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Verwendung finden. Die harten, nierenförmigen, als Westindische Elefantenläuse, Kasdiunüsseoder in der Apothekeals Früctüs Anacärdii Occidentälis bekannten Früchte enthalten in der Schale neben Gallussäureein an der Luft sich schwärzendes, blasenziehendes, scharfes Oel mit Acajouharz, in welchem wiederum dasscharfe Cardol und Anacardsäure auftreten (siehe Bd. I, pag. CLII, Fig. 286 g). In den als Mandelersatz dienendenSamen (Semen Anacärdii Occidentälis) finden sich 40 bis 50 °/o (meist 47,15) eines angenehm schmeckendenOeles, das als Acajouöl seit Jahrhunderten in Brasilien als Speiseöl bekannt ist. Es eignet sich ferner zur Vertilgungvon Warzen und Hühneraugen, sowie als Schutzmittel gegen Termiten. Auch lässt sich eine sehr haltbare,schwarze Leinwandfarbe daraus gewinnen. Die Engländer bezeichnen aus diesem Grunde die Früchte als ink»mark=nuts. Aus dem Stamm wird das sich nicht restlos lösende, Arabin, Dextrin (Bassorin) und 1,5 % Zucker:?j enthaltende Acajou» oder Anacardgummi gewonnen. Das
schwach rötliche Holz (Weisses Mahagon) dient zum Boots»und Kistenbau. — A. Rhinocärpus DC. ist in Vene»zuela ein geschätzter Schattenbaum der Kakaoplantagen. —In der Tracht den Mangifera»Arten ähnlich, aber durch 5fruchtbare Staubblätter und kugelige bis eiförmige Steinfruchtkenntlich, ist die kleine malayische Gattung Glüta L., vonder besonders G. R6nghas L., der Giftfirnisbaum mit schö»nem, rötlichem, nach dunkelndem Holze seiner hohen Giftwir«kung wegen gefürchtet ist. Schon der Rauch des brennen«den Holzes ruft Entzündungen der Augen und Schleimhäutehervor. Der in der Rinde eingelagerte, rote, ätzende Kar»dolverbindungen enthaltende Saft erzeugt auf der Haut Ent»Zündungen und Geschwüre; selbst das Sitzen auf Möbelnaus Renghas.Holz gilt als gefährlich 1 ). Der Saft dient ande»rerseits zur Herstellung von vorzüglichem Firnis. — Me«lanorrhoea usitdta Wall. (Theet»see), mit 5 oder mehr in 1bis 4 Kreisen gestellten Staubblättern, kleiner, kugeliger, aufeiner Verlängerung der Blütenachse stehender Steinfruchtund an dieser zu Flugapparaten vergrösserten Blütenblättern,aus dem malayischen Gebiet liefert den für Lackarbeitenbeliebten „Firnis von Martaban", das dunkelrote, gelbge»streifte, sehr harte und dichte Holz gutes Bau» und Werk»holz, sowie eine geschätzte Holzkohle. — In der 2. Tribus,der der Spondfeae, sind die meist 5 oder 4 Fruchtblättermiteinander in einem Stempel vereinigt. Jedem Fruchtblattentspricht im Fruchtknoten ein Fach, das an seinem oberenEnde eine Samenanlage trägt. Von dieser etwa 15 Gattun«gen umfassenden Tribus sind am bekanntesten: Spöndias')L., eine etwa 6 Arten umfassende, baumförmige Gattungder alt» und neuweltlichen Tropen mit unpaargefiederten Laubblättern, grossen Rispen, kleinen, gelblichen Blütenund saftigen, als Balsampflaumen bezeichneten, angenehm schmedeenden Früchten. Sehr schief geschnitteneund fast sitzende, kleine Laubblätter hat die mittelamerikanische S. pur pure a L., deren Früchte purpurrotgefärbt sind und als „Mombinpflaumen"') (Prunier d'Espagne, lobillo) gegessen werden. Aus der Rinde wird dasAmraharz gewonnen. — Gelbfrüchtig, mit kurzgestielten, 6 bis 10 cm langen Blättchen ist die wahrscheinlichim tropischen Amerika, Westafrika und auf Java heimische S. ltitea L., die „Gelbe Mombinpflaume* (Jobo).—— Ziemlich symmetrische, gesägte oder gekerbte Blättchen und goldgelbe, bis apfelgrosse Früchte von säuerlicharomatischem, schwach terpentinartigem Geschmack besitzt S. düleis Forst., der Tahiti-Apfel, der ursprünglichvielleicht in Polynesien heimisch, jetzt in den alt» und neuweltlichen Tropen überall gebaut wird. — S. man«gifera Willd., die Mangopflaume, mit ganzrandigen Laubblättchen gehört dem indo»malayischen Gebiete an.Im Frucht=Fleisch treten 2,94% Saccharose, 1,68% Dextrose und 1,84% Lävulose auf. Aus der Rinde wird
Fig. 1815. Schinusmolle L. a Blühende Zweigspitze.b Fruchtstand, c Blüte, d Längsschnitt durch die Frucht.e Samen.
l ) Auf ähnliche gesundheitsschädliche Einwirkungen verschiedener tropischer Hölzer ist bereitsmehrfach aufmerksam gemacht worden, so vonRambousek (Gewerbliche Vergiftungen, 1911) beim Borneo.Rosenholz und von A. Nestler beim Amberholz (ChloröxylonSwi6tana DC.; Vgl. Berichte der DeutschenBotanischen Gesellschaft, 1911) sowie beim Cocolobeholz (Liquidämbar styraeiflua L. ebenda, 1913).') Griech. anoäids [spodids] = Pflaume; wegen der Aehnlichkeit der Frucht.
') Einheimischer Name.