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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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207
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Allgemeine Verbreitung (vgl. Fig. 1811): Süd* und Mitteleuropa: nördlich biszum östlichen und zentralen Berg» und Hügelland von Frankreich, zerstreut bis zum belgischenJura (Maastal), MittebEngland (spontan?), Moseltal, Südelsass, Südbaden, Schweizer jura, Unter»Wallis, Savoyen, Gardasee, Oberösterreich (spontan?), Kram, Illyrische Gebirge, Nord=Balkan,südlich bis Portugal (Coimbra, Bussaco usw.), Südostspanien (Cazorla in der Provinz Iaen)>Sardinien, nördliche Abruzzen, Nordgriechenland; Nordafrika (Algier), Karien, Kaukasus,Kleinasien, Südufer des Kaspischen Meeres ; Westlicher Himalaya (als Buxus Wallichiana Baill.).Ausserdem durch die Kultur weit verbreitet, in Norwegen bis zum 67.° nördl. Breite; in Ost»asien in Kiautschau auf Kap Yatau und Lauschan.

Die Art zeigt folgende Formen: i. Baumförmige oder hochstrauchige Formen: var. arbordscens(Mill. ) L. Baumförmig. Laubblatter doppelt so lang als breit. Hierzu die buntfarbigen Formen: f. arg^nteaLoud. Laubblätter weiss und grün gefleckt. f. aürea Loud. Laubblätter gelb und grün gefleckt.f- aür eo«mar gi nät a Loudin (Fig. 1810c). Laubblätter gelb berandet; weitere gelbbunte Formen vgl.Baillon (Monographie des Buxacees. Paris, 1859). var. angustifölia Loudin. Baumartig oder hodi«strauchig. Laubblätter 3» bis 4«mal solang als breit, aber klein, kammför«mig in eine Ebene gestellt, oft blaubereift. An schattigen Orten? Hier«her ebenfalls bunte Formen. var.rotundiföliaBaillon. Baumförmigoder hochstrauchig. Laubblättermehr rundlich, 1 'h mal so lang alsbreit. Kulturform. Hierzu f. p 6 n.dula nummulariifölia hört,mit hängenden, 2.zeilig gestellten,

1,5 cm langen und 1,25 cm breitenLaubblättern. So in einem Buxus-Bestand (Bux6tum) ob Waldenburg'n Baselland. 2. Klein oder seltenerbis 1 m hohe Sträucher: var. suf»fruticösa (Mill.) L. In allen Teilenkleiner, steif aufrecht, fast stets steril,falls blühend, die Blüten nur einzelnund endständig. Die bekannte über-all als immergrüne Einfassung vonGartenbeeten oder als Gräber»schmuck verwandte Form. Hierhergehören: f. myrtifölia (Lam.) Fig. 1812. Buxus sempervirens L. als Unterholz im Buchenwald Burghalden beip v c _ l -1 T 11. I. Liestal (Basler Jura). Phot. Dr. Fr. H e i n i s, Basel.

*- K. Schneider. Laubblätter klein,

schmäler oder doch spitzlich, graugrün. f. rosmarinifölia (Baillon). Laubblätter lineaL-lanzettlich, 4» bis6=rnal so lang als breit. Bisweilen auch in bunten Formen.

Buxus sempervirens gehört dem submediterran-montanen Elemente an und ist nach Christ einetertiäre Holzpflanze, die sich in einem grossen Teil ihres Verbreitungsgebietes durch die quatärnäre Periodebis heute erhalten hat und mesotherm»mesoxere Natur besitzt. Der Strauch ist ein xeromorph gebauterI'hanerophyt, der im Sommer bedeutende Wärmegrade und Lufttrockenheit ertragen kann, dabei aberauch im allgemeinen die mitteleuropäischen Winter zu überdauern vermag. Jedoch leidet er bisweilenstark bei ungewohnt tiefem Sinken der winterlichen Temperatur (z.B. bei Teltow in dem strengen Winter 1911)und vermag daher auch nach Braun-Blanquet in den zentralalpinen Alpentälern mit ihren bis 25° Kältebringenden Wintern nicht zu überdauern. Sein Verbreitungsgebiet überschreitet im allgemeinen die 10°»]ahres«mittel.Isotherme nicht. Bei starkem Froste verfärben sich die im Spätherbst stumpf dunkelgrün gewordenenLaubblätter infolge lebhafter Anthocyan.Bildung bisweilen bis zu einem leuchtenden Gelbrot. In Mitteleuropabesiedelt der Strauch ziemlich trockene, humose Kalkböden, seltener auch dysgeogene Eruptivgesteinsunterlagen(Porphyr, und Basaltschutt). Sehr selten geht er, wie z. B. am Ufer des Genfer Sees, auch auf Sand über. ImKaukasus dagegen scheut er auch Lehmböden nicht. An warmen, trockenen Hängen des Jura bildet er, oftdie Form eines halbniederliegenden, mit den Aesten gegen den Abhang gerichtetenKrummholzes" annehmend und

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