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land), Chrälleli, Hals.Chralle [Koralle] (Sdiweiz), Batterie [Rosenkranz, vgl. Bd. 1, S. 261] (fränkisch),Rosenkranzblum (bayer. Schwaben), Gelsenschinken (Eifel), Gockeleskern (Schwäbische Alb),Kattenklauen (Elberfeld), B umb es c hl egeli (Zürcher Oberland), Judenkirsche (Thüringen), Rut.katlabeem (Schlesien), Rätkaelchenbrot (Nordthüringen). Lüs>Beeri (Schweiz) erklärt sich aus derVerwendung der Früchte gegen Ungeziefer. Im romanischen Graubünden heisst der Straudi caglia dacapiallas de prers.
Sommergrüner, bis 6 m hoher Straudi oder kleiner Baum mit sparrigen, grau» oderrotbraunen Aesten und anfangs grünen, später braungrünen, abgerundet 4=kantigen, bisweilengeflügelten Zweigen. Korkwarzen an den 1 »jährigen Trieben nur am Grunde. Seitenknospenden Zweigen anliegend, spitz=eiförmig (Fig. 1832 b). Knospenschuppen') am Rande häutig,
fein gewimpert. Laubblätter auf 5 bis 10 mmlangen, rinnigen Stielen, bis 10 cm lang und bis3,5 cm breit, länglich=lanzettlich oder länglich=ei=förmig, ± lang zugespitzt, am Grunde keilförmig,am Rande fein gekerbt»gesägt, kahl, auf den Ner=ven hin und wieder papillös, oberseits sattgrün,unterseits bläulidigrün. Blüten in blattachselstän»digen, etwa 1 bis 3 cm lang gestielten, 3= bis 9=blütigen Trugdolden, zwitterig, bisweilen durchVerkümmerung des einen Geschlechtes l=geschlech=tig. Kelchblätter meist 4 (5), kreisrundlich, etwa1 mm lang. Kronblätter 4 (5), 3 bis 5 mm lang,3=eckig=eiförmig bis eilänglich, am Rande fransig,oberseits gegen den Grund zu papillös, grünlich»weiss. Staubblätter 4 (5), mit etwa 1,5 mm langenStaubfäden. Kapsel 4= (5=)kantig, 1 bis 1,3 mmlang, an den Kanten abgerundet, rosen» oderkarminrot. Samen eiförmig, 6 bis 7 mm lang,weisslich, von dem orangeroten Samenmantel voll»ständig umschlossen. — V bis VII.
Verbreitet, aber selten in Menge, auffeuchten bis ziemlich trockenen, steinigen, aberhumosen, seltener rein mineralischen Böden in Wäl»Fig. 1832. evonymus europaea l. a zweig im Winter- dem, Gebüschen, an Felsen, auf Weiden, an Ufern,
zustande. b Triebspitze mit Knospen. c Abschnitt . tt 1 xt j r?t_ i_- • j-
eines jungen Zweiges, d Querschnitt durch einen jungen in flCCKCH, 3.11 Müllem ; VOI1 der .ebene blS III die
Zweig. . A / Aufgesprungene, entteerte mQntane Stufe der Mittelgebirge Und der Alpen.
Im Bayerischen Wald bis etwa 700 m, in denBayerischen Alpen bis 800 m, in Nordtirol bis 1245 m, in Graubünden (bei Riein im Lugnez)bis 1200 m, in den Urneraipen bis 1245 m, im Wallis bis 1000 m, im Tessin bis 700 m. Aufkalkreichen Unterlagen meist häufiger als auf Urgesteinsböden.
In Deutschland verbreitet) nur am Niederrhein und in den höheren Teilen der Mittelgebirge (imOberharz, in den höheren Berggegenden Westfalens, in denen des Fichtelgebirges, der Sudeten und in den Alpen)zerstreut s auf den Nordfriesischen Nordseeinseln ganz fehlend. — In Oesterreich verbreitet, nur in denhöher gelegenen Zentralalpen zerstreut oder stellenweise fehlend. — In der Schweiz verbreitet, aber eben,falls in den Zentralalpen zerstreut und in ihren oberen Tälern ganz fehlend, so z. B. im Engadin (im Inntalin Tirol nur bis Pfunds), im Wallis (nur bis Siders) und im Berner Oberland.
') Die Knospenschuppen entsprechen nach Brick ganzen Laubblättern.