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zusammenfassend ausgeführt hat, alle Rhus. Arten ± hautreizend wirken. Während aber die meistenMenschen (wie bei der bekannten Primeldermatitis und den bisweilen schweren Erkrankungen durch die Be»rührung der Laubblätter von Corttisa Matthioli [vgl. Nestler, A. Berichte der Deutschen Botan. Gesell»schaft, Bd. XXX, 1912]) gegen die Giftstoffe unempfindlich sind, besteht bei manchen eine hochgradige Idiosyn«crassie ihnen gegenüber, die eine derartige Hautentzündung hervorrufen kann, dass der Kopf „wie ein Kürbisoder wie nach einem überstandenen Boxkampf aussieht". Es sollen sogar Fälle mit tödlichem Ausgang beob»achtet worden sein. Jedenfalls ist gegenüber Rhus.Arten stets gewisse Vorsicht zu beachten, da, wie ein vonJ. Rublic mitgeteilter unglücklicher Zufall aus dem Botanischen Garten zu Dahlem.Berlin gezeigt hat, einBesucher durch blosse Annäherung an eine Rhus.Gruppe, selbst an bedeckten Stellen des Körpers offeneWunden davontrug und die Verwaltung einen Prozess durchzuführen hatte.
Die ± häufig in Mitteleuropa anzutreffenden Rhus «Arten, von denen nach Th. Schübe (Garten,pflanzen in Schlesien im Zeitalter Ludwig XIV.) bereits eine grössere Zahl im Renaissancezeitalter in Kulturwaren (vgl. bei den Arten),zeigen folgende, auffällige,
trennende Unterschiede(vgl. auch GraebenerL.,
Die in Deutschland win»terharten Rhus, Mitteilun.gen der Deutschen Dendro»logischen Gesellsch., 1906):
1. Laubblätter 3»
(sehr selten 5=)zählig . 2.
1*. Laubblätter 5"bis 7. und mehr»zählig ge»fiedert 5.
2. Laubblätterklein, kaum über 10 cmlang, ± verkahlend. Blüten»
stand klein, scheinährig.
Frucht behaart ... 3.
2*. Laubblätterüber 20 cm lang. Blüten»stand grösser, locker«rispig.
Frucht kahl .... 4.
3. Laubblätter 2bis 5 cm lang; Blättchen3«lappig, gekerbt.
R. trilobäta pag. 220.
3*. Laubblätter 5 bis 10 cm längs Blättchen kerbig»gesägt oder gekerbt . R. aromatica pag. 220.
4. Aufrechter, meist nicht kletternder Strauch. Zweige und Unterseite der Laubblätter reichlich behaart.
R. Toxicodendron pag. 220.
4*. Mit Luftwurzeln kletternder Strauch. Zweige höchstens anfangs behaart. Laubblätter nur auf denNerven der Unterseite leicht behaart R, radicans pag. 221.
5. Blütenstände seitenständig, vor den Laubblättern erscheinend. Zweige auch anfangs kahl.Frucht kahl
5*. Blütenstände endständig, nach den Laubblättern erscheinend. Zweige behaart (vgl. aber R. glabra).Frucht i reichlich behaart
6. Blättchen meist über 10 cm lang, am Grunde stumpf R. vernicifera pag. 221.
6*. Blättchen meist weniger als 10 cm lang, am Grunde spitzig . . . . R. V e r n i x pag. 222.
7. Junge Zweige kahl. Laubblätter meist vollständig kahl R. glabra pag. 223.
7*. Zweige und Laubblätter (meist dicht) behaart 8.
8. Laubblattspindel nie geflügelt R. typ hin a pag. 222.
8*. Laubblattspindel ganz oder mindestens unterhalb des Endblättchens geflügelt 9.
9. Blättchen ganzrandig oder entfernt gezähnt, oberseits tiefgrün, glänzend . R. copallina pag. 225.
9*. Blättchen grob gesägt>gezähnt 10.
10. Blättchen spitzig, meist über 6 cm lang, oberseits nur auf den Nerven behaart, tiefgrün.
R. semialata pag. 225.
Hg. 1816. Laubblattforinen einiger Rhus-Arten: a R. trilobata Nutt. b R. aromatica Ait. c R.vernicifera DU d R. Vernix L. e R. glabra L. / R. semialata Murr. var. Osbecki DC.^R. copallina L. (nach C. K. Schneider).