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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fig. 1 SOSi, k. Pflanze mit Tauch« und Schwimmblättern oder nur mit Schwimmblättern (f. fontana Kütz.);letztere spateiförmig, 4 bis 11,5 mm lang und 1,5 bis 3,5 mm breit. Blühend und fruchtend 1 ). f. caespitösaC. F. Schulz, Fig. 18081. Ueppige, blühende und fruchtende Schlammform. Laubblätter alle oder vorwiegendspateiförmig, 6,5 bis 14,5 mm lang und 2,5 bis 5 mm breit. So auf feuchtem, weichem Morast, wo die Aestebis 30 cm Länge erreichen können. Die Form erinnert in der Tracht an kleine Elatine» Arten. f. minimaHoppe (= f. terrestris Glück). Zwergige, auf + trockenen Böden wachsende, blühende und fruchtende Land«form, angedrückte Rosetten bildend. Laubblättcr vorwiegend lineal, 1 bis 5 mm lang und 0,5 bis 1 mm breit,an den Sprossgipfeln i lanzettlich. So gern auf Waldwegen in Fahrrinnen, sowie besonders in höheren Lagen,z. B. in Krain auf der Alpe Morosch bei Flitzsch bei etwa 1500 m, auf der Schlappoltalpe am Fellhorngipfel imAllgäu bei 1717 m, im Oberengadin zwischen 1800 und 2200 m (Statzer See, Maloja, Val Fex). Auch auf Korsikaerscheint sie in den Gebirgen.

Callitriche verna besitzt mit ihren kleinen Früchten ein sie gegen die übrigen mitteleuropäischenCallxtriche»Arten gut abgrenzendes Merkmal. Auch in ihren Standortsansprüchen weicht sie etwas von ihnenab. Sie bewohnt in der Regel nurflache, bis 30 cm tiefe, sich ± leichterwärmende und (nach Glück) nurstehende Gewässer, wird allerdingsoftmals (ob mit Recht 1) in fliessendenGewässern angegeben. Ihre Tauch,formen sind in der Regel unfruchtbar,die Schwimmblatt« und Landformenhingegen oft reich fruchtend. Früchtekönnen bei der Schwimmblattform da«durch unter Wasser geraten, dass derStern der Schwimmblätter immerneue Laubblätter entwickelt, wo«durch die tiefer stehenden unterWasser geraten und mit ihnen diein ihren Achseln sitzenden Früchte.

Ob C. verna rein anemophil ist oderdoch auch unter Wasser zu einerBestäubung und Fruchtbildung ge«langen kann, bedarf infolge der vie»len, sich widersprechenden Angaben,einer genauen Untersuchung. Voll«mann und Glück beobachtetenausnahmsweise fruchtende Tauch«formen. Die Umbildung von Schwimm«formen in Landformen geht sehrleicht vor sich und tritt auch infolgeder geringen Tiefe der besiedelten Gewässer häufig ein. Auch der entgegengesetzte Gang, die Erziehungder Wasserform als Landformen stösst nach Gradmann, Glück u. a. auf keinerlei Schwierigkeiten. H.Brock*mann (Die Flora des Puschlav, 1907) sammelte im Puschlav eine Reihe von C. verna.Formen, die nach denUntersuchungen von Hegelmaier die Eigentümlichkeit besassen, weibliche Blüten mit abortierten Narben auf»zuweisen, wie das bei exotischen Arten häufiger vorkommt. Die Frucht» und Samenreife wird durch diesenMangel nicht beeinflusst. Ueber die Ursachen des Aborts ist nichts bekannt. In der norddeutschen Heidefindet sich die Art z. B. auf Mooren in den Wasserlöchern und Tümpeln zwischen den von Carices und zahl«reichen anderen Moorpflanzen gebildeten Bülten, häufig im Vereine mit Typha latifolia, Sparganium minimumund S. diversifolium, Ranunculus flaccidus, Epilobium palustre, Myriophyllum spicatum, Berula angustifolia, Helo»sciadium sp., Hottonia palustris, Utricularia vulgaris, U. neglecta und U. minor, Senecio paluster, Alisma Plantagoaquatica und Oenanthe aquatica. Im brakigen Wasser der Danziger Bucht ist sie mit Potamogeton pectinatus,Zannichellia palustris und Z. polycarpa, Ruppia rostellata, Scirpus Tabernaemontani und S. parvulus, Juncusranarius, Ranunculus confusus und R. fluitans, Elatine Hydropiper, Limosella aquatica und Veronica Anagallisvar. aquatica vergesellschaftet. An anderen Orten in der Nähe der Ostseeküste erscheint sie mit HelodeaCanadensis, Nymphaea alba, Nuphar luteum, Limnanthemum nymphaeoides, Hydrocharis Morsus ranae, Stratiotes

Fig. 1808. Callitriche verna L. a Diagramm einer männlichen Blüte, b Desgl.einer weiblichen Blüte, c Keimpflanzen, d Laubblattrosette, e Frucht von derBreitseite. / Desgl. von der Schmalseite, g Desgl. von oben, h Desgl. im Querschnitt.i und k Habitus der f. stell ata Kütz. / Desgl. der f. caespitösa C. F. Schulz.m Desgl. der f. submersa Glück.

*) Diese Form entsteht durch die grosse Vergänglichkeit der Tauchblätter.