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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Tafel

Fig. 1. Acer Pseudoplatanus (pag. 274). Laub-spross mit Blütentraube.

1 a. Männliche Blüte.

1 b. Reife Frucht.

,, 1 c. Männliche Blüte im Längsschnitt. 2. Acer campestre (pag. 284). Blütenspross. 2 a. Fruchtspross.

2b. Weibliche Blüte.

2 c. Männliche Blüte.

3. Impatiens Noli tangere (pag. 314). Blü-tenspross.

3 a. Aufgesprungene Frucht. 3b. Längsschnitt durch die Frucht. 3c. Längsschnitt durch die Blüte. 3d. Samen.

180.

Fig. 3e. Längsschnitt durch den Samen. 3 f. Spitze der jungen Frucht. 4. Rhamnus cathartica (nr. 1881). Blühen-der Zweig.

4a. Fruchtender Zweig.

4b. Weibliche Blüte im Längsschnitt. 4 c. Männliche Blüte im Längsschnitt. 4d. Querschnitt durch den Samen. 4e. Längsschnitt durch den Samen. 5. Rhamnus saxatilis (nr. 1882). Blühen-der Zweig.

5 a. Männliche Blüte.

5 b. Fruchtender Zweig. 5 c. Fruchtknoten im Längsschnitt. 5d. Querschnitt durch den Samen.

Fremdbestäubung ausgeführt. Die Frucht der Pimpernuss zählt zum Typus der Blähfrüchte, zu dem z. B. auch dieFrüchte von Colutea arborescens, Astragalus penduliflorus, Nigella Damascena u. a. m. gehören. Nach O. Baum«gärtl (Sitzungsberichte der K. Akademie der Naturwissenschaften in Wien, mathematisch-naturwissenschaftlicheKlasse. Bd. 126, 1917) enthalten diese Pneumatokarpien von Staphylea pinnata ein unter Ueberdrudc stehendesGemisch von Luft mit reichlicher COi-Beimischung, die aus dem äusserst lockeren, schwammigen, weitmaschigen,chlorophyllhaltigen Gewebenetz des Mesokarps stammt, in welchem Assimilation und Atmung stattfinden. Das ent«stehende Kohlendioxyd tritt durch die mit Flüssigkeit erfüllten Zellen des 1 »schichtigen Endokarps in das hohleFruchtinnere. Ein Entweichen nach aussen wird durch das ziemlich undurchlässige Exokarp stark gehindert, dasepidermalen Charakter besitzt und arm an Spaltöffnungen ist. Erst zur Zeit der Fruchtreife trocknet diesesGewebe aus und wird dadurch für Gase durchlässig. Gleichzeitig öffnen sich aber die Früchte entlang derTrennungsnähte, die im Mesokarp durch längs gerichtete und verholzte, im Endokarp und Exokarp durchlängsgerichtete Zellen vorgebildet sind. Nach Baumgärtl liegt die biologische Rolle der inneren Luft«hülle derartiger Blähfrüchte in der Schaffung eines luftgesättigten Raumes für die Samenentwicklung. Paul Voglerund auch Neger wollen darin auch ein Mittel sehen, die Frucht für die Verbreitung durch den Windleicht und geräumig zu machen. Diese Annahme dürfte sich allerdings kaum halten lassen, da sich dieFrüchte nicht von den Rispen ablösen und vielfach im Frühling noch am Strauch hängen. Wahrscheinlicherdürfte die Annahme sein, dass die hell gefärbten, grossen Früchte wie z. B. bei Colutea arborescens undPhysalis-Arten ein gutes Anlockungsmittel für diejenigen Tiere sind, die die Samen ohne Schaden fressenund unverdaut wieder abgeben, wie das von Heintze für Astragalus penduliflorus nachgewiesen wordenist. Bildungsabweichungen sind besonders an den Laubblättern häufig zu beobachten, z. B. Verdopplungder Endblättchen, Gabelung derselben, Verwachsungen mit einem oder beiden benachbarten Seitenblättchen,gegabelte oder 3-teilige Seitenblättchen, Tutenbildung durch Verwachsung der Blättchenränder oder Becherbildungan den grannenartig über die Spitze der Blättchen vortretenden Mittelnerven. Bisweilen werden tetramereund hexamere Blüten beobachtet, ferner Fruchtknoten mit 3 Fruchtblättern und Umwandlung der Kronblätterin Staubblätter. Eichler (Blütendiagramme) und R. Wagner (Verhandlungen der zoologisch-botanischenGesellschaft in Wien, 1900) haben eine weitgehende Anisophyllie nachgewiesen. Die auf der Unterseite derLaubsprosse stehenden Laubblätter sind meist kräftiger ausgebildet als die der Oberseite; sie allein erhaltenAchselknospen oder ihre Achselknospen sind bedeutend grösser und kräftiger entwickelt, sodass durch mehr«mals nach derselben Seite der Achse sich entwickelnde Sprossgenerationen ein Sidielsympodium zustandekommen kann. Die rechts« und linksstehenden Laubblätter sind gleichmässig ausgebildet. Auch bei den trans»versal stehenden Laubblättern sind oft die nach vorn fallenden Blättchen bedeutend grösser als die übrigen.Die Keimreife der Samen denen übrigens nicht zu selten der Keimling fehlt wird nach Kinzel erstallmählich und spät, nach Eintritt kühlerer Tage erreicht, obgleich sich äusserlich völlig ausgebildete Samen schonvon Mitte Juli an vorfinden. Auf den Zweigen wurden die Ascomyceten Diapörthe robergeäna (Desm.),Di d y m o s pha 6ri a staphyleae Haszl., Dothidea staphyleae Allesch., Guignärdia staphyleaeHaszl. und Platystomum comprissum (Pers.), am Holze Välsa milli&ria (Fries) festgestellt.

Die an die Staphyleaceae anschliessende Familie der Icacinäceae oder Phytocrenaceae umfasstetwa 110 Arten und zwar meistens Holzgewächse (darunter Lianen mit zerklüftetem Holzkörper) mit fast stetsabwechselnden, krautigen oder lederartigen, meist ganzrandigen Laubblättern und kleinen, 5« oder 4.gliederigen,