind wohl ausser den romanischen Namen auch das deutsche Ahorn und das slavische Javor verwandt.

') Kommt wie das westschweizerische Iscirable oder Orstrablo, das nur für A. campestre gilt, vonlat. äcer ärborem.