_ -
■.*'v-5>
248
gerandet. — f. medio.picta (Rehd.). Laubblätter in der Mitte mit gelbem Fleck. — f. pällens (Carr.)(= var. flav^scens hört.). Laubblätter in der Jugend bleichgelb. — f. aürea (Rehd.). Wie vorige, aber sattergelb und rascher grün werdend. — f. viridi-variegäta (Rehd.) (= var. macrophylla aureo«maculata hört.).Eine Form der var. macrophylla, deren Laubblätter in der Mitte gelb und grün gezeichnet sind. Die in Japan,Korea, Nordost, und Mittelchina heimische Art wurde 1804 in Europa eingeführt und ist heute ein sehr beliebterZierstrauch, der besonders im Süden, im Mittelmeergebiet sowohl wie in Südtirol (bis 650 m Höhe) und im Tessinvielfach angepflanzt wird, in Deutschland aber in kalten Wintern bei Freistand die Laubblätter verliert und inder Regel unter einem sehr schädlichen Mehltau, sowie einem ganze Zweige befallenden Russtau leidet.Verwildert findet er sich z. B. bei Meran und Bozen, wo er sich z. T. selbst aussät. Er wird sowohl im Frei«stand verwendet als auch als Heckenstrauch, da er sich leicht zurückschneiden lässt. Nicht selten dient er alsimmergrüner Grabschmuck, vor allem als Schnittgrün. Temperaturen bis — 8° verträgt er noch ohne Schaden. —E. radicans Miq. (= E. Japönica Thunbg. var. grdcilis Dipp.). Sehr vielgestaltiger Strauch mit wurzelndenund klimmenden Aesten. Junge Zweige graugrün; Knospen spitz.eiförmig, die endständigen bis 12 mm lang.Laubblätter rundlich-eiförmig, bis 5 cm lang, mit undeutlichen Nerven, oberseits dunkel», unterseits bleichgrün.Blütenstände 7« bis 15»blütig. Blüten 4«zählig, grünlichweiss. Frucht grünlichweiss oder rötlich; Samen gelblich«weiss; Samenmantel orangerot. — VI. Der Typus wird als var. viridis Regel bezeichnet. Zu diesem ge°hören eine Reihe bunter Formen, bei denen die Laubblätter teils weiss« (f. grdcilis Rgl.), teils rosa. (f. röseo«marginäta Rehd.) berandet sind oder längs der Nerven weisse Zeichnungen aufweisen (f. reticuldtaRegel). — var. Carrier6i Nich. Laubblätter mehr eiförmig oder länglich.elliptisch, oberseits glänzendergrün. Tracht dichtstrauchig. —var. v6geta Rehd. Niedriger, ausgebreiteter, ästiger, bis 1,5 m hoher Strauch;die untersten Zweige niederliegend und wurzelnd. Laubblätter der aufstrebenden Zweige breit.eiförmig bisfast rundlich, bis 4 cm lang. Heimat: Japan. Der Strauch wurde 1862 nach Europa gebracht und dient bis«weilen, da er leicht verschneidbar ist, wie Buxus sempervirens besonders zu Beet«Einfassungen oder zumSchmuck von Felsgruppen und Steinbänken. Er ist in Mitteleuropa winterhart, erfordert aber im nördlicherenGebiete eine leichte, winterliche Schutzdecke. — E. atropurpürea Jacq. 1 bis 7,5 m hoher Strauch oderkleiner Baum mit bis 13 cm langen, elliptischen, unterseits kurzhaarigen Laubblättern und dunkelrotbraunen oderdunkelpurpurfarbenen Blüten. Staubbeutel dunkel.purpurn. Frucht hellpurpurn, lang hängend bleibend. Samenhellbraun; Samenmantel scharlachrot. — V und VI. Ein beliebter, winterharter Zierstrauch aus Nordamerika, derin die nähere Verwandtschaft von E. Europaea gehört und 1756 eingeführt wurde. — E. ndna Bieb.(= E. rosmarinifölia hört., = E. angustifölia hört., — E. linifölia hört.). Ein 30 bis 80 cm hoher Strauch mit schmal«lanzettlichen oder linealischen, etwa 3 cm breiten, ganzrandigen oder undeutlich gesägten, oberseits dunkel«grünen, am Rande ± umgerollten, lederigen Laubblättern. Blütenstände 1« bis 3»blütig. Blüten braunrot oderdunkelpurpurn. Frucht hellkarminrot. Samen purpurbraun, vom orangeroten Samenmantel nicht vollständigumhüllt. Eine grossblätterigere Form ist die var. Koopmdnni (Lauche) Beissn. Heimat: Podolien, Bessarabien )Kaukasus, Turkestan, Mongolei und China. Der zierliche Strauch gilt als ganz winterhart und wird seit etwa1830 in Europa in Gärten gezogen, wo er sich besonders für Felsgruppen eignet. Nach Klinge (bei Koppen)eignet er sich auch sehr gut zur Befestigung von Sandflächen, Bahndämmen, Böschungen usw. Bisweilen wirder auf E. Europaea veredelt und 'besitzt dann zierliche hängende Zweige. In Bessarabien wächst die Art inErlen» und Weidengebüschen an Flussufern. Aus Podolien wird sie von Scafer (Pflanzengeographische Kartevon Polen, 1914) als Relikt eines Macdiien.Dickichtes an der Küste des ehemaligen sarmatischen Meeres auf«geführt. Auch im Kaukasus wird sie hie und da gepflanzt. — Seltenerfinden sich in Kultur: E. stridta Loes.(— Celastrus striatus Thunb., = C. aläta Thunb., = E. Thunbergiäna Bl.), ein interessanter, winterharter, ost»asiatischer Hochstrauch mit bis zum 2. Jahre grünlichen, später deutlich korkflügelig') werdenden Zweigen.Laubblätter kahl, fein und scharf gezähnt. Frucht braunrot. Samen braun; Samenmantel mennigrot. —V, VI. — E. Bungeäna Maxim. (= E. micrdnthus Rehd.). Ein 3 bis 5 m hoher Strauch mit fein, aber meiststumpf gesägten, oberseits hellgrünen, grau oder bläulich überlaufenen Laubblättern, purpurnen Staubbeuteln,bleichgelbgrüner Frucht, gelben oder purpurfarbenen Samen und orangerotem Samenmantel; letzterer obenmeist offen. Heimat: von Turkestan ostwärts bis zur Mandschurei. — VI. 1890 eingeführt. — E. oxyphyllaMiq. Kahler Strauch mit 4«seitigen oder rundlichen, anfangs grünlichen, später bräunlichen Zweigen. Blütengrünlich oder leicht rosa. Staubbeutel gelblichweiss. Frucht glatt, fast kugelig, dunkelrot. Samen hellgrau;Samenmantel gelbrot. V. Heimat: Japan, Korea. — E. Americdna L. Bis 2,4 m hoher Strauch mit4«kantigen, grauen Zweigen. Laubblatter derb, lanzettlich, fein gekerbt, oberseits sattgrün, unterseits bleicher,
') Die Bezeichnung „korkflügelig" ist im wahren Sinne des Wortes bei den Evonymus.Arten nichtzutreffend, da die Peridermflügel der Achsen aus locker=verholztem, nicht verkorktem (phelloidem) Gewebebestehen. Die Breite und Beschaffenheit der Leisten ist von Licht und Schatten abhängig, indem die Leisten anbesonnten Zweigen viel höher und lockerer als an beschatteten werden.