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bis 24,2 °/o fettes Oel und liefert gleich R. succedanea L. (vgl. dort) Japanwachs. Der Strauch wurde erst Anfangder 70 er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland eingeführt. Anbauversuche zum Zwecke der Gewin«nung des Japanischen Lackes scheiterten an den zu hohen Wirtschafts»Unkosten. — R. Vernix L. (= R.vene«näta DC.) Gift»Sumach. Fig. 1816 d. Strauch oder bis 6 m hoher Baum, ähnlich R. vernici'fera, aber Borkeglatt. Zweige i überhängend, kahl, rot oder orangebraun, zuletzt grau. Laubblätter bis 40 cm lang,7« bis 13«zählig gefiedert; Blättchen oberseits glänzend tiefgrün, unterseits hellgelbgrün, kleiner, bis 10 cmlang, ganzrandig oder etwas ausgeschweift. Blüten in schmalen, meist über 10 cm langen, lockeren Blüten»ständen. Frucht etwa 4 mm im Durchmesser, lange hängen bleibend. — VI. — Heimat: Nordamerika, von Nord»Neu»England bis Nord»Georgia und Alabama, westlich bis Nord»Minnesota, Arkansas und West»Louisiana.Besiedelt sumpfige Orte. In Europa selten gepflanzt und wahrscheinlich weniger winterhart. Die Art wirdhäufig mit R. vernicifera verwechselt und ist sehr giftig. Der Saft des Baumes, der auch als Ersatz fürden echten japanischen Lade empfohlen wird, enthält Gummi, schleimartige Stoffe, Harz und ein Enzym. Mitverdünnter Säure behandelt ergibt er einen nicht gärungsfähigen, reduzierten Zucker, enthält aber wederAlkaloide noch Glykoside. Die Giftwirkung wird den in dem Harze enthaltenen Stoffmengen zugeschrieben. Der
Strauch oder Baum zeichnet sich durch eine prächtigrote Herbstfärbung aus. — R. typhi na 1 ) L. (= R.hirta Sudw., = R. viridiflöra Poir.). Essigbaum,Hirschkolben»Sumach. Fig. 1818 bis 1820. Lockerverästelter Strauch oder bis 12 m hoher, sparrigverzweigter Baum mit unterirdischen Ausläufern.Stamm mit grauer, rissiger Borke. Junge Zweige,Aeste und Schösslinge dicht weichzottig braunrotbehaart, selten verkahlend, ältere Zweige glänzend.Knospen von einer hufeisenförmigen Blattnarbe um»geben. Laubblätter bis 50cm lang, ll»bis 31=zählig ge»fiedert, gestielt; Blättchen bis 12 cm lang, sitzend,länglidi«lanzettlich, vorne zugespitzt, grobgesägt,oberseits mattglänzend dunkel» oder sattgrün, ver«kahlend, unterseits von weichen Haaren blaugrauoder weisslich, zuletzt (mit Ausnahme der Nerven)verkahlend und blaugrün. Blüten 2=häusig, fastsitzend, in dichten, endständigen, pyramidenförmigen,mit schmallinealen Deckblättchen versehenen, dicht be=haarten, bis 15 (30) cm langen Blütenständen. Kelch»blätter dicht behaart. Kronblätter der männlichen Blü«ten gelblichgrün, die der weiblichen Blüten rot. Nüss»dien rundlich, 4 mm lang, stark purpurrotfilzig, indichtem, kolbenartigem, rotem Fruchtstand. — VIund VII. Heimat (nach Sargent): Westliches Nord»amerika, nördlich bis Neubraunschweig, Süd»Ontario,Minnesota, südlich bis Mississipi, Mittel«Alabama undNord.Georgia. Gern auf guten Böden, besonders anFlussufern und in Sümpfen, aber auch auf trockenen,steinigen Unterlagen. Die Art ist in Mitteleuropa
% !«?■ R 1 h » s „ t " hJ " L 7 "nbejaubt im Frühjahr. vollkommen winterhart und wird vielfach als vor»
Phot. Frau lsabella H e g 1 - Naef, Ruschlikon (Schweiz). , , , _ „
züglicher Schmuck in Anlagen und Oärten gepflanzt.
Im Herbst nimmt das Laub eine mit dem Weinlaub wetteifernde rote Verfärbung an. Die weitkriechenden, mit
ihrem braunen Filz an ein im Baste stehendes Hirschgeweih erinnernden Schösslinge und Wurzelausläufer sind
ausserordentlich widerstandsfähig und verhelfen der Pflanze zu häufigem Verwildern. So in Deutschland
in Bayern bei Helfkam unweit Deggendorf, Metten, am Natternberg, am Hirschberg und Arzberg bei Beiln«
gries in Menge, Nürnberg, unterhalb Rothenburg ob der Tauber, beim Römersessel südlich von Landsberg j
in Württemberg bei Kirchberg a. J. j in Brandenburg z. B. bei Gramzow, auf dem Friedhof von Potzlow, und im
Boitzenburger Park, bei Schönebeckj in Oesterreich in Südtirol Im Talferbett bei Schloss Ried unweit
Bozen, bei Gocciadoro wie verwildert, in Nordtirol bei Amras-, in Niederösterreich bei Kahlenberg, Leopoldsberg,
') Name wegen der entfernten Aehnlidikeit der noch geschlossenen Blütenstände mit denjenigenvon Typha.