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1 ormen zu flutenden und von diesen zu auf feuchtem Untergrunde lebenden Formen geht bei manchen Artender Eucallitrieben (namentlich Callitricfae verna L.) sehr leicht vor sich s Hand in Hand damit ändert sich auchdie Ausbildung und Form der Laubblätter. Gradmann spricht von einem geradezu „proteusartigen" Wände«lungsvermögen, wie ähnliches nur noch Ranunculus aquatilis und Hippuris, ausnahmsweise auch Myriophyllumaufzuweisen haben, zumal auch der rückläufige Gang, die Umwandlung von Landformen in solche des Wassers,meist ohne Jede Schwierigkeit erfolgt. Eingehend experimentell hat diese Veränderungen H. Glückuntersucht, dessen Ergebnisse in den biologischen und morphologischen Untersuchungen über Wasser« undSumpfgewächse, IV. Teil, Untergetauchte und Schwimmblattflora, 1924 niedergelegt worden sind. Die Land«formen unserer einheimischen Arten gehen im Winter in der Regel zugrunde, während die Wasserformenerhalten bleiben und dabei sogar in geringem Masse zu vegetieren vermögen. Die grösste Wassertiefe, in derArien noch angetroffen werden, beträgt 2 m. Die Callitrichen treten meist in grossen Herden auf, welches Ver.halten durch die Wachstums Verhältnisse bedingt wird. In mässigtiefem Wasser erreichen die Spitzen der Stengeltriebe vielfachden Wasserspiegel und entwickeln dort infolge Stauchung derStengelglieder schwimmende Laubblattrosetten. Tritt später eineStreckung ein, so sinken die verlängerten Teile mit den an ihrenKnoten sitzenden Laubblattpaaren unter Wasser. In Folge davonlegt sich der unterste Teil des Stengels Glied um Glied dem Bodenan, und da jeder Knoten befähigt ist, Beiwurzeln und Seitenzweigezu erzeugen, so entsteht ein rasenförmiger Wuchs. Die ältestenStengelteile sterben bei diesem Vorgang etwa im gleichen Masseab, wie der Zuwachs an der Spitze erfolgt. Die dadurch selb«ständig werdenden Seitenzweige stellen neue Pflanzen dar, diesich auf dieselbe Weise weiter vermehren können. Als morpho«logische Eigentümlichkeit mag das häufige Auftreten serialer Bei»knospen erwähnt werden. Der Beispross erscheint dabei unter demHauptspross, oft auch dann, wenn dieser eine Blüte ist, und kannsich vegetativ entwickeln oder wieder zur Blüte werden. Trittletzteres ein, so ist meist die obere Blüte männlich und die untereweiblich, und da letztere häufig der Vorblätter entbehrt, so machtdas Blütenpaar den Eindruck einer Zwitterblüte mit 1 Staubblattund 1 Fruchtknoten. Die Laubblätter werden gegenständig an»gelegt und behalten diese Stellung zeitlebens bei völlig unterge«tauchten Arten und Formen bei. Die Gestalt der typischen Tauch«blätter ist stets schmallinealisch. Auch besitzen sie nur 1 Nervenund sind sehr zart und ;£ durchsichtig (Fig. 1804 a7 bis aio, bebis b», c« bis ce, di, d5). In der einen Sektion der Gattung, denPseudocallitrichcn, bleiben sie stets auf dieser Stufe stehen (Primär»blätter; Fig. 1803 a bis c). Eine Aenderung tritt hingegen in der 2. Sek.tion (Eucallitriche) bei den Formen mit Schwimmrosetlen und Land«formen (soweit bei letzteren die Sprosse nicht aufrecht wachsen)ein. Die Laubblattpaare stehen dort nicht mehr rechtwinkelig ge»kreuzt zueinander, sondern unter den verschiedensten Winkeln,oft zu mehreren in einer Ebene übereinander. Bedingt wird dieneue Stellung unter dem Einfluss des Lichtes durch die Drehungder einzelnen, aufeinanderfolgenden Stengelglieder, die meist regel.los bald nach rechts, bald nach links erfolgen kann. Bei den Wasser«formen tritt diese bereits an den kurzen Internodien der schwim»menden Rosetten ein und wird dadurch zur eigentlichen Ursacheder Rosettenbildung. Die Gestalt wird dabei lanzettlich bis verkehrt«eiförmig (Folgeblätter) (Fig. 1804ai bis ai, bibis b4, ci, c2, di bis ds). Bei Schlamm« und Landformen senken sich die teils als Primär«, teils als Folge«blätter ausgebildeten Laubblätter infolge der starken Lichteinwirkung durch Krümmung am Blattgrund und legensich dicht gedrängt dem Stengel an. Frank nimmt an, dass solche Formen biologisch auch Vorteile aus dendadurch entstehenden luftfeuchten, engen Zwischenräumen für die Atmung zu ziehen vermögen. — Die Epi,dermis führt im Gegensatz zu vielen Wasserpflanzen kein Chlorophyll und ist cutinisiert. Die jungen Pflanzenbesitzen bei allen Arten Spaltöffnungen, die sich aber im Alter nur bei den amphibisch lebenden Eucallitrichenerhalten (Fig. 1802m), während sie in der Sektion Pseudocallitriche verschwinden und nach P. Weinrowsky,
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Fig. 1802. Querschnitte durch Früchte von a Cal-litriche hamulata Kiitz., b C. stagnalis Scop.,c C. verna L., d. C. autumnalis L., e C.truncata Gussone. — / Pollenkörner von C. au-tumnalis L., g von C. verna L. — h Sternhaar vonC. verna L. — i Schuppenhaar von C. verna L. —k Desgl. von C. autumnalis L. — / Querschnittdurch ein Luftblatt von C. vemaL. — m Desgl. durchein Tauchblatt. — n und o desgl. durch den Stengel derTauchform. — p und q desgl. durch den Stengel derLandform (a bis k nach Hegelmaier, l bis qnach Schenk).