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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Niedriger, bis 30 cm hoher, reich verzweigter Halbstraudi mit ästiger, graubraunerGrundachse und kräftigen Ausläufern, Pflanze daher ± dichtrasig. Zweige verholzend, teilsniederliegend, teils bogig aufsteigend, am Grunde wurzelnd, mit hakigen Haaren besetzt; dieälteren Teile braun, die jüngeren grün. Laubblätter lederartig, immergrün, sitzend oder sehrkurz gestielt, elliptisch bis lanzettlidi oder länglich lineal, an der Spitze stumpf mit kurzer,aufgesetzter Stachelspitze, ganzrandig, am Rande umgerollt, kahl, oberseits glänzend; dieuntersten eines jeden Astes verkehrt=breit=eiförmig, ausgerandet, mit aufgesetztem Stachelspitzchen.Blütenstände 1= bis 2«, seltener 3=blütig, mit rundlich=eiförmigen, häutigen Hochblättern, blatt»winkel= oder endständig. Blüten gross, 13 bis 15 mm lang. Das unpaare Kelchblatt ausgesackt,

die beiden anderen kleiner, ei=förmig ; Flügel länglich=spatel=förmig bis länglich verkehrt=ei=förmig, aufwärts gerichtet oderzurückgeschlagen, 10 bis 12 mmlang, zur Zeit der Blüte gelblich»weiss, später häufig braunrotpurpurn gefärbt (siehe auch dieFarbabweichungen), bei derFruchtreife abfallend; Schiffdienso lang oder meist kürzer als dieFlügel, die seitlichen Blumen«blätter eiförmig, blassgelb bisweisslich, das vordere zitronen«gelb bis orange oder selten rot,nach der Blüte sich purpurn oderbraunrot färbend. Staubblätter8 bis 10; Staubfäden nur amFig. 1722. Polygala chamaebuxus l . Phot. t w. Heiler, Zürich. Grunde oder in der unteren

Hälfte verwachsen; Staubbeutel 3=fächerig (Fig. 1720 c), mit drei Klappen aufspringend, die vordereKlappe kleiner, ausnahmsweise auch 4=fächerig. Diskus dem Staubblattkreise zugehörig, aufeine rückwärts stehende Drüse reduziert. Fruchtstiele aufrecht. Kapsel (Fig. 1723d) rundlichbis verkehrt «herzförmig, fleischig, dicht drüsig punktiert, mit deutlichem, kantigem Hautrande,trocken braunschwärzlich. Samen 5 mm lang, eiförmig, langhaarig, mit ungleich gelapptemAnhängsel (Fig. 1723e). III bis VI, sehr häufig, stellenweise sogar regelmässig, mit einerzweiten Herbstblütezeit; mitunter in günstigen Lagen sogar im Winter (Januar) blühend.

Ziemlich verbreitet und stellenweise häufig auf meist sonnigen, ziemlidi trockenen,mineralischen oder humosen, mageren Böden; mit Vorliebe auf kalkreidien Gesteinen, dochauch auf Granit, Gneis, Porphyr, Glimmerschiefer, Phyllit, Serpentin. Von der Ebene bis indie untere alpine Stufe: in den Bayerischen Alpen bis 1750 m, in Tirol bis 2200 m, in Grau«bünden bis 2400 m, im Wallis bis 2480 m, im Berner Oberland bis 1980 m.

In Deutschland in den Alpen, auf der Schwäbisch .bayerischen Hochebene, in den Süd» und mittel,deutschen Gebirgen, nördlich bis Thüringen und Sachsen. In Bayern verbreitet in den Alpen, ebenso auf deroberen und unteren Hochebene (im Inngebiet selten), im Bayerischen Wald bei Wörth a. D., Hirschberg, imOberpfälzer Wald bei Herzogau bei Waldmünchen, Neuenhammer bei Bernrieth, im Frankenwald an der Saalebis zur Landesgrenze, im Fichtelgebirge nicht selten, im Weissen Juragebiet südlich verbreitet, im Norden vonder Linie Steinfeld bis Krögelstein an fehlend, im Keupergebiet zerstreut, im Buntsandsteingebiet an der Amts«grenze Eschenbadi bis Kemnath, fehlt im Muschelkalkgebiet, in der Rhön und in der Pfalz. In Württembergund Baden im Jura ziemlidi verbreitet bis zerstreut, dem Neckarlande fehlend, dagegen im Hegau; in Thüringenund Sachsen im Anschluss an das Areal im Fiditelgebirge bei Lobenstein am Gallenberge und Siechenberge und