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dasch" geheissen), Nordabessinien („Oanha") und in der Erythraea von 300 bis 2000 m Höhe, dann von C. S c h i m»peri (Berg) Engler („Gataf" in Yemen), C. Playfairii (Hook, f.) Engler und wohl noch weiteren Arten ausden Trockengebieten des tropischen und subtropischen Afrika. Das Gummiharz schwitzt als halbflüssige Masseaus dem Stamme von selbst aus, während es andererseits — und zwar wohl zum grössten Teil — durch künst.lidies Einschneiden gewonnen wird. Der milchig-trübe, gelbe Saft trocknet an der Luft rasch ein. Die offizineileMyrrhe (Myrrha elöcta) bildet Körner oder löcherige Klumpen von unregelmässiger, höckeriger, knolliger bisfast traubiger Gestalt von eigenartigem, aromatischem Geruch und gewürzhaftem, zugleich bitterem und anhaltendkratzendem Geschmack. Beim Kauen klebt Myrrhe an den Zähnen. Die Droge besteht aus 40 bis 67 °/° Gummi,27 bis 50 °/o Harz (Myrrhin), 2,5 bis 8,8 °/o ätherischem Oel, sowie Bitterstoffen. Bei den Griechen fand dieMyrrhe medizinisch als Adstringens, Exsiccans, Hypnoticum Anwendung, später namentlich als Antisepticumbei eiternden Wunden, als Stomachicum, Tonicam usw. Gleichfalls zu den ältesten Medikamenten und Raucher«mittein gehört der „Weihrauch" (Olibanum, Gummiresina Olibanum), welche Droge in der Bibel, in denSanskritschriften, im Koran, im Papyrus Ebers, sowie von den griechischen und römischen Schriftstellern meist mi'der Myrrhe zusammen genannt wird. Die Hippokratiker bedienten sich des Weihrauchs medizinisch bei Asthmaund Uterusleiden, dann äusserlich zu Salben. Noch heute wird Olibanum in der österreichischen Pharmakopoegeführt. Als eigentliche Lieferanten des Weihrauches werden Boswöllia Cart6ri Birdwood, B. Bhau.Dajiäna Birdwood und B. negIecta S. Moore, kleinere, vom Boden an verzweigte Bäumchen mit 7» bis9-paarigen Laubblättern, angesehen; sie wachsen in den Gebirgen von Hadramaut in Südarabien und imAhlgebirge des gegenüberliegenden Somalilandes. Der Weihrauch, der in ähnlicher Weise wie Myrrhe gewonnenwird, gelangt nach Bombay (der grösste Teil) und nach Europa zur Ausfuhr. Von weiteren Balsamharzeliefernden Burseraceen mögen genannt seins Commiphora Opobälsamum (L.) Engler (= Balsamod^ndronGileadense Kth.), heimisch in Arabien und im Somaliland (in Aegypten seit dem 11. Jahrhundert kultiviert,ebenso in Palästina im östlichen Jordantal [Gilead] seit Alexander dem Grossen), liefert den Mekka« oderGilead.Balsam. Im Jahre 725 nahm der Bischof Willibald von Eichstätt diesen Balsam heimlich von einerPilgerfahrt nach dem Heiligen Lande mit nach Hause. — C. Africäna Engler im Sudan liefert das afrikanischeBdellium. — Von einer Anzahl Bursera»Arten in Zentralamerika (besonders Mexiko) stammen Elemi-artigeHarze (Amerikanische Efemi), so z. B. das Gomartharz von B. Simarüba (L.) Sargent, der westindische Takamahakvon B. tomentösa (Jacq.) Engler, ebenso solche von verschiedenen neuweltlichen Protium» oder Icica.Arten,z. B. das Caranna« oder Hyowaharz von P. Caräna (Humb.) L.March., Weihrauch von Cayenne von P. Guaya«ndnse (Aubl.) L.March, usw. Einige Arten der Gattung Canärium von den Philippinen liefern Manila.Elemi, andere aus dem östlichen Malaischen Archipel das schwarze Dammarharz. Tabonucoharz von Pachy«löbus (= Dacryödes) hexdndrus (Grisebach) Engler wird in Westindien zu Packeln verwendet, das dillartigriechende „Rio'.Elemi von Prötium Icicariba (DC.) L. March, als Wundsalbe und Räuchermittel.
Die nächstanschliessende Familie der Melidceae 1 ) oder Zedrachgewächse umfasst fast ausschliesslich(z. T. sehr hohe) Bäume, daneben auch Sträucher und wenige Kräuter mit meist grossen, gefiederten, Wechsel«ständigen Laubblättern (Nebenblätter selten) und der Regel kleinen, zu Rispen (selten auch zu Trauben oderzu Aehren) angeordneten, zwitterigen oder polygamen, 5« (4. bis 7.)gliederigen, strahligen, oft mit einem Diskusversehenen Blüten. Kelch gewöhnlich becherförmig oder kurzröhrig. Kronblätter frei, ausnahmsweise ver»einigt. Staubblätter doppelt so viele als Kronblätter, sehr oft im unteren Teil oder der ganzen Länge nachzu einer Röhre (Staminaltubus) verwachsen ; am Rande dieser Röhre zuweilen zwischen den Staubbeuteln Zähneoder blumenblattartige Lappen. Fruchtknoten mehrfächerig, mit gewöhnlich einfachem Griffels jedes Fach inder Regel mit 1 bis 2 (selten 4 bis vielen) Samenanlagen. Frucht meist eine Kapsel oder Beere, seltener eineSteinfrucht; Samen mit Nährgewebe, manchmal geflügelt. Die Familie schliesst sich an die Rutaceen, Simaru«baceen und Burseraceen eng an; doch fehlen ihr die Balsamgänge und meist auch die Bitterstoffe. Dagegentreten im Mesophyll der Laubblätter, in Rinde und Mark Sekretzellen (jedoch keine Sekretdrüsen wie bei denRutaceen 1) auf, wodurch die Laubblätter durchscheinend punktiert werden. Von den 800 Arten, die sich auf etwa42 Gattungen verteilen, gehört die Grosszahl den Tropen und zwar besonders den Regenwäldern an; nurwenige Arten sind Steppenpflanzen. Die Gattung Xylocdrpus ist die an Meeresverbreitung angepasst. Ver.schiedene, meist artenreiche Gattungen sind auf einzelne Kontinente beschränkt. In der gemässigten Zone fehlendie Meliaceen fast gänzlich; Toöna Sinensis Roem. und Aglaia odoräta Lour. dringen in Ostasien bisPeking vor. Andererseits gedeiht M£lia Azedärach L. .als Zierpflanze auch in den wärmeren Teilen dergemässigten Zone. Eine ganze Zahl liefert wertvolles Nutzholz, andere (Länsium. und Sandöricum.Arten)Obst oder (Trichilia, Caräpa und Azadirachta) Oel oder Gummi. Die bittere Rinde verschiedener Arten wirdmedizinisch gegen Ruhr, Durchfall, Malaria, als Brechmittel oder als Emeticum (so die von Trichilia em^tica Vahl
) Vom griech. ficUa [melia] = Esche; wegen des eschenartigen Laubes vieler Arten.