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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fach 1 oder wenige, etwa 1 mm lang, kugelig oder feigen förmig» verkehrt=eiförmig, glänzend,kahl, hellbraun, mit kreisrundem, flachem, etwas vertieftem, scharf umrandetem, weissemNabel. V und VI.

Zerstreut und zumeist ziemlich spärlich sehr selten in kleinen Reinbeständenin Laub misch Wäldern, an Waldrändern, in Laubgebüschen, an Felsen, steinigen Hängen, Ufern,in Hecken ; von der Ebene bis in die unterste Bergstufe, in den Alpen etwa bis 600 m. Aufallen Gesteins=Unterlagen, aber Kalk bevorzugend.

In Deutschland nur im Osten und Süden einheimischi in Nieder»Sdilesien bei Löwenberg, Lieben«tal (ob noch?), Schönau, Jauer und Bolkenhainj im südlichen Süddeutschland im Elsass in der Rheinebene, inBaden im Seh warzwald. Vorland bei Istein, Kleinkems, in der Rheinebenebei Leopoldshöhe, Emmendingen, Durmersheim und Karlsruhe, amNeckar bei Hornberg (einheimisch?), im Schwarzwald bei Waldkirch,

Hühnersedel gegen Biederbach, Herthen am Dinkelberg, im Bodensee»gebiet bei Markdorl und Bodman; in Württemberg im Unterland (ein»heimisch?), im Schwarzwald bei Wildbad, Alpirsbach (wohl nicht wild),im Jura mehrfach, auf der Hochebene bei Rot, Weissenau, Waldburg,

Friedrichshafen, Betznau; in Bayern im Bodenseegebiet im RidcenbacherTobel, bei Reutin, Sigmarszell, Streitelsfingen, zwischen Weissensberg undSchönbühel, auf der oberen Hochebene in den Salzachauen bei Neuhofenunterhalb Burghausen, auf der unteren Hochebene bei Straubing, Au«holz bei Irlbach, im Bayerischen Walde bei Passau, im Neuburger Wald,

Obernzell, im Jura bei Neuburg a. d. Donau und bei Regensburg, imKeupergebiet in den Mainauen zwischen Untereuerheim und Horhausenbei Schweinfurt (zusammen mit dem seltenen Pilz Diapörthe Rober»giänaDesm.) und Münnerstadt (angepflanzt). Sonst häufig angepflanzt undhie und da verwildert, jedoch in manchen Teilen Norddeutschlands ganzfehlend. In Oesterreich im Rheintal des Vorarlberg ziemlich ver»breitet ; in Salzburg bei Salzburg, Hallein und Unker; in Oberösterreich zer»streut und dem Alpenvorland fehlend; in Niederösterreich verbreitetbis zu den Voralpentälern; in Böhmen am Chotobusch bei Krinec undbei Davle; in Mähren im mittleren und südlichen Teile häufiger, sonstverwildert bei Prossnitz, Sohle, Fulnek, Kremsier; in Ober» und Unter»

Steiermark und in Krain zerstreut; in Tirol kaum einheimischen Kärnten wild(wie Ilexl) fehlend. In der Schweiz in den Kalkvoralpen am Walen»see, im St. Galler Rheintal (eingebürgert), am Vierwaldstättersee undim nordwestlichen Jura häufig, im Baseler Rheintal und den an»grenzenden Hügeln (namentlich auf der linken Stromseite) verbreitet, in den meisten Kantonen nur zerstreutoder bisweilen selten, so im Kanton Graubünden, im Wallis nur bei Siders, in Appenzell bei Lutzenberg, imKanton Bern bei Soyhieres, in den Kantonen Genf, Tessin, Neuenburg und Zug ganz fehlend.

Allgemeine Verbreitung: Vom Gebiete der Karpaten und deren polnischen, gali=zischen, wolhynischen, podolischen (östlich bis Kiew), bessarabischen, rumänischen und unga=rischen Vorländern, sowie aus dem Balkangebiet westwärts vordringend bis Niederschlesien,den Nordrand der Alpen entlang bis zum Vierwaldstättersee und Jura bei Basel, der ober»rheinischen Tiefebene, Delle im französischen Departement Haut=Rhin, Montbeliard imDepartement Haute=Saöne und dem Maintal, südlich der Alpen bis zu den Südostalpen undbis zum Apennin (ausserdem vielfach aus Kulturen verwildert und stellenweise völlig ein=gebürgert); Transkaukasien, Armenien, Kleinasien, Syrien.

Staphylea pinnata gehört dem ostmediterran-pontischen Elemente an. Am häufigsten findet sich derthermophile Strauch an sonnigen, ziemlich trockenen Orten auf kalkreichen Unterlagen der Bergstufe derMittelgebirge und Alpen. Hier ist er meist ein Glied der Laubmischwälder vom Charakter des Eichen.Linden»Mischwaldes, so z. B. in den südöstlichen Kalkalpen, in den Sudeten und in Südmähren. Reichlich tritt er auch inden Eichenwäldern der Karpaten und der Illyrischen Gebirge, in den Strauch»Gesellschaften trockener undwarmer Hänge auf, wie z. B. in Niederösterreich in den Beständen von Prunus fruticosa, zusammen mitP. nana und P. spinosa, Crataegus monogyna, Rosa» und Rubus»Arten, Evonymus verrucosa, Viburnum

Fig 1837. Staphylea pinnata L. a Zweigim Winterstadium, b Knospen von der Seite.c Knospe von vorn, d Längsschnitt durch dieBlüte, eund /Staubblätter, g Griffel, h Frucht-knoten autgeschnitten mit Samenanlagen.i Samen, k Querschnitt durch die Fruchtwand(ß nach Baumgärtl).