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nackt, kurz gestielt, in wiederum aus Trauben oder Rispen zusammengesetzten Trauben. Mann»liehe Blüten mit Tragblatt, 2 Vorblättern, 1 bis 2 Blütenhüllblättern und 3 bis 5 kurzen Staubblättern(Fig. 1823 d) ; Staubbeutel gross, eiförmig, 4=kantig, am Grunde ansitzend, mit seitlichen Längs«spalten. Weibliche Blüten mit Tragblatt, 2 Vorblättern, 2 bis 5 Blütenhüllblättern (Fig. 1823e) undeinem fast kugeligen oder kurz eiförmigen, in den Grund zusammengezogenen Fruchtknoten.Samenanlagen mit nach unten gerichteter Micropyle, an nach aussen gekrümmten Funikeln. Griffelkurz 3=spaltig, mit 3 länglich verkehrt=eiförmigen oder länglichen Narben. Steinfrucht schief»eiförmig, zusammengedrückt, mit dünnem Exokarp und hartem, 1 »sämigem Endokarp. Samenzusammengedrückt, mit dünner Schale; Keimling mit dicken, flach eingesenkten Keimblätternund anliegendem, nach oben gerichtetem Würzelchen.
Die etwa 7 Arten umfassende Gattung findet sich mit ungefähr 5 Arten im Mittelmeergebiet, ferner mitP. Chin6nsis Büngern ChinaTund mit P. Mexicdna H. B. et Kunth in Mexiko. Ausser P. Terebinthus
L. (s. pag. 232) kommen fürdas Gebiet der mitteleuropäi»sehen Flora als Ziersträucherin Betrachts P. Lentiscus 1 )L. Mastix»Strauch. Franz.:Pistachier, arbre de mastic,lentisque, lentisque d'Espagne,restringe; engl.i Mastich.tree ;ital.: Pistacdii, sondrio, lentis«co,lentischio. Fig. 1823aundb.1 bis 3 (4) m hoher, kräftigbewurzelter, dichtästiger, im»mergrüner Strauch mit brauner,schuppiger Borke; die l.jähri.gen Zweige kahl, rotbraun.Laubblätter 4» bis 10-zähligpaarig gefiedert, mit breit ge»flügelter Spindel; Fiederblatt«chen 2 bis 3 (kaum über 3,5) cmlang, lanzettlich, stumpf, knor«pelig bespitzt, ganzrandig,vollständig kahl, lederig, steif,oberseits glänzend hellgrün,unterseits matter, bleichgrün.Blüten auf kurzen Seitentrie»ben in kurzen, knäuelförmigenTrauben, sehr klein, dunkelrot.Frucht kugelig, bespitzt, an»fangs rot, später schwarz. —IV bis VI. — Im ganzen Mit»telmeergebiet, einschliesslichder Kanarisdien Inseln. InMitteleuropa seiner Frostempfindlichkeit wegen nur selten als Zierbäumchen oder Heckenstrauch (so in denGärten Südtirols oder in Botanischen Gärten) gezogen. — Der Strauch zählt zu den bezeichnenden Hart»laubgewächsen der mediterranen Garigue und Macchie und vereinigt sich darin etwa mit Juniperus Oxy.cedrus, Rosmarinus officinalis, Rhamnus Alaternus, Cistus.Arten, Myrtus Italica usw. Bisweilen findeter sich auf weiten Strecken als vorherrschende Art. In Montenegro bei Cattaro gedeiht er nach Beckmit Ephedra campylopoda, Smilax aspera, Laurus nobilis, Osyris alba, Pistacia Terebinthus, EuphorbiaWulfeni, Trigonella Foenum Graecum, Cephalaria leucantha und anderen echt mediterranen Florengliedern
Fig. 1823. Pistacia Lentiscus L. a Zweig "mit männlichen Blütenständen, b WeiblicherBlütenstand. — P. Terebinthus L. c Zweig mit weiblichen Blütenständen, d. Männliche Blüte.
e Weibliche Blüte.
') Abgeleitet von lat. lentiscere = weich, klebrig werden; wegen des klebrigen Harzes. Die Griechenbezeichneten den Strauch als a/iyog [schinos], wohl abzuleiten von a/iC'o [schizo] = spalte, da der Stamm zumGewinnen des Harzes angeritzt werden musste.