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Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa, nördlich bis Irland, Schottland, Däne*mark, Südschweden (bis zum 58.° nördl. Breite), Alands=Inseln, Oesel, MitteM.ivland, Witebsk,,Südrjäsan, Mitteltambow und Süd\vest=Pensa, südlidi bis zum Gebiet der baumlosen Steppeund bis zur Krim; Westsibirien, Kleinasien, Kaukasus, Turkestan.
Zeigt nach Rouy und Foucaud folgende Gliederung : 1. var. genüin a Rouy et Foucaud (? —var.latifölia Dippel). Laubblätter eiförmigdanzettlich, spitz, bis 6 (7) cm lang. Blütenstiele 2» bis 4»blütig. Kapselmittelgross. Häufigste Form, Hieher gehören : f. leucocärpa (DC.) Rouy. Frucht bleich. Samen und Samen»mantel weiss. — f. atrortibens C. K. Schneider (= var. früctu atropürpureo hört.). Frucht dunkelrot. —2. var. angustifölia Schultz. Laubblätter schmäler, länglichdanzettlich, lang zugespitzt, bis 7 cm lang. Blüten«stand 2. bis 4»blütig. Frucht meist kleiner. — 3. var. intermedia Gaudin (= var. macrophylla Schleicher,= var. oväta Dippel). Laubblätter breit=eiförmig bis eilänglich, denen von E. latifölia ähnlich, die grösstenbis 16 cm lang und 7 cmbreit. Blütenstände 2« bis4.blütig. Früchte fast ebensogross wie bei E. latifölia, bisüber 15 mm im Durchmesser.
Samen bis über 7 mm lang.
Im Wallis und Tessin angleichen Standorten wie dievar. genüina und durchi Uebergangsformen mit die»
ser verbunden. — 4. var.multiflöra (Opiz). Laub»blätter eiförmig»lanzettlich,zugespitzt, die grössten 6 bis7 cm lang. Blütenstände viel»blutig. Frucht kleiner als beider var. genuina. — Fernerdie bunten Formens f. va»r i e g ä t a (Dipp.). Laubblät«ter gelblichweiss gezeichnet.
— f. atropürpurea(Rehd.). Laubblätter schmal,anfangs grün, später pur»purn. — Auch Formen mitl panaschierten Laubblättern
kommen vor. — In den For«menkreis der E. Europaea im weiten Sinne zählen eine Reihe noch nicht eingehend genug geschiedener Formen,so die westchinesische E. Przewälskii Maxim., die noch völlig unklare E. Hamiltoniäna (Wall.) Maxim.,die wahrscheinlich dem Himalaya eigen ist (1825 eingeführt), E. Maäcki Rupr. aus der Mandschurei, E. Bul»gdrica Velen., vielleicht nur eine geographische Rasse von E. Europaea, und E. velütina Fisch, et Mey.aus Armenien, Transkaukasien und Nordpersien.
Evonymus Europaea im engeren Sinne gehört dem eurosibirischen Florenelement an. Am häufigstenkommt der sehr ausschlagfähige Strauch auf frischem bis ziemlich trockenem, etwas humosem, kalkreichemBoden sonniger Lagen in lichten Laubmischwäldern von Eiche und Linde, in reinen Eichen» oder Erlenbeständen,seltener in Knicks, Buchenwaldlichtungeni,oder unter Föhren vor. In Mitteleuropa findet er sich auch sehr gern indornigen Gebüschen trockener Südhänge, zusammen mit Prunus spinosa, Rosa canina, Ligustrum vulgare,Cornus sanguinea, Rubus»Arten usw., an der Ostsee in Dünentälern mit Weidengestrüpp. Weiter im Südengehört er auch den ^otinus Coggygria-Beständen der südöstlichen Karpaten, dem illyrischen Karstwald, denEichen, und Corylus.Buschwäldern der Südalpentäler, den Lorbeerwäldern der Quarnerosdiluchten usw. an.Sein häufiges Vorkommen in den Hecken vom Typus des Berberis.Rosengebüsches, z. T. auf Lesesteinhaufenzwischen Aeckern, auch auf Weiden, an alten Mauern und sogar epiphytisch auf Weidenstümpfen darf wohlzum grossen Teile auf die Verschleppung durch Vögel zurückgeführt werden. Vor allem das Rotkehlchen,dann Elstern und Drosseln sollen für die bunten Lockfarben der im August aufspringenden Früchte eine gewisseVorliebe zeigen, aus deren roten Kapseln die an Fäden aufgehängten, lebhaft gelbrot gefärbten Samen sehrwirkungsvoll hervorleuchten. Die Samen keimen nur langsam — nach K i n z e 1 erst vom 5. Jahre an — und