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muda= und Hawaii=Inseln, nach Chile (nach Reiche bei Santiago), Australien, den Philippinen,den Loyalty=Inselri, Ostasien und Südafrika verschleppt.
Umstritten ist die systematische Wertigkeit der var. minima DC. (em. Thellung et Reynier) (= var.minor Gaud., = var. peploides Pari., = E. rotundifölia Lois.), die nach Pospichal (Flora des OesterreichischenKüstenlandes, 1897) eine gute Art, nach Thellung und Reynier (vgl. Le Monde des plantes, 1921, nr. 16)die kümmerlich entwickelte Frühjahrsgeneration von E. Peplus darstellt, d. h. Pflanzen, die nach der Herbst«keimung an unfruchtbaren Orten überwintert haben und sich bereits im Frühjahr (nicht wie die typische Formim Sommer) entwickeln. Auch Tommasini behauptet, die Umwandlung von E. peploides in E. Peplus aufbesseren Böden beobachtet zu haben. Die var. minima unterscheidet sich vom Typus durch ihren vom Grundauf stark verästelten, sehr gestauchten Stengel, die meist ganzniederliegenden Aeste, die ganz kleinen, meist ganz blutroter,kreisförmigen Laubblätter, die die Pflanze als niedrige Büschel er»scheinen lassen. Die Trugdolden sind in der Regel zwar 3=strahligwie beim Typus, aber häufiger als bei dem Typus treten 2 oder4 Strahlen auf, die dick, 2» bis 5=mal 2»gabelig sind und dieCyathien im Mittelpunkt und in den Gabelwinkeln tragen. DieSamen sind 5»kantig und tragen auf der Bauchseite je 1 Längsfurcheund auf der Rückenseite je 3 oder 4 rundliche Grübchen. Imengeren Mittelmeergebiet einheimisch, tritt diese Form selten undunbeständig in Istrien und im Küstenlande auf und wird bisweilennach dem Norden verschleppt, so z. B. in der Schweiz bei Aigleim Kt. Waadt und in Zürich.
Euphorbia Peplus ist ein Archäophyt von ursprüng»lieh vielleicht eurosibirischer Verbreitung, der aber in neuesterZeit kosmopolitische Verbreitung erlangt hat. Erleichternd dabeiwirkt die Tatsache, dass sich die kleinen Samen nicht selten inKlee., Flachs« und Grassämereien vorfinden und mit diesen verbrei«tet werden. Die Pflanze tritt bisweilen in grossen, fast reinen Herden auf guten, gegen starke Lichtzufuhr ge«schützten Gartenböden auf; truppweise erscheint sie oft auch in der Pflanzengesellschaft der Hackkulturen vomChenopodium polyspermum-Setaria viridis.Typus, dabei häufig begleitet von Convolvulus arvensis, PolygonumConvolvulus, Mercurialis annua und Euphorbia Helioscopia. In München wird sie neuerdings als Unkrautin Pflanzenkübeln von Lorbeer in Gesellschaft von Galinsoga parviflora, Urtica urens, Capsella bursa pastorisusw. angetroffen. Von Thal wird sie in der Harzflora (1577) als Peplus oder Esula rotünda bezeichnet.
1856. Euphorbia exigua 1 ) L. (=Tithymalus exiguus Moench). Kleine Wolfsmilch.
Taf. 177, Fig. 4 und Fig. 1799.
Einjährige Pflanze mit dünnspindeliger Wurzel. Stengel 5 bis 20 (25) cm lang, auf»recht, aufsteigend oder niederliegend, einfach oder vom Grunde an bogig verästelt, schmächtig,rundlich, kahl, gelblichgrün, oft rot überlaufen. Laubblätter zerstreut, 0,7 bis 2,4 cm langund 1 bis 4 mm breit, lineal, am Grunde meist etwas breiter, mit herzförmigem oder raschverschmälertem Grunde sitzend, ganzrandig, sämtlich oder doch die meisten gegen die Spitzeverschmälert (f. acuta L.), abgerundet bis abgestutzt (f. retüsa Roth) oder an der Spitzeetwas verbreitert, mit kurzem Mittelzahn und je einem seitlichen, stumpfen Nebenzahn (f.diffusa Jacq., = E. tricuspidäta Lapeyr.), dünn, aber etwas steiflich, kahl, grasgrün. Hüll»blätter des Gesamtblütenstandes und Hüllchenblätter aus verbreitertem, oft herzförmigem Grundelineal=lanzettlich oder breit=lineal, weit abstehend, spitz bis ausgerandet, grasgrün. Trugdoldenan den Spitzen des Stengels und der Aeste, zuweilen mit einem oder mehreren blattachsel*ständigen Nebenästen, 3», selten 4= oder 5=strahlig ; die Strahlen wiederholt 2=gabelig, mitEinzelblüten im Mittelpunkt und in den Gabelwinkeln. Cyathium 1 mm lang, mit zweihörnigen,verlängerten, gelben Drüsen. Kapsel 1,9 bis 2,5 mm lang, glatt oder fast glatt, kahl; Teil»
Fig. 1798. Euphorbia Peplus. Phot. stud. med.Meta Lutz und Dr. G. Hegi, München.
*) Lat. exiguus = klein. — Von Matthioli später und (1615) von Jungermann als Tithymalusleptophyllos bezeichnet.