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(Untersuchungen über die Scheitelöffnungen bei Wasserpflanzen, Berlin, 1898) durch einen Porus ersetzt werden.Die Pseudocallitrichen sind demzufolge auch nicht in der Lage typische Schwimmrosetten oder gar Schlamm» undLandformen zu bilden. Die Verteilung der Spaltöffnungen an den verschiedenen Pflanzenteilen ist sehrwechselnd. An den Stengeln treten sie immer nur spärlich auf, am häufigsten noch an den Landformen. Anden Laubblättern der mitteleuropäischen Arten finden sie sich fast einzig, dafür aber in der Regel reichlich,auf der Oberseite. Aussereuropäische Arten tragen sie bisweilen auch regelmässig auf beiden Spreitenflächenverteilt oder bei vorwiegend terrestren Arten zahlreicher auf der Blattunterseite. Weiterhin ist nach Hegelmaierdie Epidermis der Stengel, Vorblätter, Blütenstiele und namentlich der beiden Blattseiten bei den Eucalli«trieben im Gegensatz zu den Pseudocallitrichen mit eigenartigen, als Sternhaare bezeichneten Haargebildenausgestattet, die aus einer Stielzelle und einer wechselnden Zahl (4 bis 16) in einer Ebene ausstrahlenderHaarzellen bestehen (Fig. 1802 h). Ausser diesen Sternhaaren finden sich in den Blattachseln, hauptsächlich nebenden Blüten Schüppchenhaare, die bereits von Chatin und Lebel, später von Hegelmaier, Bachmannund namentlich von A. J. Schilling (Anatomisch»biologische Untersuchungen über die Schleimbildung derWasserpflanzen. Flora, 1894) untersucht worden sind, und die eine gewisse Aehnlichkeit mit den Drüsenhaarenvon Pinguecula und Hippuris zeigen. Diese Gebilde (Fig. 1802i) zeigen auf einer Stielzelle ein eiförmiges, ausfächerförmig angeordneten Haarzellen gebildetes Köpfchen, das am Scheitel meist schüsseiförmig eingesenktist und Schleim absondert. Auch bei den Pseudocallitrichen treten diese Schüppchenhaare auf; nur sind beiihnen die einzelnen Haarzellen durch 2« bis 4=zellige Zellreihen ersetzt (Fig. lS02k). Bei alternden Laubblätterngehen sie verloren. Der Stengel ist zylindrisch (Pseudocallitriche) oder plattgedrückt»zylindrisch (Fig. 1802 o,q).In den Stengelinternodien folgt auf das von weiten Interzellularräumen durchzogene Rindengewebe eine schmaleStärkeschicht, die den dünnen, parenchymatösen Markzylinder umschliesst. In diesem eingebettet liegen die zuzwei Gruppen geordneten, aus den Blattspursträngen gebildeten Leitbündelringe. Die Zahl der Gefässe istgering, vor allem bei den submersen Arten, namentlich bei Callitriche autunmalis. Die Mitte des Mark«Zylinders wird häufig von einer Markhöhle eingenommen (Fig. lS02n). Der anatomische Bau in denStengelknoten ist im wesentlichen derselbe, nur fehlt das Mark und die Markhöhle (Fig. 1857 p). In denWurzeln rücken die wenigen Gefässe zu einer einzigen, kleinen Gruppe zusammen. — Die am Grunde paar»weise zu einer ganz kurzen Scheide verwachsenen Laubblätter sind an der Spitze gestutzt oder i ausgeschnittenund in der ganzen Familie in der Jugend eiförmig. Die der Pseudocallitrichen zeigen im ausgewachsenenZustande bei derselben Art stets ein und dieselbe Gestalt, sind sehr zart und ihre Epidermis umschliesst nurzwei, am Rande sogar nur eine Zellschicht (Primärblätter). Bei den Eucallitrichen wechseln Form und Bauausserordentlich stark je nach den Lebensbedingungen, von denen die innere und äussere Ausbildung stärkerbeeinflusst wird als von der Artzugehörigkeit. Ihre unter Wasser entstandenen Laubblätter können mit denender Pseudocallitrichen weitgehend übereinstimmen, ihre Luftblätter hingegen sind in der Regel breiter, dicklich undderber als die Wasserblätter und besitzen etwas vom Rande einwärts 3 bis 4 Zellschichten. Gleichzeitig ist das Blatt»parenehym — besonders auf der Blattunterseite — durch weite Luftlücken gelockert, sodass ein typisches Schwamm»parenehym entsteht, während die Oberseite ein Palisadenparenchym aufweist (Fig. 18021). Die Laubblätter derPseudocallitrichen sind stets l»nervig (Fig. 1803b), die der Eucallitrichen hingegen nur bei den Primärblättern (anuntergetauchten Formen), während die flutenden Folgeblätter 3»nervig werden, indem der Mittelnerv 2 an seinemGrunde entspringende Auszweigungen aussendet oder aber noch mehrnerviger wird, indem aus den Seitennervenabermals 2 oder 4 weitere Aeste entspringen, die durch Querverbindungen verknüpft sein können (Fig. 1S04). —Die Blüten werden nur bei den Eucallitrichen von Vorblättern begleitet (Fig. 1805 b, c) und auch beidiesen wird das Auftreten für einzelne Arten (z. B. Callitriche hamulata) sehr von standörtlichen Ver»hältnissen beeinflusst. Es sind zarte, 1.schichtige, sadeartig aufgetriebene Gebilde, die halbmond. oder haken»förmig gegen die Blüte (Staubblatt oder Fruchtknoten) gebogen sind und nach der Blütezeit meist rasch ver»schwinden. Als gutes spezifisches Trennungsmittel können sie nach Hegelmaier nicht benützt werden weilihre Gestalt bei manchen Arten sehr veränderlich ist. Der Staubbeutel ist herznierenförmig und bildet nur beiden Eucallitrichen in den Zellen der innersten Wandschicht kurz vor der völligen Reife Verdickungsleisten.Das Aufreissen erfolgt durch zwei annähernd gleichlaufende, seitliche Längsrisse, die bei den Pseudocallitrichenzu einem einzigen Querspalt über dem Scheitel zusammenfliessen. Nach der Entleerung des Staubbeutels er»folgt bei den Eucallitrichen, aber nie bei den Pseudocallitrichen, meist eine nachträgliche beträchtliche Ver»längerung des Staubfadens. Der Pollen der letzteren ist kugelig (Fig. 1802 f) und ohne äussere Pollenhaut(Exine), bei den ersteren ellipsoidisch (Callitriche verna) oder ellipsoid«kugelig und mit einer reichwarzigen,äusseren Pollenhaut (Fig. 1802 g) versehen. Ausnahmsweise sollen allerdings auch bei den Eucallitrichenkugelige Pollenkörner beobachtet worden sein. Auch der aus zwei Fruchtblättern bestehende Fruchtknotenzeigt in den beiden Gruppen eine verschiedenartige Entwicklung. Während bei den reifen Früchten der Eu»callitrichen die beiden Fruchthälften mit breiter Fläche zusammenhängen (vgl. z. B. Fig. 1803 i), sind dieseHälften bei den Pseudocallitrichen durch tiefe Buchten, in denen die Verwachsungsnähte liegen, getrennt und