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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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chlorophyllos»durchscheinend, kahl, oberseits grün, unterseits bläulidigrün, mit etwas vor»tretenden, fast rechtwinklig abstehenden Fiedernerven. Blüten in reichlich verzweigten, end=ständigen Blütenständen, vielehig, klein, zum grossen Teil unfruchtbar bleibend. Kelchzipfel 5,eiförmigslanzettlich, stumpf, grün. Kronblätter 5, eiförmig, 1,5 bis 2 mm lang, grünlichweiss.Staubblätter 5, unterhalb des breiten, 5=lappigen Diskus eingefügt, vor den Kelchblätternstehend. Fruchtknoten oberständig, aus 3 Fruchtblättern bestehend, mit 1 auf aufsteigendemFuniculus hängender Samenanlage; Griffel 3, frei, mit kopfförmiger Narbe. Frucht eine schieflänglichsbirnenförmige, etwas zusammengedrückte, etwa 5 mm lange, erhaben längsnervige, grüne,1 »sämige Steinfrucht. Samen nierenförmig, mit dünner Samenschale, ohne'Nährgewebe. V, VI.

Zerstreut, aber stellenweisehäufig, auf sonnigen, trockenen, stei«nigen oder felsigen Hängen, in lichtenGebüschen; von der Ebene bis indie montane Stufe. In Südtirol bis900 m, im Tessin bis 700 m, in denIllyrischen Gebirgen bis 1180 m.

Auf allen Unterlagen, aber Kalkbödenvorziehend.

In Deutschland in den war»meren Teilen nur gepflanzt und seltenverwildernd, z. B. Adamsberg bei Eich,statt in Bayern, hie und da in Württem«berg und im Elsass, früher auch in denSteinbrüchen über Hochheim in Thüringen.

In Oesterreich in Mähren verwildertbei Nikoltsdiitz unweit Auspitz; wild inNiederösterreich in Unter.Piesting und vomCalvarienberg bei Baden bis Vöslau undMerkenstein, bei Staats; in Steiermark aufden Kalk, und Dolomitbergen Südsteier.marks, auf dem Wotsch bei Pöltschadi, aufdem Donatiberg bei Rohitsch, im Sann,und Savetal bei Tüffer, Steinbrück und Tri.fail; in Krain ; in Südtirol in der Umgebungvon Meran bis unterhalb Lana (rechts derEtsch bis zu den Felsen westlich der Leon»bürg), am Prissianer Vorberg, bei Nals,

links der Etsch bei Gargazon, bei Brixen (?), im Nonsberg (Revö, San Zeno, Terres, Tajo, Mollaro), in derUmgebung von Bozen bei Kollmann, bis Kafenstein, Peter Planer und St. Georg im Sand, Waidbruck, Kastel,rutherstrasse, Schloss Stein am Ritten, Atzwang, Steg, zwischen Steg und Völs, unteres Tierser« und Eggen,tal, Sigmundskron, im Sarntal bis hinter den Sarner Zoll, ferner im Etschtal abwärts häufig, in Judikarienbei Preore, Ragoli, Bleggio, Stenico, San Lorenzo, in der Umgebung von Trient bei Vezzano, Castell Toblino,Monte Maranza, Pergine, Levico, Borgo, in der Umgebung von Rovereto, bei Riva, Arco, im Val di Ledro,Torbole, Vallarsa, Lizzana, San Marco, Brentonico, Ala, ausserdem vielfach kultiviert und aus der Kulturverwildert, so z.B. im Inntal bei Schloss Tratzberg. In der Schweiz im Tessin ziemlich verbreitet an denHängen des Luganersees (im Val Solda, zwischen Gandria und Castagnola, am San Salvatore, bei Riva SanVitale, Sasso Nicoiao ob Capolago usw.) und im Wallis von Leuk bis Gampel; ausserdem vielfach in Gärtenund Anlagen gepflanzt und hie und da verwildert, so z. B. in Les Marques bei Martinach im Wallis, im Ufer,gebüsch bei Colombier, St. Aubin und Boudry im Kt. Neuenburg, an Kalkfelsen bei Gersau am Vierwald,stätter See.

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet und südliches Mitteleuropa; nörd=liehe Grenze: Hochsavoyen, Jura bis Bugey, Wallis, Südtirol, Niederösterreich, Wolhynien,Podolien, Bessarabien, Gouvernement Cherson, unterer Donez, Krim; südliche Grenze: süd=

Fig. 1821. Cotinus Coggygria Miller, a Blütenzweig, b Zweigspitzeim Frühjahr, c Knospe mit Blattnarbe, d und e Blüten. / Teil des Frucht-standes. g Frucht, h Blütendiagramm (nach Marktanner).