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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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in Afrika) verwendet. Andere enthalten giftige Stoffe (vor allem Saponine und tödliche Säuren) und dienendeshalb zum Vertilgen von Insekten sowie zum Betauben von Fischen.

Die Familie wird in die 3 Unteriamilien der Cedreloideae (Staubfäden frei. Samen geflügelt), derSwietenoideae (Staubfäden zu einer Röhre verwadisen. Samen geflügelt, in jedem Fach mehrere) undder Melioideae (Staubfäden gleichfalls zu einer Röhre verwachsen. Samen ungeflügelt, meist nur 1 bis 2 injedem Fach eingeteilt). Von der ersten Unterfamilie der Cedreloideae mögen erwähnt sein sCedrdla 1 ) odorata L.,in Westindien und Guayana heimisch, liefert ein leicht spaltbares, angenehm riechendes, rotes Holz, das unterdem Namen Westindisches Zedernholz (richtiger ist die BezeichnungZedrelenholz") zu besseren Zigarrenkisten,als Bleistiftholz, zu Möbeln (weil gegen Termiten sicher) und auch für den Schiffbau und früher als Zuckerkistenholzverwendet und namentlich aus Kuba ausgeführt wird. Da der Baum sehr schnellwüchsig und gegen Buschfeuerwiderstandsfähig ist, wird er neuerdings zum Aufforsten empfohlen. Aehnliche ziegelrot gefärbte, von Termitennicht angreifbare, weiche, aber doch sehr dauerhafte Hölzer stammen von verschiedenen Arten der altwelt«liehen Gattung T o 6 n a (besonders T. s e r r d t a [Royle] Roem. in Indien, T. serruldta [Miq.] Harms auf Sumatraund Java und T. S i n 6 n s i s [A. Juss.] Roem. in China), die als Indisches Mahagoni, Zeder von Singapore, MoulmeinCedar in den Handel kommen. Das hellgelbe Kap.Mahagoni, im Kaplandsneez»wood" odernieshout" ge»heissen, kommt von dem süd» und ostafrikanischen Ptaeröxylon obliguum (Thunb.) Radlkofer, das imfrischen Zustande zum Niessen reizt. Von den Swietenoideae liefern eine Anzahl amerikanischer (S wietenia),afrikanischer (Pseudoc^drela Kötsciiyi Schweinfurth [im Steppengebiet], Khäja 8 ) Senegal6nsis Juss. in West»afrika [Gambia»Mahagoni], EntandrophrdgmaAngolense (Wehv.) [oderQuibaba da Queta"] und E. Can»do 116i in Kamerun) und indischer (Chukrdsia tabuläris A. Juss. liefert Bastard.Cedar, Chittagong wood,white cedar, ebenso Soymida febrifüga Juss.) Arten sehr harte und dauerhafteMahagoni "«HölzetDie wichtigste Art ist der westindische Mahagonibaum Swie16nia 3 ) Mahagöni 4 ) L., der das zu Möbelbesonders hochgeschätzte echte Mahagoni» oder Acajouholz liefert. Von den Melioideae enthalten diegrossen, kantigen, holzigen Samen von C a r dp a ') procura DC. oderAndiroba" (tropisches Afrika) und C. Guayan^nsis Aubl. (tropisches Amerika) fettes, jedoch sehr bitter schmeckendes, wurmwidriges (Carapa"» oderTulucuna» oder Kundibaum.Oel) Oel, das zu technischen Zwecken sehr brauchbar ist. Xylocdrpus obovätusA. Juss. und X. Grand tum Koen. sind auf die Küstengebiete der Alten Welt beschränkt; sie besitzen alsMangrovepflanzen leichte schwimmende Samen, ebenso Atemwurzeln. Azadirdchta (= Melia) Indica L.,der Indische Flieder, Neem oder Margosa tree, ist in Ostindien weit verbreitet, wird aber auch auf Ceylon, inOstafrika, auf Java und in Nordamerika häufig kultiviert. Die bittere, adstringierend wirkende Rinde ist inden Vereinigten Staaten als CörtexMargösae, Margosa oder nim bark als Wurmmittel offizinell undgilt auch als Fiebermittel. Die Samen liefern das scharfe, lauchartig riechende Zedrachöl oder Kohombafett,das als Lampenöl und medizinisch verwendet wird. Das mahagoni»artige Holz ist hart und sehr dauerhaft.Die Art dient in Indien als schattenspendender Allee» und Parkbaum. Als einziger, auch in Südeuropa, wieüberhaupt in den wärmeren Teilen der ganzen Erde kultivierter, ursprünglich wohl vom Himalaya stammenderBaum kommt M e 1 i a Azeddrach') L. (Fig. 1719) in Betracht, Persischer Flieder, Chinesischer oder SyrischerHolunder, Paternoster« oder Paradiesbaum, Sykomore, Lilias des Indes, Laurier grec, Persian Lilac, Bead tree(Perlenbaum) oder Pride of India (Stolz von Indien) geheissen. Bis über 10 m hoch, junge Triebe etwas be»haart. Laubblätter sommergrün, sehr verschieden gestaltet, 20 bis 50 cm lang; die unteren und mittlerendoppelt gefiedert, scharf gesägt, die oberen einfacher. Blüten zwitterig, 5» bis 6=zählig, zu einer lockeren, bis20 cm langen, blattachselständigen Rispe vereinigt. Kronblätter blass rötlichblau. Staubblätter 10 (12); Staub»fäden zu einem violetten Staminaltubus verwachsen-, letzterer an der Spitze zerschlitzt und länger als dieKronblätter. Fruchtknoten auf einem kurzen Diskus, 5» bis 8»fächerig, in jedem Fach mit 1 bis 2 Samen.Frucht steinfruchtartig, hellgelb, mit holzigem Endokarp. Samenschale krustig. Wegen ihres zierlichen, eschen»artigen Laubes und der angenehm fliederartig duftenden, violetten Blüten wird die Art wie die vorige gernals Zierbaum kultiviert; als Allee» und Schattenbaum eignet sie sich, weil windbrüchig, aber weniger. DasMelia»Oel kann als Firnisöl Verwendung finden. In Italien benützt man die fünfeckigen Samen zu Rosenkränzen.Alle Teile dienen als kräftiges Wurmmittel; das Holz ist zur Anfertigung von Blasinstrumenten gesucht.

') Von Cedrus = Zeder.

a ) Einheimischer Name des Baumes in Senegambien.

*) Benannt nach Gerard von Swieten, geb. 1700 zu Leyden, gest. 1772 in Wien, zuerst Professorder Medizin in Leyden, später Leibarzt der Kaiserin Maria Theresia in Wien.

*) Einheimischer Name.

') Carapa bezeichnet bei den Tamanacos in Südamerika Fett und Oel.