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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Rothaus, Kreuzbuch bei Ihringen am Kaiserstuhl (1913), Rohrhof bei Schwetzingen (1880 bis 1905); in Elsass«Lothringen nur auf den Siegolsheimer Hügeln; in der Bayerischen Vorderpfalz von Hessheim bis Gross»karlbach (in neuerer Zeit bis nach Maudach sidi ausbreitend), Maxdorf, Neuhofen, Bobenheim beiFrankental; in der Rheinprovinz bei Trier, Boppard, Bingen, Kreuznach, bei Mainz; in Thüringen beiWeimar, Frankenhausen, Bebra, zwischen Grammmühle und Schellenburg, zwischen Gebesee und Schilfa,bei Gangloffsömmern; in Schlesien bei Krempa unweit Oppeln. In Oesterreich in Schlesien und Salz»bürg fehlend; in Böhmen bei Teplitz, Bilin, Lobositz, Leitmeritz, Raudnitz, selten bei Prag; in Mähren imSüden verbreitet, seltener auf dem Rande des Westplateaus bei Kromau und Mohelno, vereinzelt bei Wisowitz,häufig um Nikolsburg und Auspitz; in Ober» und Niederösterreich häufig; in Tirol nur transalpin bei St. Vigilbei Seis, am Bahnhof Blumaii (1921), am Söllerberg bei Tramin, Ambiesbei Stenico, um Trient am Monte Terlago und bei Muralto, Vela, Sar»dagna, Alle Laste, an der Strasse hinter Ponte Alto, zwischen Pontaltound Fort Civezzano, am Schlossberg zu Arco, häufig um Rovereto, beiMori; jn Steiermark nur in den Ebenen von Untersteiermark bei Po»bersch unweit Marburg, im unteren Pettauer Felde bei Zirkowitz, Mosch»ganzen, Haidin, Pettau, ferner bei Neuhaus; in Kärnten bei Velden,

Malnitz, wohl nur mit Getreide eingeschleppt und wieder verschwunden,

Bahnhof von Unterbergen bei Wischberg (?); in Ober»Krain selten, in Inner«und Unterkrain im Bereich der pontisdien Flora verbreitet, z. B. bei Poganitzunweit Rudolfswert und bei Vreme im Rekatal. In der Schweizim Wallis zwischen Valere und Tourbillon bei Sitten, in den KantonenGenf, Waadt und Neuenburg (Colombier, Boudry, Böle), im Kt. Solothurnbei Erlinsbach gegen Stüsslingen, im Kt. Aargau bei Küttigen, Biberstein,

Bötzberg, verschleppt auf dem Güterbahnhof Zürich (1903), im Tessinbei Bironico (1921).

Allgemeine Verbreitung: Im Mittelmeergebietund Vorderasien bis Afghanistan und Belutschistan. Neuer»dings in Südaustralien eingeschleppt.

Euphorbia falcata l ) ist ein Ardiäophyt meridlonaler Herkunft,der mit Saatgetreide und mit Klee« und Koriandersämereien meist nurvorübergehend eingeschleppt wird. Ueber die Begleiter vgl. Bd. VI, 1,pag. 539, sowie bei Euphorbia exigua pag. 188.

1854. Euphorbia acuminäta Lam. (= E. obscüra Lois.,

= E. falcäta L. ß minor Koch, = ? E. erythrosperma A.

Kerner). Spitzblätterige Wolfsmilch. Fig. 1796.

Mit der vorigen Art nahe verwandt, habituell sehrähnlich und häufig mit ihr verwechselt. Unterscheidet sichvon ihr namentlich durch folgende Merkmale: Ganze Pflanzetrüb= oder dunkelgrün. Hülldienblätter weich, knorpelig odernur sehr kurz stachelig bespitzt, gleichfarbig oder nur ganzunmerklich blasser als die Laubblätter. Drüsen purpurfarben. Samen auf der zusammenge=drückten Bauchseite von einer Längsfurche durchzogen (Fig. 1796 e), zu beiden Seiten, und aufder ganzen gewölbten Rückenseite querrunzelig, wenigstens zuletzt rötlich. VII.

Unter der Saat, in Weinbergen und Olivengärten, auf lockerem Kulturboden, vielfachgemeinsam mit E. falcata, aber stellenweise viel seltener und vereinzelt. Nur in Oesterreich.

Nur an bevorzugt warmen Orten in Niederösterreich; in Südtirol: um Trient häufiger als E. falcata,z. B. am Doss, in Fontana santa, Gocciadoro, Kalisberg, Schlucht des Rio del Monte und an der Strassenach Pontalto, in Arco häufig am Schlossberg und dessen Umgebung zusammen mit E. falcata, bei Rovereto,bei Vallungo; in Krain.

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet und Vorderasien.

Die Art ist anscheinend bisher vielfach übersehen worden. Sie ist z. B. durch das Trentino un«zweifelhaft weit verbreitet und wächst, wie es scheint, zumeist an Stellen, wo E. falcata L. fehlt, manch»

l ) Wegen der sichelförmigen Laubblätter falcata (von fälx = Sichel) genannt.

Fig. 1795. Euphorbia falcata L. a Ha-bitus. b Laubblatt vom unteren, c vommittleren Stengelteil, d und e Hüllclienblätter./ Cyathium. g Samen.