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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Vliess den Boden überkleidet und bereits durch den in der Regel sehr reichen Fruchtansatz, sowie getrocknetdurch die schön grünen und durchscheinenden Laubblätter gut kenntlich ist. Dennoch ist die Art häufig ver»wechselt worden, in erster Linie mit Tauchformen von C. hamulata. Die Verwirrung ist z. T. darauf zurück»zuführen, dass Kützing, der sich sehr um die Klärung der Gattung verdient gemacht hat, C. autum.nalis L. in einem Aufsatz in der Linnaea (Bd. VN, 1832) mit dem Namen C. virens belegt hat, währendC. hamulata Kütz. am selben Orte mit dem Namen C. autumnalis Kütz. neu beschrieben ist. Auf dieserNamensvertauschung beruhen wahrscheinlich ein Teil der älteren Angaben für Mittel» und Süddeutschland,Oesterreich und die Schweiz. Von C. hamulata, mit der sie gewisse Aehnlichkeit in der Tracht besitzt,unterscheidet sie sich durch die grossen und durch tiefe Einschnitte geteilten Früchte und die in derRegel viel längeren, stets nur l=nervigen Laubblätter, während bei letzterer vereinzelt auch 3=nervige auf»treten. Subfossil ist C. autumnalis in den Dryastonen von Deutschland und England festgestellt worden.

Die zweite zur Sektion der Pseudocallitrichen ge«hörende Art ist die mediterran.atlantische, bisEngland nordwärts gehende und in Bächen, Quel»len und anderen fliessenden, sowie in stehendenGewässern auftretende C. truncdta Gussone(Fig. 1S02 e), die sich ausser durch die etwas frühereBlütezeit durch kurzgestielte Früchte und unge»flügelle Klausen auszeichnet (vgl. Thompson,H. St., Journal ol Botany [1923], 61).

1858. Callitriche stagnalis 1 ) Scop. (= C.stagnalis Kütz. et C. platycärpa 2 ) Kütz.).Grossblütiger Wasserstern. Fig.1802b, Fig. lS04ai bis aio, Fig. 1805 undFig. 1806.

Ausdauernde, seltener nur 1 »jährigeoder l=jährig=überwinternde, ganz unterge»tauchte oder meist amphibische oder aufSchlamm und anderen feuchten Bödenganz zum Landleben übergehende Pflanze,mit Sternhaaren. Stengel 5 bis 50 (100) cmlang. Typische Wasserblätter (Fig. 1804 a7bis aio) lineal, an der Spitze abgerundet,mit kurzem, rundem Ausschnitt, meist 1»nervig, zart, durchscheinend lichtgrün, ober»seits gelblichgrün, unterseits weisslichgrün $typische Schwimmblätter (Fig. 1804ai, as) meist zu einem ^ deutlichen Stern gehäuft, länglichbis breit»eiförmig, an der Spitze kaum ausgeschnitten, 3» (oder mehr=)nervig, ± plötzlich ineinen etwa gleichlangen Stiel zusammengezogen, dicklich, grasgrün, glänzend; mindestens dieüber Wasser lebenden mit Spaltöffnungen. Blüten nur über dem Wasser entstehend, am Grundemeist mit 2 breiten, sichelförmig gekrümmten Vorblättern (Fig. 1805 b, c). Staubblatt 5 bis 8 mmlang, stets aufrecht; Pollen fast kugelig, reichlidi mit Warzen besetzt. Weibliche Blüte ziemlichgross. Narben aufrecht oder spreizend, bis zur Fruchtreife bleibend. Frucht im Umriss i kreis»förmig, gross, 1,5 bis 2 mm lang, kurz gestielt oder sitzend, mit rinnigen Flächen und tiefenRinnen über den Nähten; Klausen mit etwas gewölbten Rückenflächen, etwas voneinanderabstehend, am Aussenrande breit und durchscheinend geflügelt, häufig 1 oder mehrere Klausenverkümmernd. V bis X.

Meist herdenweise in grossen Vliessen und vorzugsweise in fliessenden, flacheren,kühleren und beschatteten Gewässern, aber auch in Tümpeln, Dorfteichen und anderen stehenden

') Abgeleitet von lat. stägnum = Sumpf.

a ) Zusammengesetzt aus nXaivs [platys] = flach, platt und xagnos [karpös] = Frucht.

Fig. 1805. Callitriche stagnalis Scop. a Habitus der f. vulgaris(Kütz.). b Männliche Blüte, c Weibliche Blüte, d Frucht (der var.vera [Aschers.] entsprechend) von der Breitseite, e Desgl. von derSchmalseite. / Desgl. im Querschnitt. g Habitus der f. h e t e r o -p h y 11 a Glück, h und k Frucht (der var. platycarpa [Kütz.] entsprechend)von der Breitseite, i Desgl. durchschnitten. / Desgl. von der Schmal-seite. m Desgl. im Querschnitt ( a, b, h und i nach Schlechtendal-H a 11 i e r, d bis / und k bis m nach H e g e 1 m a i e r).