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nähme von P. Chamaebuxus nicht obligat mycotrophe Gewächse im Sinne Stahls sind, sondern dass sie nureine fakultative entotrophe Mycorrhiza besitzen, die gelegentlich durch einen Besatz zwar kurzer, aberzahlreicher Wurzelhaare ersetzt sein kann. Trotzdem ist die Kultur der Polygala-Arten oft mit Schwierigkeitenverbunden, so dass sie in Botanischen Gärten selten anzutreffen sind.
1. Immergrüner Halbstrauch. Laubblätter derb, lederig, glänzend. Blüten gross, gelb oder teilweisegelb, selten rot, niemals blau, in wenigblütigem Blütenstand P. Chamaebuxus nr. 1811.
1*. Sommergrüne Kräuter oder Stauden. Laubblätter krautig. Blüten mittelgross oder klein, niemalsgelb, in meist reichblütigem Blütenstand 2.
2. Flügel kürzer als die Kronröhre, 12 bis 15 mm lang. Stiel des Fruchtknotens 2« bis 4-mal solang wie der Fruchtknoten P. major nr. 1812.
2°. Flügel so lang oder länger als die Kronröhre, höchstens 9 mm lang. Stiel des Fruchtknotenshöchstens so lang wie der Fruchtknoten 3.
3. Untere Laubblätter gegenständig, nie rosettig genähert. Stengel fadenförmig. Blütenstand 3. bis8.blütig P. serpyllacea nr. 1817.
3*. Alle Laubblätter wechselständig. Blütenstand reichblütig 4.
4. Stengel im unteren Teile ausläuferartig, niederliegend, spärlich mit kleinen, oft schuppenförmigenLaubblättern besetzt, in der Mitte mit rosettenförmig gehäuften, grossen, verkehrt.eiförmigen Laubblättern, ausderen Achseln mehrere Blütenstände entspringend. Rückenlappen des Samenanhängsels wenigstens anfangswagrecht abstehend P. calcarea nr. 1818.
4*. Stengel im unteren Teile nicht ausläuferartig. Rückenlappen des Samenanhängsels anliegend, kurz . 5.
5. Untere Laubblätter deutlich Rosetten bildend, bedeutend grösser als die Stengelblätter; diese nachoben gleich gross oder an Grösse abnehmend; alle am Rande flach oder nur leicht umgebogen. Flügel nichtnetznervig 6.
5*. Untere Laubblätter keine Rosette bildend oder, falls vorhanden (P. alpestris), dann Stengelblätternach oben grösser werdend; alle Laubblätter (trocken) am Rande deutlich umgerollt. Flügel i netznervig 7.
6. Laubblätter bitter schmeckend, am Rand leicht umgerollt. Rosette den Blütenstand zentralständigtragend P. amara nr. 1819.
6*. Laubblätter nicht bitter schmeckend, am Rande flach. Rosette mit seitenständigen Blütenständen.Nur in den Schweizeralpen und in Südtirol P. alpina nr. 1820.
7. Obere Laubblätter grösser und breiter als die unteren, gedrängt. Tragblätter etwa von derLänge der Blütenstiele. Flügel sehr undeutlich netznervig P. a 1 pestris nr. 1816.
7*. Obere Laubblätter meist nicht grösser als die unteren. Flügel deutlich und reichlich netznervigoder, wenn frei, dann die Tragblätter viel länger als die Blütenstiele 8.
8. Tragblätter kürzer oder so lang wie die Stiele der eben geöffneten Blüte, bis auf den oft undeut«liehen Mittelstreifen häutig, nicht schopfig über die Spitze des Blütenstandes emporragend. Nerven der Flügelnetzartig verbunden P. vulgaris nr. 1815.
8*. Tragblätter wenigstens so lang wie die Stiele der eben geöffneten Blüte, fast stets derb, mitdeutlichem, derbem, grünem oder farbigem Mittelstreifen. Blütenstand ± deutlich schopfig 9.
9. Flügel sehr gross, etwa 8 bis 10 mm lang, breit elliptisch oder fast kreisrund, am Grund plötzlichzusammengezogen. Tragblätter doppelt so lang wie die eben geöffnete Blüte. Blütenstand schwach schopfig.Nur in Südtirol, Kärnten und Krain P. Nicaeensis nr. 1813.
9*. Flügel meist mittelgross, 5 bis 6 mm lang, elliptisch.verkehrt.eiförmig, gegen den Grund ver-sc hmäler t. Tragblätter etwas länger als die eben geöffnete Blüte. Blütenstand deutlich schopfig. P. comosa nr. 1814.
1811. Polygala Chamaebüxus L. 1 ) (= Chamaebuxus alpestris Spach, = Ch. vulgaris Schur).Zwerg = Buchs, Buchsblätterige Kreuzblume. Franz.: Polygale faux=Buis$ ital.s Poligalafalso bosso. Taf. 176, Fig. 3; Fig. 1720, 1722 und 1723.
Nach der pantoffelähnlichen Gestalt der Blüte und der frühen Blütezeit heisst die Pflanze Frauen»schüchl (Südtirol), Herrgo11s.Strömpf und Schua, HerrgottaschüehIi, Mue11ergo11espan =töffli, Pantöffli, Himmelsschlüsseli, Schlösselblüamli, Chellerschlösseli (Schweiz). Wilde(r)Buchs (Schweiz), Waldmirtn (Niederösterreich) gehen auf die immergrünen Laubblätter. Im romanischenGraubünden heisst die Pflanze chödin oder poligala.
l ) Abgeleitet von /"uai [chamäi] = auf der Erde, am Boden, also niedrig und büxus, Name desBuchsbaums bei den Römern.