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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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4*. Blütenstand nur 5 bis 10 cm lang, zuweilen etwas verästelt, aufrecht. Junge Zweige ohne deutlichhervortretende Lenticellen, kahl. Laubblätter oval oder elliptisch, 5,5 bis 10 cm lang und 2,5 bis 5 cm breit.Blüten etwa 4mm im Durchmesser. Frucht orange; Samenmantel scharlachrot. C. scändens L. VI.In Nordamerika von Quebeck bis Nord.Carolina, Manitoba, Kansas, India.Territorium und Neu-Mexiko ein.heimisch; im Gebiet seit langer Zeit als winterharter Schlinger gezogen. Turin beschreibt eine Blüte dieserArt, bei welcher aus den Achseln der Kronblätter 5 kleine, neue Blüten hervorgegangen waren.

CCCCLIX. Evönymus 1 ) L. Spindelstrauch. Franz.: Fusain, bonnet carre;engl.: Spindle-tree, dogwood, pegwood, skewerwood; ital.: Fusaria, fusaggine,beretto da prete (im Tessin: Barettin da prevet).

Meist sommergrüne, seltener wintergrüne Sträucher oder Bäume mit in der Regelgegenständigen, ungeteilten, gesägten, stachelig gezähnten oder meist ganzrandigen Laubblättern.Blüten gewöhnlich in gestielten, dichasialen, seltener pleiochasialen, blattachselständigen undvon abfälligen Hochblättern begleiteten Trugdolden, selten einzeln, zwitterig, 4« bis 5=zählig.

Kelchblätter abstehend oder zurückgeschlagen. Krön»blätter abstehend, rundlich bis lineal, ganzrandigoder gefranst, grünlich oder rötlich punktiert. Dis=kus flach, polsterförmig, 4= bis 5=lappig. Staubblätterauf dem Diskus 2 ) eingefügt; Staubfäden pfriemlich,oft sehr kurz oder ganz fehlend; Staubbeutel breit»bis flach=nierenförmig, beide mit 1 sich nachoben vereinigenden oder mit 1 gemeinschaftlichenRisse schräg seitlich oder nach oben (innen oderaussen) sich öffnend. Fruchtknoten 4= bis 5=blät=terig, zuweilen 1 Fach unfruchtbar, in die Diskus*Scheibe eingesenkt; in jedem Fach 2 oder mehraufsteigende, anatrope und apotrope oder hän=gende und epitrope Samenanlagen. Griffel 1 ;

Narbe klein, kurz 4= bis 5=lappig. Frucht eine (3=)4= bis 5=kantige, gefurchte oder lappige, 4= bis 5» oder durch Verkümmerung bisweilen 3=,sehr selten 1 »fächerige, rundliche, längliche, verkehrt=kegel= oder pyramidenförmige, fachspaltigoder klappig aufspringende Kapsel; Fächer 1= bis 2=samig. Samen aufrecht oder seltenerhängend, ganz oder teilweise von einem fleischigen, orangeroten Arillus umhüllt (Fig. 1830);Samenhaut hell» oder dunkelfarbig, lederig, oft glänzend; Nährgewebe fleischig, reichlich vor=banden. Keimling gerade; Keimblätter gross, rundlich oder eiförmig; Würzelchen meist nachunten, seltener nach oben gerichtet.

Die Hauptverbreitung der Gattung liegt in Ostasien, im Gebiete des Himalaya und in Ostindien. DieZahl ihrer Arten, die in Englers Natürlichen Pflanzenfamilien (1896) noch mit etwa 60 angegeben wird, hatsich namentlich infolge der Durchforschung von China nach C. K. Schneider (1912) auf bereits etwa 110erhöht. Artenärmer als das östliche Asien ist Vorderasien. Einige Arten kommen auch auf den Sundainseln,den Philippinen, in Mittel« und Nordamerika und Europa vor, eine einzige in Australien. Die meisten Artensind sommergrüne, seltener wintergrüne Sträucher oder Bäume niederer, bewaldeter Gebirge; doch dringeneinige auch weit in Steppengebiete ein oder steigen als niederliegende, zwerghafte Formen hoch in den Ge.birgen empor. Verschiedene Vertreter vermögen wie unser Epheu Felsen und Bäume schlingend zu überziehen. Die Blüten sind bei allen Arten unansehnlich und proterogyn. Der freiliegende Honig wird von der den

*) Die Bezeichnung wird mit ei [eu] = gut und dem Namen nvoua [önoma] zusammengebracht undsoll in ironischem Sinne auf diese Gattung wegen ihrer schädlichen Eigenschaften übertragen worden sein.P1 inius verstand darunter Evonymus latifolia, Theophrast den Oleander.

*) Hall!er erklärt den flachen Diskus als Verwachsungsprodukt von extrapetiolaren Nebenblättern.

Fig. 1830. Längsschnitt durch die Frucht von EvonymusEuropaea L. Samen mit Arillus (stark vergrössert).

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