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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
220
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10*. Blättchen stumpflich, meist nicht über 5 cm lang, oberseits auf der ganzen Fläche ^ behaart,graugrün R. coriaria pag. 224.

Rhus aromätica Ait. (= Sdimdltzia aromatica Small.). Duftender Sumadi. Fig. 1816b. Duftender,Ibis 2,4 m hoher Strauch mit kahlen, rotbraunen, l.jährigen Zweigen und kleinen, bis 10 cm langen, 3»zähligenLaubblättern. Blättchen anfangs beiderseits behaart, später oberseits verkahlend, unterseits zuletzt nur nochauf den Nerven behaart. Blüten in 1 bis 1,5 cm langen, scheinährigen Blütenständen, gelbgrün, oftmals vorder vollen Entwicklung der Laubblätter blühend. Frucht kugelig, gelbrot, behaart. III und IV. Heimatnach Greenes Nordamerika, von Alabama bis Maryland. Im mittleren Europa wohl nicht ganz winterhart. R. trilobata Nutt. (= Sdimdltzia trilobäta Small.). Dreilappiger Sumach. Fig. 1816a. Weniger ange»nehm duftender, 1 bis 1,8 m hoher Strauch mit anfangs fein behaarten, später verkahlenden, hellasdigrauen

l.jährigen Zweigen. Laubblätter 2 bis 5 cm lang,buchtig»gekerbt, langgestielt, 3»zählig, beiderseitsi behaart oder kahl ("?). Heimat: Nordamerika,von Illinois bis Nebraska, südlich bis Texas, west»lieh bis Kalifornien; in der Heimat bis 2300msteigend. Die Art wird im Gebiet meist nur inbotanischen Gärten gezogen und dürfte nicht ganzwinterhart sein. Sie besitzt einigen Wert durchihre gerbstoffreiche Rinde, wirkt aber hautreizend. R. Toxicod^ndron 1 ) L. (= Toxicodendronpubescens Mill.). Echter Gift.Sumach, GiftigerEfeu. Franz.! Sumac vdn^neux ; engl.: Eprightsumadi, Poison oak. Fig. 1817. Bis 1 m hoherStrauch mit aufsteigenden oder niederliegenden,kletternden und wurzelnden Aesten und unter»irdischen Ausläufern. Zweige anfangs grün, weich»haarig, später braun, verkahlend. Lenticellen anden 2»jährigen Zweigen zahlreich. Blattnarbendie Knospen nur wenig umfassend. Laubblätter3»zählig (Fig. 1817), mit 8» bis 14 cm langemStiele; Blättchen länglich, zugespitzt oder stumpf,ganzrandig oder in der Mitte grob gesägt, ober»seits dunkelgrün, zerstreut behaart, unterseitsheller grün, reichlich behaart. Blüten 2=häusig,selten zwitterig, in blattadiselständigen, reichbe»haarten Rispen, gestielt. Kronblätter weisslich»grün, mit rötlichem Herzen. Frucht fast kugelig,etwa 6 bis 8 mm im Durchmesser, kahl, gelb odergelblichweiss, lO.furdiig. V und VI. Heimat:(nach Britton) Nordamerika, von Virginien bis Georgia und Nordwest.Carolina, nach anderen Angabenauch in Nordostasien. Besiedelt trociene Standorte. Vielfach in Botanischen und Apotheker.Gärten, seltener inAnlagen gepflanzt, bisweilen an alten Mauern und steinigen Hängen verwildert und stellenweise eingebürgert,so z. B. in der Niederlausitz bei Kottbus und Hoyerswerda, in Thüringen, beim ehemaligen Bärenzwinger inSchwerin, bei Königsberg, an der Altenburg bei Bamberg; in Böhmen um Jungbunzlau amTeich" an steinigenHügeln, beim Roten Haus, Blatna und Bürglitz; in Südtirol im Lindnerhof bei Bozen»Gries in einem ganzen Ge»büsch verwildert. Der giftige, gelblidiweisse, sich an der Luft schwärzende Milchsaft erzeugt bei vielenLeuten Hautentzündungen. Eine blosse Berührung genügt unter Umständen, Geschwüre und Blasenbildung auf derHaut hervorzurufen) sogar nur die Annäherung an den Strauch soll bei empfindlichen Personen nach«teilig wirken (Kanngiesser, Fr. Vergiftungen durch Pflanzen und Pflanzenstoffe, 1910). Im Saftefinden sich nach älteren Angaben toxische Toxicodendronsäure und Toxicodendrin. Nach neueren Fest»Stellungen handelt es sich um einen sirupösen, komplexen Körper von Glycosid.Natur, der mit Säurengespalten Gallussäure, Fisetin und Rhamnose liefert; auch ein CardoUartiger Stoff (Toxicodendrol) gilt als der wirk»same Bestandteil. l / 1000 genügt nach Hugo Schulz, um auf der Haut Blasenbildung hervorzurufen.

Der Giftstoff wird nach Rost und Gilg (Der Giftsumach Rhus Toxicodendron L. in seinen Giftwirkungen.Berichte der Deutschen Pharm. Gesellschaft. Bd. XXII), entgegen der Ansicht von Schwalbe (1902), nicht

Fig. 1817. Rhus Toxicodendron L. Zweig.

') Zusammengesetzt aus griech. toZixov [toxikön] = Gift und rWvifoov [dendron] = Baum.