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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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2 cm lang, länglich. Ursprünglich vielleicht in Syrien und Mesopotamien einheimisch oder nach Plane honin alten Zeiten durch Kultur entstanden, wird dieser kleine Baum jetzt im ganzen Mittelmeergebiet seineressbaren, mandelartig bitter schmeckenden, 3,26 °/o Saccharose und das chemisch noch unbekannte Pistacienölenthaltenden Samen wegen angebaut. Diese bilden unter dem Namen Pistacien, Pistacienmandeln oder Syrischeoder Alepponüsse einen bedeutenden Handelsartikel und werden sowohl geröstet als auch in Konditorwarengenossen. Die auf den Laubblättern entstehenden Gallen enthalten 32°/o Gerbstoff und werden als EchteBokharagallen aus Persien eingeführt. Wirtschaftlich wertvoll als Mastix.Erzeuger sind ferner die mehrwestmediterrane P. Atläntica Desf. seit 1790 in Europa in Kultur und die mehr östliche P. müticaFisch, et Mey. Aus den Samen aller Arten wird Brennöl hergestellt.

1864. Pistacia Terebinthus 1 ) L. Pistacie. Franz.: Terebinthe, pudis; engl.: Turpenine»tree;ital.: Terebinto, scornabecco. Fig. 1823 c bis e.

Sommergrüner Strauch oder bis 8 m hoher Baum mit aufrecht ausgebreiteter, reicherVerästelung und gelbgrauer, kleinschuppiger Borke. Einjährige Zweige kahl, glatt, rund, olivgrün,aromatisch duftend. Knospen kugelig=eiförmig, im unteren Teile der Zweige gestielt; Schuppenhellrot, am Grunde grünlich, am Rande schwarzbraun gesäumt. Laubblätter wediselständig,ungeflügelt, gestielt, 5= bis 13=zählig gefiedert, bis über 20cm lang; Fiederblättchen kurzgestielt bis fast sitzend, breitlanzettlich, etwa 4 bis 8 cm lang, kurzstumpf=spitzig oder mitgrannenartigem Spitzdien, ganzrandig, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits matt=hellgrün,anfangs filzig behaart und klebrig, später vollständig verkahlend; Endblättchen kleiner, keil»förmig in den Grund verschmälert, länger gestielt. Blüten 2=häusig, in an Kurztrieben stehenden,langen Rispen, klein, grünlich, auf kurzen Stielen. Männlidie Blüten mit 1 Tragblatt, 2 Vor»blättern, 2 bis 5 Blütenhüllblättern und 3 bis 5 fast sitzenden Staubblättern. Weibliche Blüten mit1 Tragblatt, 2 bis 5 Blütenhüllblättern und kurzem, eiförmigem Fruchtknoten; Griffel 3=spaltig, mit

3 dicken, spateiförmigen, zurückgekrümmten Narben. Frucht eine schief=eiförmige, kugelige,bespitzte, anfangs rote, zuletzt bräunliche Steinfrucht. Samen zusammengedrückt, mit dünnerSchale; Keimling mit dicken Keimblättern und anliegendem, nach oben gerichtetem Würzelchen. IV bis VII.

Zerstreut in Südtirol und Krain, stellenweise aber auch massenhaft an trockenen, sonnigen,steinigen oder felsigen Hängen, in lichten Laubgebüschen. Von der Ebene bis in die montaneStufe: in Südtirol bis 760 m. Meist auf Kalk, seltener auf Urgesteinsböden.

In Deutschland und in der Schweiz vollständig fehlend. In Oesterreich nur in Südtirolund in Krain. In Südtirol in der Umgebung von Bozen: zwischen dem Guntschna», Grieser» und Hörtenberg,bei Runkelstein, Sigmundskron und am Virgierberg gemein, massenhaft bei der Ruine Maultasch bei Terlan,zwischen Vilpian und Terlan, im untersten Sarntale, gegen Oberbozen bis 760 m, Montiggl, Margreid, zwischen Neu»mark und Salurn und am Wasserfall zu Salurn, in der Umgebung von Trient bei Kronmetz, Santa Massenzabei Vezzano, Toblino, im Sarcatal, am Hügel des Kastells von Trient, am Doss Trento, San Nicolö, zwischenAlle Laste und Cognola, vor Lo Specchio am Kalisberge, bei Tenno, Nomi, Castel Sasso, Roverelo, beim Castell,Isera, Vallarsastrasse, Drio pozzo, Brentegano (meist ziemlich häufig), Loppio, Mori, Arco, Riva, Ala, Avio,Serravalle; in Krain z. B. bei Wippach.

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet von den Kanarischen Inseln bis zumwestlichen Kleinasien; in China kultiviert.

Pistacia Terebinthus ist eine Charakterpflanze der Mittelmeerflora. Sie gedeiht nur in der Ebeneund in der unteren Bergstufe (namentlich der Küstengegenden) und dringt im allgemeinen wenig weit in dasBinnenland vor. In ihrer Heimat erscheint sie häufig in den Macchien zusammen mit Erica arborea, Spar«tium junceum, Phillyrea latifolia, Quercus coccifera, Cistus.Arten, Olea Europaea var. Oleaster usw. Auch imMonte banjo der Iberischen Halbinsel, dem Sibljak des Balkans, der trockenen, mehr an Kalk gebundenenGarigue ist sie ständig anzutreffen. Beck gibt sie auch aus dem Lorbeerwald von Quarnero und aus dem

') Vielleicht zusammenhängend mit rtoem [tereo] = bohre, durchbohre, da die Rinde durch Ein»schnitte das Terpentin liefert. Griechische Formen des Namens sind Te^fj,iy&og [terminthos] und tegeßiv&os[terdbinthos].