als die in Bayern allein vorkommende Art bezeichnet wird. Vollmann setzt C. cophocarpa synonym mitC. verna. Nadi Glück 1 ) stellen jedoch Originalexemplare Sendtners eine kleinblätterige und kleinfrüchtigeC. stagnalis.Form dar, da die Früchte mehr rund als oval und mit Kantenbildungen versehen sind, Verhält«nisse, wie sie bei C. verna nie auftreten.
Callitriche stagnalis erscheint sowohl in stehenden, als auch in fliessenden Gewässern und vermagin Wassertiefen bis zu etwa 80 cm zu gehen. In ruhigem Wasser stehen die zu dichten Büschen vereinigtenTriebe senkrecht nach oben, in fliessendem sind sie durch die Strömung i wagrecht gerichtet. Die Tauchformist stets unfruchtbar ; aber auch Schwimmblattformen in reissenden Bächen gelangen selten zur Blüte und zumFruchtansatz. Als Begleiter an solchen Orten treten die Arten der Ranunculus fluitans-Assoziation auf, na.t j mentlich Ranunculus fluitans und Potamogeton
fluitans, ferner Zannichellia dentata, HelodeaCanadensis, Nuphar luteum und verschiedenePotamogetonarten (P. lucens, P. pectinatus,P. crispus, P. perfoliatus, P. densus usw.). Inruhigem Wasser, wo die Fruchtbildung regel.mässigund reichlich vor sich geht, erscheinen etwaPotamogeton rufescens, Sparganium natans,Ce»ratophyllum demersum, Ranunculus divaricatus,Nuphar luteum, Nymphaea alba und N. can«dida, Myriophyllum verticillatum, M. spica.tum und Hottonia palustris. Die Landformenentstehen oft infolge Eintrocknens des Wasser«beckens und zeigen dabei die Eigentümlichkeit,dass die Früchte (namentlich bei der f. ter»restris) breit gekielt werden. Auch in seichtemWasser werden gern derartig gestaltete Früchteausgebildet. Durch Versenkung von Land«formen unter den Wasserspiegel kann dieWasserform wieder erzeugt werden.
Fig. 1807. Callitriche Ii a in u I a t a Kiitz. a und b Habitus der f. genuina(Gren. et Godr.). c Habitus der f. homoiophylia (Gren. et Godr.). d und cFrüchte von der Breitseite, / und g desgl. von der Langseite, h und i desgl.im Querschnitt (d bis i nach Hegelmaier).
1859. Callitriche hamulata ! ) Kütz.(= C. intermedia [Hoffm.], = C. autum=nalis Kütz.). Haken = Wasserstern.Fig. 1802a, Fig. 1804bi bis bio undFig. 1807.
Meist ausdauernde Tauch' oderSchwimmblatt» oder 1 = jährige, auffeuchtem Boden lebende Landpflanze, mit Sternhaaren. Stengel bis 80 cm lang, dünn, meist fäd=lieh, etwas stärker abgeplattet als bei C. stagnalis und C. verna. Laubblätter der Tauchformen(Fig. 1804b3 bis bio) lineal, bis 42 mm lang und 1,5 mm breit, gegen die Spitze in der Regel leichtverbreitert und halbkreis* bis zangenförmig ausgeschnitten, sehr zart, l=nervig oder i spatelig,gegen den Grund keilig, stielartig verschmälert und mehrnervig; Schwimmblätter (Fig. 1804bi,bs) rosettenartig gehäuft, eirundlich, in einen 1= bis 2=mal längeren Stiel zusammengezogen,die Spreite bis 14 mm lang und bis 3,8 mm breit; Laubblätter der Landformen klein, breit=lineal bis lineablanzettlich, oberseits dunkelgrün und fein punktiert, unterseits weisslichgrün.Vorblätter oft fehlend, 1 mm lang, stark sichelförmig oder hakenförmig gekrümmt, häufig sehrschmal. Blüten an Tauch», Schwimmblatt» und Landformen. Staubblätter 2,5 bis 3 mm lang;Pollen fast kugelig, reichwarzig. Narben 5= bis 6=mal so lang wie der Griffel, zurückgeschlagen,
') Herr Prof. Hugo Glück. Heidelberg hatte die Liebenswürdigkeit, Originalexemplare aus dem Herba«rium Boicum (München) zu untersuchen, wofür ihm auch an dieser Stelle gedankt sei.
2 ) Abgeleitet von latein. hämula, dem Diminutiv von häma = Haken, also der hakige Wasserstern;wegen der sichel« bis hakenförmigen Vorblätter.