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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Amerika auf. Die durch etwa 11 Arten bekannte Gattung S t a p h y I e a bewohnt zum grössten Teil die nörd«liehe gemässigte Zone, 1 oder 2 Arten Mexiko, eine weitere Peru. Die beiden letztgenannten Gattungen bildendie Unterfamilie der Staphyleoxdeae, die sich durch gegenständige Laubblätter und mehrere bis vieleSamen in jedem Fruchtfach auszeichnen, während die übrigen Gattungen wechselständige Laubblätter und jeeinen Samen in je einem Fruchtfach aufzuweisen haben und die Unterfamilie der Tapiscioideae zusammen»setzen. Von letzterer findet sich als seltenes Ziergewächs in Gärten: Euscäphis staphyleoides Sieb etZucc., ein Hochstrauch mit kahlen, rundlichen Zweigen, kahlen, (5=) bis 7» bis 9»zähligen, bis 25 cm langen,oberseits dunkelgrünen, unterseits hellergrünen, scharf gesägten Laubblättchen, unansehnlichen gelbgrünenBlüten und aus 1 bis 3 spreizenden Balgfrüchtchen bestehenden Früchten. V. Die Staphyleaceenzeigen, wie Eichler und Radlkofer eingehend gezeigt haben, sehr enge verwandtschaftliche Beziehungenzu den Celastraceen und unterscheiden sich von diesen im wesentlichen nur durch den Besitz gefiederterLaubblätter. Diese Auffassung ist auch durch die serodiagnostischen Untersuchungen von Hoeffgen bestätigtworden. Sie können dementsprechend als ein von den Celastraceen ausgehender Seitenzweig aufgefasst werden(vgl. Bd. IV, 3, Fig. 1608). Von den in der Tracht ähnlidien Familien der Terebinthales unterscheidensie sich durch das Fehlen jeder inneren Sekretbehälter. Die von Bentham«Hooker und Baillon ange»nommene enge Verwandtschaft zu den Sapindales erscheint auf Grund des reichlich entwickelten Nährgewebes,des zwischen dem Staubblatt» und Fruchtblatt-Kreis eingefügten Diskus, des geraden Keimlings, sowie einigerweiterer bezeichnender Unterschiede im anatomischen Aufbau nicht wahrscheinlich. Innere und äussere gemein»sarae Merkmale fehlen vollständig. An Stelle des gemischten und zusammenhängenden Sklerenchymringes imPerizykel finden sich nur einzeln stehende, primäre Bastfasergruppen. Als Familiencharakter ist nach Solerederferner noch die Neigung zur Bildung leiterförmiger Gefässdurchbrechungen zu bezeichnen. Die 2 Unterfamiliensind anatomisch dadurch geschieden, dass bei den Staphyleoideae das Holzparenchym deutliche Hoftüpfel be»sitzt, während es bei den Tapiscioideae einfache Tüpfelung aufweist.

CCCCLX. Staphylea 1 ) L. Pimpernuss, Blasenstrauch. Franz.: Staphylier;engl.: Bladdernut; ital.: Lacrime di Giobbe.

Sommergrüne Sträucher oder Bäume mit gegenständigen Zweigen und gegen»ständigen, unpaar gefiederten, 3= bis 7=zähligen, gestielten Laubblättern. Nebenblätterlineal, abfallend. Blüten in aufrechten oder hängenden, rispigen oder traubigen Blütenständen,5=zählig, auf gegliederten Stielen, mit je 2 Vorblättern. Kelchblätter 5, kronblattartig, ab»fallend. Kronblätter 5, aufrecht, wie die Kelchblätter in der Knospenlage dachig. Staub»blätter 5; Staubfäden pfriemlichStaubbeutel mit 2 parallel verlaufenden Fächern. Frucht»blätter 2 bis 3, meist nur am Grunde, seltener ganz verwachsen; Samenanlagen in jedemFruchtfach 2=reihig, aufsteigend oder wagerecht. Diskus 5=lappig. Griffel 2 bis 3, frei oderoben verbunden; Narben kopfig. Frucht eine dünnhäutige, aufgeblasene, 2» bis 3=lappige,2= bis 3=fächerige, an der Spitze nach einwärts aufspringende Kapsel. Samen 1 bis wenigein }e einem Fach, kugelig, mit steinharter Samenschale und grossem, gestutztem Nabel.

Von den etwa 11 Arten der Gattung werden gegenwärtig fast alle mit Ausnahme der 2 mexikani»s ehen Arten und der 1 peruanischen Art in Gärten, Anlagen und in Hecken gezogen. S. Bolanderi Gray.Hochstrauch mit olivgrünen oder gelblichen, 1.jährigen Zweigen. Laubblätter 3»zählig, kahl; seitliche Teilblätt«chen fast sitzend, das endständige bis 18 mm lang gestielt und bis 6,5 cm lang, breit-eiförmig, grob gezähnt.Kelch, Krone, Staubblätter und Griffel ungleich lang, die Kelchblätter am kürzesten und Staubblätter und Griffeldie Kronblätter überragend. Staubblätter kahl. Heimat s Kalifornien. Im Gebiete selten gezogen, aber fürwarme Lagen recht geeignet. S. Bumälda Sieb, et Zucc. Niedriger, zierlicher, bis 1,5 m hoher Strauch.Laubblätter bis 4cm lang gestielt, eiförmig; Teilblättchen oberseits tiefgrün, jung blasig behaart, unterseitsheller grün, schwächer behaart, später verkahlend, entfernt gezähnt, mit feinen, aufgesetzten Zähnchen. Blüten«stand aufrecht. Kelch und Krone etwa 7 mm lang. Fruchtknoten i kurz gestielt, im oberen Teile behaart.Frucht kaum aufgeblasen. Heimat: Südliches Japan, Nordost» und MitteUChina. VI. Der Strauch kam1812 zum ersten Mal nach England. S. Emödi Wall. Hochstrauch oder kleiner Baum von der Tracht derS. trifölia, aber üppiger. Zweige kahl, die l.jährigen ± bereift. Laubblätter dünn, bis 13 cm lang gestielt;Blättchen ei.elliptisch, am Grunde i rundlich oder stumpfkeilig, unterseits rfc weissgrau bereift, nur an

') Staphylodendron (griech. aiatpvhq [staphylo] = Traube und #ivä(>ov [dendron] = Baum), Name desStrauches bei P1 i n i u s (Nat. hist. XVI, 69), wegen der traubig angeordneten Blüten.