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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
208
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mit seinem dicht verfilzten Wurzelgeflecht Gestemsschutt überziehend und festigend, auf weite Flächen hindas lockere, malerische Unterholz lichter Niederwälder von Quercus Robur und Q. pubescens, CarpinusBetulus, Acer platanoides und A. campestre, Sorbus Aria und S. torminalis, Corylus Avellana, Fraxinus ex«celsior, Tilia platyphyllos, Ilex Aquifolum, Rhamnus cathartica, Crataegus Oxyacantha, Coronilla Emerus, inderen Bodendecke sich Melica uniflora, Cephalanthera rubra, Polygonatum officinale, Tamus communis, La»thyrus vernus, Melittis Melissophyllum, Chrysanthemum corymbosum, Campanula persicifolia usw. mischen.Im Winter leuchten diese dichten Bestände, wie z. B. dieBuchshalden" bei Grenzach in Oberbaden, die bereitsvon Caspar Bauhin 1622 erwähnt werden und die etwa 80 Hektar umfassen, als glänzend grüne Flächenaus dem grauen, kahlen Mengwald mit seinen eingestreuten, roten Föhrenstämmen. Auch ziemlich geschlossene,lichtarme Wälder werden nicht gemieden ist doch der Buchs nach Lämmermayer unter allen Holzpflanzender gemässigten Zone derjenige Strauch, der die weitesten Grenzen des Lichtgenusses (L. = 1 bis aufzuweisenhat. Allerdings kommt er an solchen Orten kaum zur Blüte, fruchtet nie und ist trotz seiner grossen Lebens,fähigkeit früher oder später dem Untergange verfallen. Auf offenem Schutt und an oft steilen Felsen vereinigtsich der Strauch gern mit Quercus sessiliflora, Prunus Mahaleb, Coronilla Emerus, Sorbus torminalis, AcerOpalus, Ilex Aquifolium und Colutea arborescens. Er stellt dort oft einen sehr wirksamen Besiedelungspionierdar, der bereits nach den ersten, einleitenden Moos-Phasen seine Keimlinge zur Entwicklung und zur dauerndenAnsiedlung zu bringen vermag. Allerdings ist das Wachstum sehr langsam; zählte doch Spinner z.B. aneinem Stammquerschnitt von nur 2,5 : 2,3 cm 55, an einem anderen von 4,6 : 4,2 cm 90 Jahresringe. In derjurassischen Garide erscheint der Buchs meist in lockeren Herden. Auf Weiden zieht er sich in den Schutz andererSträucher zurück. Am Genfer See besiedelt er nach Chodat bei Sciez zusammen mit Euphorbia Seguieriana,Scabiosa Columbaria var. pachyphylla und S. canescens offene Dünen, bindet durch seine reiche, mehrereMeter lange Bewurzelung deren lockeren Sand und bereitet damit den Boden für einen lichten Föhrenwaldvor, in welchem er sich später zu üppigen, fast baumartigen Beständen entwickelt. Auch an der Arve unterhalbSallanches steht er auf sandigen Alluvionen als Linterwuchs von Föhrenwäldern. In den Sevennen gehört derBuchs hauptsächlich den Quercus sessiliflora»Wäldern an, tritt aber auch regelmässig in dem Quercetum Ilicisauf. Nach dem Abtrieb des sommergrünen Waldes breitet er sich auf den Schlagflächen rasch aus und schafft, nament-lieh auf sehr unfruchtbaren Böden, durch die reichlich aus seinen Laubblättern sich bildenden Humusstoffe oft die Vor-bedingungen zur Wiederansiedelung des Waldes. Da sich die Begleitflora der Buxeten dem Quercetum sessili-florae eng anschliesst, bezeichnet Braun-Blanquet das Buxetum als dessen Subassoziation. Manchen vonihm überzogenen Gebieten drückt der Strauch den Charakter der Armut, ja der Verödung auf (Thurmann).Den grossen Cistus.Gebüschen und Quercus Ilex-Arbutus Unedo-Macchien ist der Strauch fast fremd; doch kanner sich letzteren (wie z. B. in der Spelonica-Schlucht auf Korsika) bisweilen in prachtvollen, dichten, etwa 6 mhohen Gebüschpartien bestandbildend beimischen (Rikli und Rübel, Sommervegetation von Korsika). InNordafrika fehlt er in der Ebene und Hügelstufe vollständig und findet sich nur im Gürtel der Cedernwälder.In Kärnten ist er nach Paul in am Fusse des Jetrbenk (Hirtenberg) mit Fraxinus Ornus, Ostrya carpinifolia,Daphne Blagayana, Ruscus Hypoglossum und Potentilla Carniolica vereinigt. In den Balkanländern zähltBuxus sempervirens zu den Bestandteilen der Hartlaubgebüsche (Laurifruticeta) und zwar speziellderPseudomacchie", wo er in den Bergländern in Gesellschaft von Prunus Laurocerasus, Juniperus Oxycedrusund J. excelsa, Phillyrea media, Ilex aquifolium, Pistacia Terebinthus, Quercus Ilex und Q. Macedonica auftritt,denen sich von Tropophyten noch Syringa sp., Prunus spinosa, Crataegus monogyna, Ligustrum vulgare, Ostryacarpinifolia, Paliurus usw. als Begleiter anschliessen. Oder aber er stellt sich in den von Eichen und Silber-linden gebildeten, stellenweise bis zur Nadelholz-Stufe aufsteigenden Misch-Laubwäldern ein (Adamovie).Zusammen mit Ilex Aquifolium, Prunus Laurocerasus und Rhododendron Ponticum bildet er in dem an Nieder-schlägen und Feuchtigkeit so reichen colchischen Gebiete ein dichtes Unterholz, das teils die gemischten Laub-Wälder, teils die reinen Buchenwälder besiedelt und bisweilen echte Schattenpflanzen wie Gentiana asclepiadea,Sanicula Europaea und Circaea Lutetiana birgt. Der bei dieser Vereinigung bereits hervortretende Charaktereiner tertiären Pflanze prägt sich noch deutlicher in Nord-Persien aus, wo 2 bis 4 m hohe Buchsdickichtein einem Laubwald stehen, der u. a. die beiden hochstämmigen Leguminosen Gleditschia Persica und AlbizziaJulibrissin, eine sehr altertümliche Ulmacee Pterocarya Caucasica und die systematisch einsam stehende ParrotiaPersica (eine Hamamelidacee) enthält.

Die gegenwärtige Verbreitung des Buchses (vgl. Fig. 1811) zeigt eine deutliche Spaltung in ein west-liches und in ein östliches Gebiet. Die Lücke schaltet sich in Italien ein, wo das Vorkommen des Strauchesvon Seiten der dortigen Forscher bald nur als durch den Menschen bedingt, bald wenigstens z. T. alsUeberrest früher weiter ausgedehnter Verbreitung aufgefasst wird. Diese zweigeteilte Areal-Gestalt, dieBriquet treffend alskapriziös" bezeichnet hat, kann nur mit Hilfe der Florengeschichte erklärt werden.Zahlreiche Funde aus dem Diluvium haben einwandfrei ergeben, dass die Verbreitungsgrenze früher viel weiternördlich als gegenwärtig verlief und sich bis nach Mitteldeutschland erstreckte. In neuester Zeit ist es E. W e r t h