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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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den Rippen oder überall ± behaart. Blütenstand wie bei S. trifolia, kürzer als die Laubblätter. Blüten weiss-,Staubbeutel deutlich bespitzt. Frucht breit.eiförmig, bis 8 cm lang. Heimat; Afghanistan und westlicher Himalaya.Wahrscheinlich in Kultur. S. trifölia L. (= S. trifoliäta Payer). Bis 4m hoher Strauch oder kleinerBaum. Laubblätter 3«zählig; Blättchen anfangs unterseits weichhaarig, ungleich bis doppelt gesägt, eiförmig.Fruchtknoten dicht behaart. Frucht bis 5 cm lang. Heimat : Nordamerika, von Quebek und Ontario bis Minne«sota, Süd.Carolina und Kansas. IV und V. Der schöne Strauch wurde schon in dem botanischen Gartender Fürstbischöfe zu Eichstätt 1597 unter dem Namen Pistacia oder Welsches Pimpernüsslein gepflegt und zähltauch gegenwärtig zu den häufigeren Arten in Ziergärten. Er entwickelt bisweilen Wurzelsprosse. S. Cöl»chica Stev. 2 bis 4- m hoher Strauch von der Tracht der S. pinnäta, aber die Laubblätter an den Blüten,zweigen oft sämtlich 3»zählig; Endblättchen der 5«zähligen Laubblätter oft fast sitzend; Blättchen breiter, mehrgenähert. Blüten in aufrechten bis überhängenden Rispen, fast doppelt so gross wie bei S. spinnata. Kelchblätterabstehend ; Diskus meist sehr schwach entwickelt. Staubfäden kahl. Frucht meist länger als breit, am Grunde ± keil,förmig verschmälert. Samen von der Grösse eines Pfefferkorns. Heimat: Transkaukasien, namentlich im west.ltchenTeile. Hierhergehören: var. Kochiäna Medwed. Staubfäden am Grunde oder bis über die Mitte behaart. var. laxiflöra Baas.Becking. Laubblätter an den Laubsprossen vorwiegend 3.zählig. Blütenstand einehangende, lang gedehnte, dünne, blütenarme Rispe. Staubfäden unten behaart. Griffel gewöhnlich 2. Blühtetwas früher als der Typus. Weitere Formen werden z. T. als Bastarde aufgefasst: S. Colchica Stev. X S.pin nata L. (= S. 6legans Zabel, =? S. Colchica Stev. var. Coulombi6ri Zabel). Blütenstand hängend, reichblühend.Kelchblätter weiss oder schwach rötlich oder (f. H e s s <5 i Zabel) stark gerötet. Frucht unentwickelt bleibend.

1869. Staphylea pinnäta L. Wilde Pimpernuss, Blasenstrauch, Paternosterbaum. Franz.:Staphylier, staphilin, faux=pistachier, pistadiier sauvage, pistolochier sauvage, nez coupe,patenötier; engl.: Shrubberies, bladder=nut, Job's=tears, Saint Antony's=nut; ital.: Pistacchiosalvatico, lacrima di Giobbe, Naso=mozzo. Taf. 179, Fig. 5; Fig. 1837 und 1838.

Das Wort Pimpernuss begegnet uns erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Es gehört zu mittel-hochdeutsch (auch jetzt noch bayrisch)pumpern" = klappern. Mundartliche Formen (ab und zu volks.etymologisch weitergebildet) sind: Pimpelsnoot (Niederrhein), Pimpelnuss (z. B. Oberhessen, Gotha),Pump elnu ss (Gotha), Pump er«, Bi b er n üs sli (Schweiz), Pumpernickel [bekanntlich auch Bezeichnungfür ein westfälisches Schwarzbrot] (z. B. Untere Weser, Schweiz), Pemmernüssl (Oberösterreich), Bemma.n i s s 1 (Niederösterreich), B i b e r 1 i [Bezeichnung für die Samen] (St. Gallen). In Schlesien heissen die SamenGlücksnüsschen; man trägt sieum Glück zu haben" bei sich, besonders in der Geldbörse. AndereBezeichnungen sind noch Judennütte (Braunschweig), Kläternöte [vgl. Corylus Avellana. Bd. III, pag. 71](Mecklenburg.Vorpommern), Maiblaumenböm (Braunschweig).

1,5 bis 5 m hoher Strauch oder kleiner Baum mit kahlen, höchstens anfangs behaarten,reichlich mit weisslichen Lenticellen besetzten, anfangs grünen, zuletzt glänzend braunenZweigen. Zweigknospen rundlich oder verkehrt=eiförmig (Fig. 1837 b, c). Laubblätter gegen»ständig, langgestielt, unpaarig gefiedert; Fiederblättchen 5 bis 7, mit sehr kurzem, behaartemStiel oder mit Ausnahme des Endblättchens sitzend, elliptisch bis schmal=eiförmig, bis 18 cmlang, vorn in eine schmale Spitze vorgezogen, scharf, klein und schmal gezähnt, oberseitssattgrün, gegen den Grund zu auf den Nerven mit kurzen, weisslichen Haaren, unterseitsbläulichgrün und auf den Nerven und am Grunde behaart, anfangs dünn und bis zur Blüte»zeit klein (bis etwa 6 cm lang), später fast lederig, steiflich, verkahlend. Nebenblätter schmal,stumpflich, hinfällig, diejenigen am Grunde der Blättchen sehr klein, nicht abfallend. Blütenin langgestielten, hängenden, aus gegenständigen Trugdolden zusammengesetzten Rispen auflangen, gegliederten Stielen. Kelchblätter 5, kronblattartig, länglidi=lanzettlidi, 8 bis 14 mm lang,gelblichweiss, an der Spitze etwas rötlich, kahl. Kronblätter länglich=lanzettlich bis verkehrt»eiförmig, nur wenig länger als die Kelchblätter, glockig zusammenschliessend, gelblichweiss,aussen oft etwas rötlich. Staubblätter 5, so lang wie die Kelchblätter. Griffel an der Spitzemiteinander verwachsen (Fig. 1837g); Narben kopfig. Frucht eine kugelige, birn» oder ver»kehrt=herzförmige, 3 bis 4 cm lange, meist 2=wülstige, häutige, aufgeblasene, blassgrünliche,zuletzt runzelige Kapsel; Fächer 2 bis 3; Fruchtblätter auf dem Rücken schwach gekielt, netz»nervig, durch den Griffelrest mit kurzem, aufgesetztem Spitzchen versehen. Samen in jedem