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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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in den Achseln eines Tragblattes, mit 2 seitlichen Vorblättern, klein, strahlig oder schwachzygomorph, zwitterig (Fig. 1814 d) oder 2»häusig=vielehig. Kelch 5»zählig, unter» bis oberständig.Kronblätter 5»zählig, selten fehlend. Staubblätter gewöhnlich 5, seltener 10, bisweilen auch mehroder weniger, in 1 oder 2, selten mehr Kreisen. Fruchtblätter meist 3 bis 1, selten 5, frei,selten miteinander verbunden, mit ebenso vielen Fächern und je 1 hängenden oder aufstei=genden, umgewendeten Samenanlage; Raphe dem Rücken der Fruchtblätter zugekehrt. Griffel1 oder, wenn in Mehrzahl, verwachsen oder seltener getrennt. Blütenachse flach, konkav oderkonvex oder zu einem Diskus oder Gynophor umgebildet, oft lappig. Frucht eine Steinfrucht»artige, seltener trockene Schliessfrucht; Mesokarp harzig. Samen mit sehr wenig oder ohne

Nährgewebe; Keimling ziem»lieh gross, fleischig, häufiggekrümmt, mit flachen oderleicht gekrümmten Keim»blättern.

Die Familie umfasst etwa58 Gattungen mit annähernd 500Arten, die in der Hauptsache dieTropen der Alten und NeuenWelt besiedeln. Besonders reichtreten die Anacardiaceen im ma=layischen Gebiete auf. EinigeGattungen, vor allem PistäciaL., Rhüs L. und SchinöpsisEngler strahlen auch in die ausser»tropischen Gebiete von Ostasienund Nord= und Südamerika, sowiein das Mittelmeergebiet aus. EineAnzahl von Gattungen ist aufaltgetrennte Gebiete wie Mada»gaskar, die Makarenen, Neukaledonien, ferner auf Südafrika, Australien beschränkt. Andere wiederum weiseneine ausserordentlich zerstückelte Verbreitung auf, so z. B. C a m p no s p 6 r m a Thw. (Madagaskar, Ceylon, Malakka,Sumatra, Borneo und Nordbrasilien) und Glüta L. (Madagaskar und Malayischer Archipel). Sorind^ia P.Thouars besiedelt das tropische Afrika, die sehr nah verwandte Gattung Maüria Kunth das andine Süd«amerika. Diesen zweifellos alten Gattungen steht andererseits die ausserordentlich formenreiche Gattung Rhüsgegenüber, die sowohl im nördlichen, als auch im südlichen extratropischen Gebiete entwickelt und selbst inden Tropen durch einige Arten vertreten ist. Die Angaben über fossile Anacardiaceen, die über das Tertiärreichen (z.B. die nur auf Grund der Laubblattform aufgestellte Gattung Anacardites Sap.), sind vielfachinfolge der grossen habituellen Aehnlichkeit vieler Anacardiaceen »Arten mit solchen der Rutaceen, Meliaceen,Sapindaceen, Simarubaceen und anderer Familien zweifelhaft. Mit Sicherheit ist Pistäcia im Oligozän undMiozän von Frankreich, im Miozän von Böhmen und dem Quartär von Madeira festgestellt worden. Mitdieser Gattung verwandt sind nach Potoni6 Früchte, die als Folliculites KaltennordheimcJnsisZenker aus dem deutschen Tertiär beschrieben worden sind. An die lebende Gattung Pärishia Hook f.scheint sich Heterocalyx Sap. aus dem Oligozän von Südfrankreich und Oesterreith, sowie aus dem Miozänvon Kroatien anzuschliessen. Zu Cötinus Miller gehören die als Rhüs palaeocötinus Sap., R. orbi.culäta Heer und R. antilöbum Unger, vielleicht auch die als R. frat6rna Lesq. beschriebenen Funde.Zahlreiche andere auf Grund von Laubblättern und Früchten beschriebeneRhus'.Arten aus der Kreide vonNordamerika, Grönland und Mitteleuropa, sowie aus tertiären Schichten verschiedenen Alters von Nordamerika,Grönland, Island, Europa und Ostasien sind hinsichtlich ihrer Zugehörigkeit zur Gattung zweifelhaft. Aus demEozän von Sezanne und dem niederrheinischen Miozän sind Früchte aus der vermutlichen Verwandtschaft derTribus der Spondfeae bekannt geworden, die als Spondiaecärpon Lang bezeichnet worden sind. In»folge der oben erwähnten grossen Aehnlichkeit vieler Anacardiaceen mit Arten anderer Familien liegen dieVerwandtschaftsverhältnisse der Familie nicht klar zutage. Nach Engler, der die Hauptbewertung auf dieBeschaffenheit der Samen legt, sind die Sapindaceen die nächsten Verwandten, nach anderen Autoren bestehenenge Verbindungen zu den Meliaceen oder Burseraceen und Simarubaceen. Die sero-diagnostischen Unter»

Fig. 1814. Cotinus Coggygria Scop. a Rein männliche Blüte, b Zweigeschlechtige Blüte.c Rein weibliche Blüte, d Blütendiagramm. e Chinesische Gallen von Rhus semia-lata Murr. var. Osbecki DC. / Pistacia Lentiscus L. Spaltöifnungsapparat.g Geflügelte Frucht von Swintonia spieifera Hook. i. (a bis c nach Knuth, d nachEichler, / nach Rehious, g nach Engler).