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eines pyramidenförmigen Buchsbaums im Wappen der Gemeinde Buchs im Kanton Zürich dürfte ebenfallskeine Bedeutung beizulegen sein. Weitere mit Buchs in Verbindung zu bringende Namen sind nach H. Jaccardin der französischen Schweiz etwa: Buix (deutsch Buchs)bei Pruntrut, Buchillon, Bossey, Bossy, nach Picqu6nardin der Bretagne z. B.: Beux, Buzit, Beuzen, nach Simon in Nordfrankreich; La Boissiere, Pont de Buis, Boeuxe,Boixe usw. Die Mosel besitzt ihre „Palmberge", die Maas in Belgien ihre „Montagnes au buis".
Nach Kirchner tritt die Befruchtungsmöglichkeit der weiblichen Blüten vor der Oeffnung der Staub»beutel der männlichen Blüten in demselben Blütenstand ein, so dass die auf ihnen anliegenden Besucher, namentlichApiden und Fliegen, seltener Schmetterlinge, in der Regel Fremdbestäubung vollziehen. Anlockungsmittel sinddie frühe Blütezeit (März und April) und der reichlich zwischen den Frucht> und Staubblättern durch die Nek.tarien ausgeschiedene Blütenhonig. Ein Blütenduft fehlt vollständig; doch könnte der bisweilen sehr aufdring-liche Duft des ganzen Strauches als weiteres Anziehungsmittel dienen. Nach Hermann Müller beissen diebesuchenden Honigbienen den Pollen der noch nicht aufgesprungenen Staubbeutel ab, machen ihn durch Abgabevon Honig aus dem ganz wenig vorgestreckten Rüssel klebrig und bürsten ihn dann mit Hilfe der Vorderbeinean die Hinterbeine. Nach Warnstorf ist er weisslich gefärbt, kugelig, durch niedrige, dicht stehende Wärzchenundurchsichtig und misst im Mittel 37 u im Durchmesser. Der Fruchtansatz ist bereits im südwestlichenDeutschland reichlich, während in Mitteldeutschland oft jahrelang keine Früchte gebildet werden. Nach Tischlerist der Strauch häufig parthenokarp. Die Verbreitung der mit einer kleinen Caruncula versehenen Samendürfte im Gebiete nur durch Verschwemmung bei starken Regenfällen oder sonst durch Rinnsale erfolgen.Möglicherweise werden auch die hakigen Früchte durch Tiere verbreitet. Von John Briquet (La myrmöchoriedu buis. Archiv des sciences phys. natur., Geneve, 1912) sind auf Korsika und in Savoyen Ameisen als Samen«verschlepper festgestellt worden. Vollreife Samen keimen nach Kinzel meist nach 2 bis 4 Monaten völligaus. Sie werden dabei anfangs vom Lichte begünstigt, keimen aber später bei völliger Verdunkelung besserund rascher. Nicht ganz ausgereifte Samen keimen nur im Lichte. Den günstigen Keimverhältnissen ist eszuzuschreiben, dass der Buchs so leicht aus der menschlichen Kultur entweicht und auch an natürlichen Stand«orten (nach Christ z. B. im Basler Jura) so reichlich Nachwuchs besitzt. Ein starker, namentlich nach Verletzungeneinsetzender Austrieb von Adventivsprossen an den mit einer Mykorrhiza in Verbindung stehenden Wurzelnund unteren Stengelteilen gewährt dem Strauche nicht nur ein zähes Ausharren am Wurzelorte, sondern sogareine beschränkte Ausbreitung. Dabei erreicht er nach Medwedew bisweilen das hohe Alter von 600 Jahrenund auch in Mitteleuropa, namentlich in Gärten, beträchtliche Höhen und Stammdicken. So wurde in Busch«hoven (Rheinprovinz) ein Stamm beobachtet, der am Boden Im, in 1 m Höhe noch 99 cm Durchmesser undeine Stammhöhe von 7,6 m mass (Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, 1920), in dem feuchten,ausgleichenden Küstenklima von Rügen neben Eiben, die 11,3m Höhe bei 0,4 m Durchmesser aufwiesen, Buchs«bäume bis 7,3 m Höhe bei allerdings nur 15 cm dicken Stämmen (1. c., 1921). Ein gepflanztes Exemplar inHeischeid (Köln) zeigt 6 m Höhe und 35 cm Durchmesser, ein anderes bei Fahrenberg unweit Düsseldorf 4 mHöhe und 35 cm Stammstärke. Nach Christ erreichen bei Basel die am Grunde oft knolligen Stämme einenDurchmesser von 10 cm. Aus dem Kaukasus werden Höhen von bis 16 m und Stammstärken bis 50 cm an-gegeben. In der Asche des Holzes wurden 45,75°/o CaO, 3,82°/o FsOs, ll,23°/o PiOs, 7,7% SiOs festgestellt.Die Rinde sowohl als auch die Laubblätter enthalten die Alkaloide Buxin (= Buxein?), Parabuxin, Buxinidinund Parabuxinidin, ferner Aether, Oel und nach älteren Angaben neben Gummi auch freie Essigsäure (?)Natrium-Sulfat und «Chlorid usw. Das Buxin ist entgegen früheren Angaben nicht identisch mit Bebeerin(Seripin, Sepeerin), das in Buxus auftreten sollte. Die Laubblätter besitzen Epidermiszellen mit stark getüpfeltenSeitenwänden, sehr dicker Kutikula und nur unterseits auftretenden Spaltöffnungen. Letztere sind in der Zahlstark schwankend. Nach Spinner treten pro qcm (65) 100 bis 150 (195), ausnahmsweise sogar 280 auf. Anjungen Laubblättern finden sie sich nur an der Spitze und am Blattgrund j später breiten sie sich über dieganze Fläche aus und messen voll ausgebildet im Mittel 20 fi. Junge Laubblätter tragen auch, später fast ganzverschwindend, 1 «zellige, dickwandige, ziemlich stumpfe Deckhaare, von denen im Mittel 150 auf 1 qcm kommen.Die Kutikula ist mit einem Wachsüberzug bedeckt, In dem Myricylalkohol und palmitinsaures Myricin fest«gestellt worden ist. Das unter der Epidermis folgende Schwammparenchym besteht aus einem lockeren Gewebeluftführender Zellen und erlaubt eine leichte Trennung in eine obere und eine untere Blatthälfte. In der oberenfindet sich namentlich das Chlorophyll, in der unteren zahlreiche Calciumoxalatkristalle (Fig. 1809i). Die Ver«dunstung der Laubblätter ist sehr gering. Abgeschnittene Zweige nahmen bei Versuchen von Spinner imLaufe von 2 Monaten nur etwa die Hälfte ihres Gewichtes ab. Molisch hat überdies gezeigt, dass die Laub«blätter — ähnlich wie diejenigen vieler anderer immergrüner Arten — bei verhältnismässig tiefen Temperaturen4 Monate und länger bei völligem Lichtabschluss verharren können, ohne zu vergilben. — Die Laubblätterwerden angeblich als Fälschungsmittel für die Fölia Uvae Ursi, sowie für Senna verwendet, lassen sich aberleicht von ersteren durch Behandlung der Blattquerschnitte mit Vanillinsalzsäure, bezw. Ferrosulfatlösung unter-scheiden. Die Buchsquerschnitte bleiben in beiden Fällen farblos, während diejenigen von Arctostaphylos Uva