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zuweilen gelbgrün. Frucht dicht«höckerig, rot. Samen weissj Samenmantel orangerot. — VI. Hierhervar. angustifölia Wood. Laubblätter schmal, i linealisch, fast Wintergrün, oberseits braungrün. Heimat:Nordamerika vom südlichen New.York bis Florida, Nebraska, Texas, die Varietät im südlichen Teil desVerbreitungsgebietes. Seltener sind: E. obovdta Nutt., E. Yedoensis Koehne, E. p 1 an 1 pes Koehne,E. hians Koehne.
Das Holz der Evonymus.Arten ist nach Uspensky dadurch leicht kenntlich, dass die Gefässgliederlänger sind als die Fasern des Libriforms. Teratologische Abweichungen wurden nach der Zusammen.Stellung von Penzig bei der Gattung Evonymus vielfach beobachtet. Als klassisches Beispiel für Polyembryo«nie gilt E. latifolia. Audi bei E. Europaea und E. Americana wurde sie festgestellt. Von E. Europaeasind verkehrt gewachsene Keimpflanzen bekannt. Bei dieser Art sind auch die Blüten häufig 5«gliederig. DieZahl der Fruchtblätter sinkt bei E. atropurpurea häufig auf 3 oder sogar 1 herab. Die Laubblätter zeigen bisweilennicht die gewohnte gegenständige Blattstellung, sondern alternieren 2.zeilig (E. Europaea und E. verrucosa)oder werden quirlig oder spiralig (E. Japonica), wobei in beiden letztgenannten Fällen die gabelspreitigenLaubblätter nicht selten auch an den Uebergangsknoten zu finden sind. Bei E. latifolia treten oft 3.gliederigeQuirle auf. Bei verschnittenen Zweigen von E. Japonica erhielt G a b e 11 i stark verbildete Laubblätter, diez. T. gegabelte Spitzen besassen oder zu Ascidien ausgebildet waren oder solche an der Spitze trugen. Ver.wachsungen zweier Laubblätter mit der Rückenseite, längs der Mittelrippe oder seitlich sind bei derselbenArt, sowie bei E. latifolia beobachtet worden. Verbänderungen von Zweigen treten oftmals auf; bei E. Japonicasind sie einfach, platt oder schneckenförmig gerollt oder flächenförmig ausgebreitet und entstehen gern bei Ver»letzungen. Auch Luftwurzeln wurden bei dieser Art beobachtet.
Die in Mitteleuropa einheimischen Arten lassen sich folgendermassen trennen:
1. Zweige fast stielrund, dicht mit schwarzen Korkwarzen besetzt (Fig. 1834 a). Blüten mit dicht undfein rotpunktierten Kronblättern. Frucht mit kugeligen, schwarzen, vom scharlachroten Samenmantel nur halb«bedeckten Samen E. verrucosa nr. 1867.
1*. Zweige 4-kantig oder fast stielrund, glatt, ohne schwarze Korkwarzen. Blüten mit grünlichen Krön«blättern. Frucht mit eiförmigen, weisslichen, vom orangeroten Samenmantel vollständig umhüllten Samen . . 2.
2. Junge Zweige 4«kantig (Fig. 1832 c, d). Laubblätter klein, über dem Hauptnerven unterseits meist mitPapillen; Epidermiszellen mit geraden Seitenwänden. Kronblätter meist länglich. Frucht stumpfkantig.
E. Europaea nr. 1866.
2*. Junge Zweige etwas zusammengedrückt (im Querschnitt nicht quadratisch). Laubblätter gross, ohnePapillen über dem Hauptnerven der Unterseite; Epidermiszellen mit wellig«gebuchteten Seitenwänden. Krön,blätter meist 5, rundlich. Frucht an den Kanten geflügelt E. latifolia nr. 1868.
1866. Evonymus Europaea L. (— E. vulgaris Miller). Pfaffenkäppchen, Pfaffenhütchen,Pfaffenrösel, Käppchen, Gemeiner Spindelstrauch. 1 ) Franz.: Fusain, cherme, chermine, bonnetcarre, bonnet de pretre (im Wallis bou carro [= bois carre]; engl.: spindle=tree, prickwood;ital.: Fusaria, fusaro, fusaggine, fussarina, Cappel da pret, berettino da prete; die Frucht imTessin: lumaghin dell'oli, beretin da prevet. Taf. 179, Fig. 3; Fig. 1830, 1832 und 1833.
Der Name Spindelbaum (althochdeutsch spi[nni]lboom) rührt daher, dass man das Holz desStrauches zu Spindeln verwendete: SpiIIbom (niederdeutsch), Spin die (Thurgau). Ebenso deuten auf dieVerwendung des Holzes (zu Schuhzwedcen usw.) hin: Schumakers, Schohmakerspiggholt, Piggeholt(Westfalen), Pinnholt (Westfalen), Plockholt [Plocke = Schuhzwecke] (Altmark), Pluggenholt (Westfalen),Schuenegeliholz, Zweckholz (Schweiz), Lepelholt (Schleswig). Die meisten Benennungen sind Jedoch von derGestalt der Früchte hergenommen. Häufig werden sie mit dem Barett der (katholischen) Geistlichen verglichen, mitGebäckformen, mit den Hoden gewisser Tiere usw.: Papenmütze (Göttingen), Pfaffenkäppchen (invielen Mundarten), Paterkapl (Niederösterreidi), Pfaffenschläppla (bayr. Schwaben), Heerächäppli(Schweiz: Zug); Bräzeliholz [Bretze] (Thurgau), Butschellaholz (St. Gallen), Mütschela, Mütsche»lesholz [Mutschellen = vierteiliger Wedcen] (Schwäbische Alb), Westeleholz [Wästele = kleines Milchbrot](Elsass), Papmkl&tn (Kr. Jericho), Pfaffehödili (Schaffhausen), Paapehöttche (Niederrhein), Papen.hötken [wohl erst nachträglich an das unverfängliche „Hütchen" angelehnt; vgl. auch Colchicum autumnaleBd. II pag. 196] (Westfalen), Pogg'nklöt (Altmark), Hunek 1 ötn (Kr. Jericho), Haneklöt (nordwestl. Deutsch.
') Bei der heiligen Hildegard von Bingen heisst der Strauch Spinelbaum, im niedermittel.deutschen Gothaer Arzneibuch aus dem XV. Jahrhundert Kattenkloyt,im Hortus Thalianus Evo»nymus Theophrasti.