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Die nebenstehende Figur 1801, welche die unterirdischen Sprosse, sowie die Morphologie und Biologieder Blüte (Explosivblüten) veranschaulicht, dient als Ergänzung der bei der Gattung Mercurialis (pag. 128 usw.)geschilderten Verhältnisse. Die soeben erschienene Arbeit von P. Michaelis „Blütenmorphologische Unter»suchungen an den Euphorbiaceen" (Jena, Gustav Fischer, 1924), in welcher der Verfasser eine Darstellung der z. Z.bestehenden Ansichten über die morphologische Natur der Blüte und die Bildung im phylogenetischen Sinne gibt,
konnte nicht mehr berücksichtigt wer»den, ebenso jene von F. Pax „DiePhylogenie der Euphorbiaceae" inEngler's Botan. Jahrb. Bd. 59, 1924.
ceae. Wasserstern-
gewächse.
(Bearbeitet von Dr. Herbert Beger).
Einjährige oder aus»dauernde, im Wasser flutendeoder im Schlamm kriechende,zarte Kräuter mit meist reich ver»
zweigten, dünnen Stengeln undgegenständigen, kleinen, ganz»randigen, 1= bis 3» oder mehr»nervigen, an den aufsteigendenZweigenden der untergetauchtenArten meist zu schwimmenden
Rosetten zusammengedrängtenLaubblättern. Stengel und Laub»
Fig. 1801. Mercurialis perennis L. a und b Rhizome mit jungen Trieben, c Spross- blätter kahl oder mit Stern-
spitze einer weiblichen Pflanze d Frucht. — M. annu a L. e Zwitterblüte mit 3-teiligem haaren Nebenblätter fehlendFruchtknoten. / Weibliche Bliite mit 2-teiligem Fruchtknoten, g Männliche Blüte kurz
vor dem Abschleudern, h Desgl. unmittelbar nach dem Abschleudern, i Desgl. abge- Blüten einzeln oder äls Serielle
schleudert, k Querschnitt durch eine männliche Blüte vor dem Oeffnen ( a und b nach ^ .
Warming, ^ bis yfe nach r . v. Wettstein). Beisprosse zu mehreren über«
einander in den Blattachseln,
sehr klein, ohne Blütenhülle, aber meist mit zwei sichelförmig gebogenen, linealischdänglichen,hinfälligen Vorblättern, stets 1 »geschlechtig und 1 »häusig. Männliche Blüten nur aus 1 Staub»blatt bestehend; Staubfaden lang, fadenförmig; Staubbeutel 4=fächerig. Weibliche Blüten nuraus einem aus 2 Fruchtblättern bestehenden, durch falsche Scheidewände in 4 Klausen zer»fallenden Fruchtknoten gebildet; jede Klause mit 1 hängenden, umgewendeten Samenanlageund mit nur 1 Integument; Narben 2, verlängert, pfriemlich. Frucht seitlich zusammengedrückt,nicht aufspringend, sondern zuletzt in 4 1 »sämige Steinfrüchtchen zerfallend; Teilfrüchtchenmit berandeter oder geflügelter Aussenkante. Samen mit dünner Samenschale; Nährgewebefleischig, ölhaltig; Keimling leicht gekrümmt.
Die infolge der weitgehenden Rückbildung der Blüten in ihrer systematischen Stellung sehr umstritteneFamilie umfasst einzig die wasserbewohnende Gattung Call! tri che L., die fast über die ganze Erde ver»breitet ist und nur in den meisten arktischen Gebieten zu fehlen scheint. In ihrer Tracht sind die Callitridie.Arten in den meisten Fällen ausserordentlich veränderungsfähig und können sowohl vollständig untergetaucht,als auch mit ihren Zweigenden auf dem Wasser schwimmend oder als Landformen auftreten. Ihrer Organisationentsprechend, zählen sie zur Grundflora der Wassergewächse (Benthos), da sie wie gewisse Ranunculus=, Pota«mogeton», Myriophyllum=, Hippuris» Arten und ähnliche Tauchgewächse am Boden verankert sind, aber ihre Wurzelnwohl nur zum Anheften verwenden. Die ganze Nahrungsaufnahme dürfte durch die Stengel und Laubblätterunmittelbar erfolgen. Die Achsen niederer Ordnung verzweigen sich fortwährend, ohne dass eine merklicheAbnahme der Stärke gegenüber den Grundachsen feststellbar ist. Der Uebergang von völlig untergetauchten