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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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wie bei S. purpurea Amraharz und Gerbstoff gewonnen. Andere Früchte stammen von der GattungDracontom6lonBl. Die artenarme afrikanische Gattung Sclerocärya Höchst, mit 4» bis 6>teiliger,dachig gedrehter Blüte, freiem Kelch, länglichen Staubbeuteln, 3 Griffeln und schildförmiger Narbe besitzt fastkugelige, pflaumengrosse Früchte und dreifädierige, am Scheitel mit Einsenkungen ausgestattete Steine. Diestattlichen, dicke, an der Spitze belaubte Zweige tragenden Bäume der im tropischen Afrika weitverbreitetenS. Birrea Höchst, werden als Umfriedung der Dörfer häufig gepflanzt. S. Schweinfürthii Schinz, einmächtiger, in der heissen Zeit blattabwerfender Baum, liefert süss=sauer schmeckende, sehr saftige, zuckerreiche,gelbe, wohlriechende, pflaumengrosse Früchte, aus deren Saft die Ovambos neben einem bierähnlichen GetränkSchnaps herstellen. Die 2 cm langen, nussartig schmeckenden Samen werden gegessen. Die vorwiegendafrikanischen Lännea> Arten liefern Holz zu Trommeln und Essgeräten und ein wasserlösliches Gummi (z. B.L. grändis [Dennst.] Engl.). Die Rinde dient gepulvert und mit anderen Stoffen vermengt im Nilgebiet alsGesichtsfärbemittel. Aus dem Bast der L. B a r 16 r i (Oliv.) Engl, wird in Westafrika ein Rindenzeugstoff her»gestellt. Die Tribus der Rhofdeae ist die umfangreichste der Familie und umfasst etwa 35 Gattungen, diesich durch die 3»Zahl der Fruchtblätter und einen infolge Rückbildung nur 1 «fächerigen und l»samigen, freistehendenFruchtknoten auszeichnen. Von dieser Tribus werden eingehender behandelt die Gattungen Rhus (pag. 218), Co»tinus (pag. 226) und Pistacia (pag. 229). Von ihren anderen Gattungen sind wichtiger: die südamerikanischeGattung Sc hin us 1 ) L. Sträucher oder Halbsträucher mit dünnen, dicht beblätterten Zweigen und einfachen oderunpaarig gefiederten Laubblättern mit oft geflügeltem Blattstiel. Blütenblätter 5. Staubblätter 10. Steinfruchtkugelig, erbsengross, mit papierartigem, glänzendem Exokarp, ölreichem Mesokarp und beinhartem Endokarp.Die etwa 12 Arten umfassende Gattung enthält in der Rinde stark riechende Harze und Gerbstoffe. DerAufguss der Früchte von S. terebinthifölius Raddi, S. dep6ndens Ortega und S. latifölius (Gillies)Engl, wirkt schweisstreibend. Bekannt und viel benützt wird Schinus mölleL., der Peruanische Pfefferbaumoder Arveira (Fig. 1815), der von Mexiko über die Anden bis Chile, Südbrasilien und Uruguay verbreitet ist. Erliefert nach Verwundung der Rinde ein angenehm duftendes, als Purgiermittel dienendes Harz (Molleharzoder amerikanischer Mastix), während die Laubblätter zum Gelbfärben, die Früchte zur Herstellung einesweinartigen Getränkes, sowie zur Erzeugung von Essig genutzt werden. Die Früchte schmecken scharf nachPfeffer, haben aber einen unangenehmen Beigeschmack. Das Bäumchen wird der hübschen Fiederblätter,der hängenden gelblichen Blütentrauben und der rötlichen Beeren wegen im Mittelmeergebiete vielfach alsSchmuckpflanze sowie als Strassenbaum gezogen. Die Fruchtrispen mit ihren rundlichen, rosavioletten, erbsen»grossen Früchten werden nach Mitteleuropa versandt und in Trockensträusse eingebunden. Sie sind sehr halt»bar und schrumpfen nicht. Der Baum soll nach Schübe bereits zur Renaissanzezeit in Schlesien in Kulturgewesen sein. Nutzholz wird von den Gattungen H6eria Meissn. mit länglichen bis lanzettlichen, stark»fiedernervigen Laubblättern, Aströnium )acq. mit unpaar gefiederten Laubblättern (die Fiederblattchen sind ischief, gegenständig und ganzrandig oder gesägt) und Schinöpsis Engl. (= Quebrächia Griseb.) mit in derJugend weichharigen, später kahlen Zweigen, einfachen oder vielpaarigen Laubblättern mit schwach geflügeltenBlattstielen und kleinen, länglichen, ganzrandigen Fiederblättchen geliefert. Von der ersten Gattung kommtHeeria insignis (Delile) O. Kuntze aus Abessinien bis Natal als Erzeugerin eines ausgezeichneten Möbel»holzes, von der mittel» und südamerikanischen Gattung Aströnium A. grav^olens Engl, als Mutterpflanzedes Quebrachada.Holzes, sowie A. fraxinifölium Schott und A. Urundeüva Engl, wegen ihres dunkelgefärbten Kernholzes in Frage. Am wichtigsten ist Schinöpsis, die mit 5 baumförmigen Arten in Brasilien,Argentinien und am Osthang der Anden heimisch ist. S. Balänsae Engl, mit rotem Kernholz, eine derQuebracho=Holz') liefernden Arten, enthält sowohl im Holze als auch in der Rinde Gerbstoff und Fisetin. Erlebt als 8 bis 10 m hoher Baum in den Urwäldern Paraguays und hat einfache, lineal.längliche, lederartigeLaubblätter. S. Lor6ntzii (Griseb.) Engl., in Argentinien heimisch, mit 10» bis 15=paarigen, fast lederartigen,oberseits kahlen Laubblättern und lanzettlichen Fiederblättchen ist die Stammpflanze des Roten, echten Que«brachoholzes, das etwa 20% Quebracho»Gerbstoff ( CjiHmOis [OCH»]i)j , ferner Ellagsäure (als Tanninverbindung?),viel Gallussäure und den Farbstoff Fisetin enthält. In der Rinde ist neben dem Alkaloid Loxopterygin einanderes, noch nicht untersuchtes Alkaloid, sowie ein Katechin«artiger Gerbstoff gefunden worden. Das Holzist seit 1867 in Benutzung und bildet einen bedeutenden Ausfuhrartikel Argentiniens. Die Handelsware wirdin Form von Blöcken oder zerkleinert oder auch als aus dem Holze bereiteter Auszug versandt. Deutschlandallein führte 1911 155057 Tonnen in Blöcken, 1689 Tonnen zerkleinertes Holz und 10 120 Tonnen Extrakt ein.

) Name von Pistacia Lentiscus im alten Griechenland. Vielleicht von [schizo] = zersdineide,

spalte; weil man das Harz durch Einschneiden der Rinde gewinnt.

*) Quebracho (sprich Kebrätscho, vom spanischen hächa quebrär = Beil brechen-, abgeleitet wegen derHärte des Holzes) ist ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von holzliefernden Arten der Gattungen Aspi»dosperma (Apocynaceae), Acacia, Schinöpsis, Aströnium u. a. m.