Griffel umgebenden Diskusscheibe abgesondert. Die Samen dürften in vielen Fällen durch Vögel verbreitetwerden, die durch die 'auffallende Farbe des Samenmantels und der Früchte selbst angelockt werden. DasHolz vieler Arten wird von Drechslern [und Bildschnitzern geschätzt. Die nordamerikanische E. atropur.pürea Jacq. enthält in den Zweigen das toxische Glykosid (?) Evonymin, Asparagin, Pektin, Stärke, fettes Oel,Wachs, vier Harze, Calcium» und Mangan.Malat»Citrat« und Tartrat, „Evonsäure", Aluminium«, Calcium, undEisen.Phosphat und Calcium, und Kalium-Sulphat und wird zu Heilzwecken bei Verdauungsschwächen ver.wendet. Die Wurzelrinde, die ein;Älkaloid und ein Glykosid, 1 ) nicht näher bekanntes, kristallinisches Atro.purpurin, sowie Harz, Fettsäuren u. a. m. enthält, liefert die Cörtex Evönymi atropurp. rädicis, eine unterdem Namen Wahoorinde bekannte Droge;auch E. Americäna L. wird pharmazeutischverwertet. Aehnliche Verwendung findet beiindischen Sektierern der innere Teil der Rindevon E. tingens Wall. Der Arillus und dieRinde verschiedener anderer indischer Artenwird von den Eingeborenen zu kosmetischenZwecken gebraucht. Das Samenöl der Evo.nymus.Arten ist wegen seines Gehaltes anroten Farbstoffen, bitteren Harzen, Essigsäureund freier Benzoesäure für den menschlichenGenuss nicht verwertbar. Nach F. Kann,giesser sind die Samen sogar giftig. — DieEntstehung der Spaltöffnungen wurde zuerstvon R. C h o d a t beschrieben und später vonL. Rehfous weiter verfolgt. Zunächst wird inder Mitte der Spaltöffnungsmutterzelle einesenkrechte, pektinhaltige Scheidewand gebildet )die sieh — unter gleichzeitiger Verdickungder oberen und unteren Zellwand der Mutter,zelle — längs aufspaltet. Dann bildet sichder durch eine schwache, erhöhte und späterkutinisierte Membran nach aussen abgeschlos.sene Vorhof, während sich unterhalb derSdiliesszellen die Atemhöhle entwickelt. Be»wegungsfähige Nebenzellen ermöglichen letz,terer, sich unter der Epidermis auszudehnen.
Im Herbst sinken die Atemöffnungen kurzvor dem Abfallen der Laubblätter zusammenund werden z. T. durch Ablagerungen, dieden Gasaustausch hindern, verstopft. Diesevon Rehfous im besonderen bei E. Japo»nica nachgewiesenen Verhältnisse finden sich mit geringen Ausnahmen auch bei E. verrucosa, E. Europaea,E. latifolia und E. macroptera var. Mäckii Rupr., ferner bei Celästrus Europeeus L. und Cätha edülis Forsk.und dürften für alle Celastraceen bezeichnend sein.
Die häufiger in Gärten oder Anlagen gezogenen Evonymus-Arten sind folgende: E. Japönica Thunb.(Fig. 1831). Aufrechter, bis gegen 8 m hoher, kahler Strauch mit schwach-kantigen Zweigen und grünen, läng«liehen, spitzen Knospen. Laubblätter auf 5 bis 15 cm langen Stielen, ± elliptisch, ziemlich veränderlich imUmriss, bis 10 cm lang, vorn stumpflich, am Grunde keilförmig, immergrün, lederig, oberseits glänzend«,unterseits bleichgrün, stumpf.gesägt. Blütenstände 5« bis mehrblütig. Blüten weiss oder grünlichweiss. Kapselhellkarminrot. Samen weiss; Samenmanlel rot. — VIII, IX. Umfasst ausser der typischen Form folgende Ab«arten: var. macrophyIIa Sieb. Laubblätter gross, bis 10 cm lang, eiförmig. — var. microphylla Sieb.(= E. Japonica angustifölia hört., = E. pulchdla hört., = Etirya microphylla hört.). Laubblätter klein, schmal,länglich oder länglich.lanzettlich. — var. columnäris Carr. (= var. pyramidalis hört.). Wuchs aufrecht,i pyramidal. Laubblätter breit.oval. — Ausserdem werden an bunten Formen unterschieden: f. arg6nteo»variegäta (Regel). Laubblätter weiss.gefleckt und berandet. — f. aüreo«variegdta (Rgl.) (= var. aüreo.maculäta hört.). Laubblätter gelb gezeichnet. — f. älbo.marginäta (Rehd.) Laubblätter schmal weiss.
Fig. 1831. Evonymus Japonica Thunb. a Fruchtzweig, b Samenc Querschnitt durch die Frucht, d bis g Querschnitte durch die Spalt-öffnung ( d und e Junge Spaltöffnungen in Entwicklung; /völlig ausgebildeteSpaltöffnung; g Verstopfte Spaltöffnung kurz vor dem Abfall des Laub-blattes). (Figur d bis g nach Rehfous).
*) Nach T s c h i r c h ein strophantinartiges Herzgift