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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Lantana usw., in den Siebenbürgener Karpaten und im Banat nach H a y e k in den durch Cotinus Coggygria gekenn.

zeichneten Gebüschen, gemeinschaftlich mit Quercus pubescens,* Crataegus spec., Ligustrum vulgare, Fraxinus

Ornus, Carpinus Orientalis, Prunus dasyphylla, Acer Tataricum, Cytisus div. sp. Seltener ersdieint die Art

in Buchenwäldern, in Ufergebüschen, Auenwäldern, feuchten Schluchten oder an Felsen, wie z. B. am Vierwald»

stättersee zusammen mit Colutea arborescens, Coronilla Emerus, Fumana ericoides, Geranium sanguineum,

Vicia Gerardii usw. Aus der Kultur entwichen siedelt sie sidi gern an Waldrändern und in Hecken an. Die

Festlegung der Verbreitungsgrenzen des Strauches in Mitteleuropa stösst infolge der häufigen Anpflanzungen

und der damit in Verbindung stehenden Verwilderungen (oft durch Ausschlaglohden) auf grosse Schwierig»

keiten. Fossil wurde die Art bereits in präglacialen Ablagerungen Mitteleuropas festgestellt. Audi in den

der Bronzezeit zugehörigen Pfahlbauten von

Castione bei Parma wurden Samengehäuse auf.

gefunden. Die Kelten sollen den Strauch auf

den Gräbern ihrer Toten gepflanzt haben. Pli»

nius führt den Strauch unter dem Namen

staphylodendron nördlich der Alpen auf, ohne

jedoch irgend eine Verwendung für ihn anzu»

geben. In der St. Jakobskapelle zu Ermensee

im Kanton Luzern findet sich ein aus dem Anfang

des 16. Jahrhunderts stammendes plastisches Tafel»

werk, die Willisauer Legende von der Pimpernuss

darstellend, nach welcher ein Luzerner Pilger auf

der Wallfahrt nach St. Jakob Compostella in Spa»

nien allerhand Wunder erlebte und auf der Rück«

reise irgendwo einen Stab von einem Pimpernuss»

bäum abschnitt. Der daheim in die Erde gesteckte

Zweig wurzelte an und kam zur Blüte« und

Fruchtbildung. Die Legende berichtet anschlies«

send, dass die Früchtegut gegen Bauchgrimmen"

seien. Im Garten der Eichstätter Fürstbischöfe

wurde die schön blühende Pimpernuss bereits 1597

als Pimpernüsslein oder Staphylodendron gezogen.

Der aus Thüringen gebürtige Gelehrte Rostius,

dessen Herbar in Lund (Schweden) aufbewahrt

wird, nennt sie 1610 Sicomörus Pseudosyco»

mörus. Lonizer bezeichnet sie 1630 Pistäcia

Germänica und sagt von ihr:wachsen in teut»

sehen Landen, die nüsslein reinigen das Geblüt,

seynd warm und trudener". Th. Zwinger

schreibt in seinem Kräuterbuch vom Jahre 1696:

die süssen Kerne der Früchte bringen dem MagenFig . 1838. Staphylea pinnata L., kultiviert. TT .« 111 1 < « ^ 1 1

Phot. Dr. h. Gams, München. Unwillen und haben nodi keinen Gebrauch in

der Artzney". Nach seinen Angaben kam diePflanze in der Umgebung von Basel, bei Aarau, zwischen Solothurn und dem Schloss Waldenburg, ferner inDeutschland, Böhmen, Frankreich (?) und Italien vor. Wenn auch diese geschichtlichen Feststellungen eineneindeutigen Schluss auf die natürliche, westliche Verbreitungsgrenze nicht gewähren, so lässt sich doch gegen,wärtig beobachten, dass eine Erweiterung der Grenzlinie nach Westen zu vor sich geht, wofür auch das reich,liehe Vorkommen von verwilderten, sich anscheinend leicht einbürgernden und Jahr für Jahr gut fruchtendenSträuchern spricht. An gepflanzten Sträuchern werden sogar noch bei Christiania alljährlich Früchte beobachtet.Decker stellte im mittleren Odergebiete fest, dass sich die Früchte oft in grossen Mengen in den ange«schwemmten Genisten vorfinden, die das Hochwasser herabführt und später absetzt. Das sehr harte, schwerspaltbare, gelblichweisse, sehr dichte, gleidimässige Holz wird hie und da zu Drechslerarbeiten verwendet.Die süsslichen, fetten Samen geben ein gutes Oel, wirken aber gelinde abführend. Zur Blütezeit stehen dieKelchblätter wagrecht ab, während sich die Kronblätter aufrecht erheben und röhrenförmig Staubblätter undGriffel umschliessen. Da die Pollenkörner etwa gleichzeitig, wenn die Narben belegungsfähig sind, reifen undfreigegeben werden, und die Staubblätter häufig die Narben überragen, so ist Selbstbestäubung die Regel,zumal die Staubbeutel nach innen aufspringen. Daneben wird nach K n u t h durch Syrphiden und Musciden,die dem von dem nach innen vertieften, nach aussen wulstigen Diskus ausgeschiedenen Honig nachstellen,